Man soll ja zu seinen Fehlern stehen. Mein Fehler war, mich an den nicht mehr startenden PC meiner Eltern zu setzen und zu versuchen, den abbrechenden Bootvorgang zu reparieren.
Normalerweise ist das ja kein Problem, wenn man die passende Windows Boot CD dabei hat: Man startet die CD im Reparaturmodus und anschließend führt man fixboot bzw. fixmbr aus und das System startet wieder. Auf meinem alten Spiel Windows XP hat das früher dutzende Male geklappt. Und diesmal? fixboot eingegeben und was macht das Teil? Weil es das Dateisystem nicht als NTFS erkennt, kloppt es einfach mal ein komplett neues FAT Dateisystem drüber. Unglaublich. Es ärgert mich jetzt noch, dass ich vorher nicht mit einer Rettungs-CD die Daten gesichert habe. Unglücklicherweise habe ich es noch schlimmer gemacht und versucht Windows dort neu zu installieren, anstatt gleich die Partition zu sichern und aus den noch vorhandenen Daten die Dateien zu kratzen.
Es ärgert mich jetzt unglaublich, dass mir das passiert ist. Merke: Nicht nur über Backup reden, sondern auch machen und unbedingt vor solchen Experimenten eine große mobile Festplatte besorgen.
Die Frage bleibt aber: Wie repariere ich einen kaputten Bootvorgang in XP?
Monday, 8. February 2010
ARGL!
Stuttgart 24h
schönes Video, unbedingt in HD gucken:
Ich schwelge jetzt noch ein bißchen in Erinnerungen an Stuttgart.
stuttgart24h from stuttgart24h on Vimeo.
Ich schwelge jetzt noch ein bißchen in Erinnerungen an Stuttgart.
Sunday, 7. February 2010
Softwareliste Nokia e71 / Symbian
Symbian scheint ja wirklich OpenSource geworden zu sein - mal schauen ob das noch rechtzeitig genug war (wenn man anschaut was sich in der Sparte der Linuxphones tut). Ich bin eigentlich noch immer mit meinem Nokia E71 ganz zufrieden, obwohl die Produktpflege von Nokia sehr zu wünschen übrig lässt.
Das ist wie Windows benutzten: Irgendwann gewöhnt man sich an die Bugs und Designfehler des Systems und nimmt sie einfach hin.
Vermutlich würde ich mir kein Symbian-Gerät mehr kaufen weil es mittlerweile deutlich bessere Devices für Benutzer mit hohen Ansprüchen gibt (z.B. das Nokia N900).
Als Fortsetzung zu meinem früheren Artikel zum Thema "Nokia E71" hier meine aktuelle Softwareliste:
Ich verwende "Steel Black 2.1 BW DFLT"
Man kann damit z.B. ganz brauchbar Mutt, Irssi, c3270 und Centericq im Screen verwenden
Ein Multiprotokoll-Chatclient der auch Jabber kann.
Ein
GPS Tracking Software mit der man die GPS Koordinaten z.B. beim Joggen
und Skifahren aufzeichnet und später in Google Earth anschauen kann.
Ein schneller und sehr brauchbarer Twitter Client - witzigerweise das einzige Stück das ich in den letzten 10 Jahren gekauft habe (ansonsten nutze ich ausschließlich OpenSource oder Freeware
Brauchbarer Filemanager
Netter Browser für Photos mit schicker 3D Optik
Kostenloses Navi System mit Anbindung ans öffentliche Telefonbuch.
Nette Wetterapplikation, welche die Wettervorhersage des aktuellen Standorts anzeigt.
Schneller und brauchbarer Browser mit Flashsupport
Last.fm Client, funktioniert auch ohne Last.fm Subscription
Wednesday, 27. January 2010
Die Farce mit dem ermäßigten Steuersatz auf Übernachtungen
Im Dezember hat die Bundesregierung ja im Zuge des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes - für mich überraschend - den Umsatzsteuersatz für Übernachtungen von 19% auf 7% gesenkt. Nun ist mir bisher noch nicht aufgefallen, dass die Übernachtungsraten signifikant gefallen wären, das mag aber meiner selektiven Wahrnehmung geschuldet sein und vielleicht nutzen die Hoteliers die erzielten Mehreinnahmen ja tatsächlich für überfällige Investitionen.
Für Geschäftsreisende hat diese Gesetzesänderung aber noch einen weiteren Nachteil. Denn der ermäßigte Steuersatz gilt ausschließlich für die Übernachtungsleistungen. Sonstige Leistungen wie z.B. Frühstück werden weiterhin mit 19% besteuert. Das bedeutet, dass auf den Rechnungen die Kosten für das Frühstück separat ausgewiesen werden müssen. Für die Reisekostenabrechnung bedeutet dies, dass der Verpflegungsmehraufwand (Spesen) um die Kosten für das Frühstück gekürzt wird. Vor dem 31.12.2009 wurde, falls Frühstück nicht separat ausgewiesen wurde der Verpflegungsmehraufwand pauschal um 20% gekürzt. Dies geht nun nicht mehr und damit bleibt der Geschäftsreisende auf den Frühstückskosten sitzen.
Beispiel: Bei einer angenommenen Abwesenheit von 24h aufgrund einer Dienstreise bei Übernachtung inklusive Frühstück für 100€ netto ergab sich bisher die folgende Abrechnung:
Seit dem 1.1.2010 ergibt sich hier die folgende Abrechnung:
Macht pro Tag alleine einen Unterschied von gut 18€. Ich bin ja sowieso der Meinung, dass die Frühstückskosten in Hotels jenseits von Gut und Böse liegen. Dabei sind Kosten von > 20€ ja mittlerweile normal. Dafür wird zwar normalerweise auch ein riesiges Buffet hingestellt, nur esse ich nie annähernd soviel. Normalerweise esse ich ein Brötchen und vielleicht noch ein Müsli, dazu trinke ich einen Saft und einen Kaffee. 4,80€ halte ich dafür für angemessen. 20€ sind einfach unverhältnismäßig teuer, weshalb ich aus Prinzip schon lange nicht mehr in Hotels frühstücke.
Hoffentlich werden Hotels jetzt öfter ihre Frühstückskosten erklären müssen (während sie diese früher in ihren Übernachtungsraten verstecken konnten). Sie werden sich wohl auch darauf einstellen müssen, dass ihre Geschäftsleute nicht mehr frühstücken werden.
Diese Regelung könnte sich also als klassisches Eigentor erweisen.
Für Geschäftsreisende hat diese Gesetzesänderung aber noch einen weiteren Nachteil. Denn der ermäßigte Steuersatz gilt ausschließlich für die Übernachtungsleistungen. Sonstige Leistungen wie z.B. Frühstück werden weiterhin mit 19% besteuert. Das bedeutet, dass auf den Rechnungen die Kosten für das Frühstück separat ausgewiesen werden müssen. Für die Reisekostenabrechnung bedeutet dies, dass der Verpflegungsmehraufwand (Spesen) um die Kosten für das Frühstück gekürzt wird. Vor dem 31.12.2009 wurde, falls Frühstück nicht separat ausgewiesen wurde der Verpflegungsmehraufwand pauschal um 20% gekürzt. Dies geht nun nicht mehr und damit bleibt der Geschäftsreisende auf den Frühstückskosten sitzen.
Beispiel: Bei einer angenommenen Abwesenheit von 24h aufgrund einer Dienstreise bei Übernachtung inklusive Frühstück für 100€ netto ergab sich bisher die folgende Abrechnung:
Übernachtung (inkl. Frühstück): 100,00 € Umsatzsteuer 19%: 19,00 € Bruttobetrag: 119,00 € Verpflegungspauschale: 24,00 € (Abwesenheit >24h) Kürzung Frühstück: -4,80 € (24€*20%) Erstattungsbetrag: 138,20 €
Seit dem 1.1.2010 ergibt sich hier die folgende Abrechnung:
Übernachtung (netto): 90,00 € Frühstück (netto): 10,00 € Bruttobetrag: 108,20 € (90 € * 7% + 10 € * 19%) Verpflegungspauschale: 24,00 € (Abwesenheit >24h) Kürzung Frühstück: -11,90 € (10 € * 19%) Erstattungsbetrag: 120,30 €
Macht pro Tag alleine einen Unterschied von gut 18€. Ich bin ja sowieso der Meinung, dass die Frühstückskosten in Hotels jenseits von Gut und Böse liegen. Dabei sind Kosten von > 20€ ja mittlerweile normal. Dafür wird zwar normalerweise auch ein riesiges Buffet hingestellt, nur esse ich nie annähernd soviel. Normalerweise esse ich ein Brötchen und vielleicht noch ein Müsli, dazu trinke ich einen Saft und einen Kaffee. 4,80€ halte ich dafür für angemessen. 20€ sind einfach unverhältnismäßig teuer, weshalb ich aus Prinzip schon lange nicht mehr in Hotels frühstücke.
Hoffentlich werden Hotels jetzt öfter ihre Frühstückskosten erklären müssen (während sie diese früher in ihren Übernachtungsraten verstecken konnten). Sie werden sich wohl auch darauf einstellen müssen, dass ihre Geschäftsleute nicht mehr frühstücken werden.
Diese Regelung könnte sich also als klassisches Eigentor erweisen.
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Tuesday, 26. January 2010
Daniel Kehlmann: "Die Vermessung der Welt"
Daniel Kehlmann ist ein junger deutschsprachiger Schriftsteller, der mit "Die Vermessung der Welt" einen der größten Erfolge deutschsprachiger Literatur in jüngster Zeit hatte.
Bei dem Roman handelt es sich um die Biographie der beiden Forscher Carl Friederich Gauß und Alexander von Humboldt. Der Roman der beiden Gelehrten basiert auf historischen Fakten, weicht jedoch in zahlreichen Details von den Fakten ab. Während der eine Forscher die Welt erkundet und jeden noch so kleinen Hügel erklimmt und ausmißt, verachtet der andere jegliche Art des Reisens und möchte am liebsten nur in der Nähe seiner Mutter bleiben und die Welt nur durchs Denken erkunden.
Auf ihre unterschiedliche Art und Weise sind beide Helden sympatisch auch wenn ihre schrullige Art und Weise den Leser an der einen oder anderen Stelle schmunzeln lassen wird (so zum Beispiel Gauß' Kummer, dass er nicht 100 Jahre später geboren wurde oder die Art und Weise wie Humboldt alles vermißt und untersucht, was ihm unter die Finger kommt). Dabei beschreibt Kehlmann die Charaktere in einem leicht ironischen Ton und zeigt typisch deutsche Eigenheiten auf.
Ein sehr lesenswertes Buch, das sich leicht lesen läßt und wo man an vielen Stellen schmunzeln kann. Empfehlenswert. Ich bin sicher, man wird von Daniel Kehlmann noch das eine oder andere hören in Zukunft.
Posted by chrisbra
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Wednesday, 20. January 2010
VimPlugin: histwin.vim
Vim hat ein geniales Feature, die Undo-Funktion. Das hört sich erstmal nicht spektakulär an, ist es aber, weil sobald man mal etwas rückgängig gemacht hat und man an einer vorherigen Version Änderungen vornimmt, die vorherige Version bei normaler Undo-Funktion weg ist. Vim dagegen erstellt einen sogenannten undo branch und man kann jederzeit zu dieser Version zurück kehren mittels :earlier oder :later. Leider ist das Interface dazu etwas gewöhnungsbedürftig. Man vergißt leicht welche verschiedenen Branches es gibt und wie man dahin kommt.
Einen relativ kurzen Überblick gibt die Hilfe in :h undo-tree und :h usr_32
Daher habe ich jetzt mal angefangen ein Plugin histwin.vim zu schreiben, dass die Navigation zu den diversen Undo-Branches erleichtert. Der obligatorische Screenshot:
Wie ich finde, hat das Plugin mehrere Vorteile:
Einen relativ kurzen Überblick gibt die Hilfe in :h undo-tree und :h usr_32
Daher habe ich jetzt mal angefangen ein Plugin histwin.vim zu schreiben, dass die Navigation zu den diversen Undo-Branches erleichtert. Der obligatorische Screenshot:
Wie ich finde, hat das Plugin mehrere Vorteile:
- Man sieht in welchem Undo-Branch man sich befindet (in obigen Beispiel grau hinterlegt, das ist leider noch etwas buggy)
- Man kann einen selektierten Branch mit der aktuell geladenen Version durchführen ("D" im Undo-Tree Window auf dem entsprechenden Branch drücken)
- Man kann bestimmte Branches taggen ("T" auf dem Branch drücken)
- Und als Spaßfeature habe ich mal einen Schnelldurchlauf durch alle Änderungen eingebaut, die vom Anfang bis zum gewählten Branch durchgeführt wurden ("R" auf dem Branch drücken). Man kann da also vim bei der Arbeit zusehen, wie es den Buffer bearbeitet.
Monday, 18. January 2010
Agathe Bauer
und die passende Geschichte dazu:
Tuesday, 12. January 2010
Sicheres Löschen eines Datenträgers
Möchte man einen PC verschrotten oder muß man mal die Festplatte zur Reparatur schicken (RMA) oder auch verkaufen, dann sollte man dafür sorgen, dass eventuell vorhandene Daten möglichst sicher gelöscht werden. Es gab bereits Fälle, wo Daten auf bei Ebay ersteigerten Festplatten gefunden wurden.
Denn man möchte vermutlich weder, dass irgendwelche geschäftlichen Daten Fremden in die Hände kommen, noch wird man scharf drauf sein, die privaten Bilder von Tante Erna aus ihrem Urlaub in Hinterzupfingen anderen Menschen zu präsentieren.
Dabei geht es nicht um sensible private Daten wie Lebensläufe, Bankdaten, Kontoauszüge oder wichtige geschäftliche Daten, nein vielmehr geht es um alle vorhandenen Daten, bzw. auch vermeintlich schon gelöschte Daten. Gelöscht heißt nämlich, dass das Betriebssystem nur den Verweis auf die Daten löscht bzw. den Bereich intern als leer markiert, so dass dort neue Daten gespeichert werden können.
Diese Daten sind nicht umsonst privater Natur und genau das sollen sie auch bleiben. Das heißt nicht, dass man etwas zu verstecken hat, denn schließlich laufen wir ja auch alle nicht grundlos mit Kleidung rum.
Nach gängiger Meinung genügt zum sicheren Löschen das Überschreiben der kompletten Festplatte mit einem Zufallsmuster. Gerüchte, wonach selbst überschriebene Daten aus "Restmagnetspuren" der Spurränder von Festplatten wiederhergestellt werden konnten, gehören wohl ins Reich der Verschwörungstheorien und scheinen nur Spekulationen zu sein. (Update: Ein entsprechender Artikel von Peter Gutmann, beschreibt daher eine Methodik zum sicheren Löschen von Daten durch mehrmaliges Überschreiben mit unterschiedlichen Bitmustern. Zu beachten ist aber, dass dieser Artikel von 1996 stammt und wohl mittlerweile durch die vergrößerte Speicherdichte heutzutage nicht mehr allgemein gültig ist. Es stellt sich sogar die Frage, ob einfaches Überschreiben durch Nullen nicht sogar eine ausreichende Sicherheit beim Überschreiben verspricht.)
Um das zu erreichen, genügt bei einer gängigen Linuxdistribution der dd Befehl. Damit kann man sehr einfach Daten auf die Festplatte schreiben. Die gängige Empfehlung ist dabei, dd if=/dev/urandom of=/dev/sda bs=1M auszuführen. Damit liest man aus dem Pseudo-Zufallspool des Systems und schreibt die Daten als 1 MB große Blöche auf das Gerät /dev/sda. Das ist grundsätzlich auch ok, das einzige Problem, was man dabei hat ist, dass der Zufallspool normalerweise nicht sehr gut gefüllt ist und nur relativ langsam gelesen werden kann.
Bei heutigen Festplattengenerationen mit mehreren hundert Gigabyte Speicher, kann da schon einmal ein Nacht für das Überschreiben drauf gehen (oder vielleicht sogar mehr, ich habe das noch nicht so genau getestet).
Schneller und äquivalent sicher ist es dagegen, die Festplatte mit Nullen zu beschreiben, die danach verschlüsselt werden. Dazu kann man cryptsetup verwenden, was mittlerweile wohl bei allen modernen Linux Distributionen dabei sein sollte:
Hier legt man eine logische Blockschicht über dem Gerät /dev/sda an, dass mit einem Zufallsschlüssel, der aus dem Zufallspool /dev/random kommt, verschlüsselt wird. Alles was auf dem neuen Blockschicht /dev/mapper/sda geschrieben wird, wird intern verschlüsselt auf das eigentliche Gerät /dev/sda geschrieben. Der Schlüssel ist eigentlich egal, er wird im Prinzip nur genutzt, um ein zufälliges Bitmuster aus den Nullen zu generieren und zu schreiben.
Damit braucht das System nicht auf den langsamen Zufalls-Entropiepool zu warten (es muß nämlich von dort nur zur Erstellung des Schlüssels einmalig 256bit lesen), sondern kann sehr schnell lesen die Nullen lesen. Durch die Verschlüsselung verlangsamt sich die Schreibgeschwindigkeit zwar, ist aber dennoch größer als bei der vorherigen Methode. In Zeiten immer schnellerer CPUs (zumindest in Desktop System) fällt der Geschwindigkeitsverlust wahrscheinlich immer geringer aus und wer von Anfang an ein verschlüsseltes Gesamtsystem verwendet, der wird gar keine Geschwindigkeitseinbußen bemerken.
Getestet habe ich das Ganze auch mal mit einer leeren 10GB Partition:
Wie man sieht, habe ich hier eine durchschnittliche Schreibgeschwindigkeit von 5,9MB/s mittels der traditionellen Methode erhalten. Durch das Verschlüsseln, konnte die Schreibgeschwindigkeit fast verneunfacht werden. Noch drastischer sind die absoluten Zeiten: fast 30 Minuten anstelle von 3,5 Minuten.
Das ist natürlich kein Benchmark, sondern soll nur zeigen, welch drastischen Unterschiede zwischen den Methoden existieren. Spielen kann man eventuell noch mit dem Blocksize Parameter, der in diesem Beispiel auf 1 Megabyte gesetzt war. Es ist nicht auszuschließen, dass es mit einem anderen Verschlüsselungsalgorithmus (hier aes-xts-plain) sogar noch schneller geht. (einfahcer Benchmark verschiedener Verschlüsselungsalgorithmen und noch ein Benchmark, ausführlicher)
Disclaimer: Unbedingt zweimal prüfen, auf welches Gerät man schreibt, bevor man sich sein System zerschießt. Dieses Gerät sollte auch nicht anderweitig parallel verwendet werden, sonst besteht die Gefahr, dass noch etwaige Daten nicht überschrieben werden konnten, weil sie noch geöffnet waren.
Denn man möchte vermutlich weder, dass irgendwelche geschäftlichen Daten Fremden in die Hände kommen, noch wird man scharf drauf sein, die privaten Bilder von Tante Erna aus ihrem Urlaub in Hinterzupfingen anderen Menschen zu präsentieren.
Dabei geht es nicht um sensible private Daten wie Lebensläufe, Bankdaten, Kontoauszüge oder wichtige geschäftliche Daten, nein vielmehr geht es um alle vorhandenen Daten, bzw. auch vermeintlich schon gelöschte Daten. Gelöscht heißt nämlich, dass das Betriebssystem nur den Verweis auf die Daten löscht bzw. den Bereich intern als leer markiert, so dass dort neue Daten gespeichert werden können.
Diese Daten sind nicht umsonst privater Natur und genau das sollen sie auch bleiben. Das heißt nicht, dass man etwas zu verstecken hat, denn schließlich laufen wir ja auch alle nicht grundlos mit Kleidung rum.
Nach gängiger Meinung genügt zum sicheren Löschen das Überschreiben der kompletten Festplatte mit einem Zufallsmuster. Gerüchte, wonach selbst überschriebene Daten aus "Restmagnetspuren" der Spurränder von Festplatten wiederhergestellt werden konnten, gehören wohl ins Reich der Verschwörungstheorien und scheinen nur Spekulationen zu sein. (Update: Ein entsprechender Artikel von Peter Gutmann, beschreibt daher eine Methodik zum sicheren Löschen von Daten durch mehrmaliges Überschreiben mit unterschiedlichen Bitmustern. Zu beachten ist aber, dass dieser Artikel von 1996 stammt und wohl mittlerweile durch die vergrößerte Speicherdichte heutzutage nicht mehr allgemein gültig ist. Es stellt sich sogar die Frage, ob einfaches Überschreiben durch Nullen nicht sogar eine ausreichende Sicherheit beim Überschreiben verspricht.)
Um das zu erreichen, genügt bei einer gängigen Linuxdistribution der dd Befehl. Damit kann man sehr einfach Daten auf die Festplatte schreiben. Die gängige Empfehlung ist dabei, dd if=/dev/urandom of=/dev/sda bs=1M auszuführen. Damit liest man aus dem Pseudo-Zufallspool des Systems und schreibt die Daten als 1 MB große Blöche auf das Gerät /dev/sda. Das ist grundsätzlich auch ok, das einzige Problem, was man dabei hat ist, dass der Zufallspool normalerweise nicht sehr gut gefüllt ist und nur relativ langsam gelesen werden kann.
Bei heutigen Festplattengenerationen mit mehreren hundert Gigabyte Speicher, kann da schon einmal ein Nacht für das Überschreiben drauf gehen (oder vielleicht sogar mehr, ich habe das noch nicht so genau getestet).
Schneller und äquivalent sicher ist es dagegen, die Festplatte mit Nullen zu beschreiben, die danach verschlüsselt werden. Dazu kann man cryptsetup verwenden, was mittlerweile wohl bei allen modernen Linux Distributionen dabei sein sollte:
CODE:
# cryptsetup -d /dev/random -c aes-xts-plain create sda /dev/sda
# dd if=/dev/zero of=/dev/mapper/sda bs=1M
# cryptsetup remove sda
# dd if=/dev/zero of=/dev/mapper/sda bs=1M
# cryptsetup remove sda
Hier legt man eine logische Blockschicht über dem Gerät /dev/sda an, dass mit einem Zufallsschlüssel, der aus dem Zufallspool /dev/random kommt, verschlüsselt wird. Alles was auf dem neuen Blockschicht /dev/mapper/sda geschrieben wird, wird intern verschlüsselt auf das eigentliche Gerät /dev/sda geschrieben. Der Schlüssel ist eigentlich egal, er wird im Prinzip nur genutzt, um ein zufälliges Bitmuster aus den Nullen zu generieren und zu schreiben.
Damit braucht das System nicht auf den langsamen Zufalls-Entropiepool zu warten (es muß nämlich von dort nur zur Erstellung des Schlüssels einmalig 256bit lesen), sondern kann sehr schnell lesen die Nullen lesen. Durch die Verschlüsselung verlangsamt sich die Schreibgeschwindigkeit zwar, ist aber dennoch größer als bei der vorherigen Methode. In Zeiten immer schnellerer CPUs (zumindest in Desktop System) fällt der Geschwindigkeitsverlust wahrscheinlich immer geringer aus und wer von Anfang an ein verschlüsseltes Gesamtsystem verwendet, der wird gar keine Geschwindigkeitseinbußen bemerken.
Getestet habe ich das Ganze auch mal mit einer leeren 10GB Partition:
CODE:
chrisbra@ubuntu:/temp$ dd if=/dev/zero of=big_file bs=10M count=1000
1000+0 Datensätze ein
1000+0 Datensätze aus
10485760000 Bytes (10 GB) kopiert, 228,142 s, 46,0 MB/s
root@ubuntu:/temp# losetup /dev/loop2 big_file
root@ubuntu:/temp# time dd if=/dev/urandom of=/dev/loop2 bs=1M
dd: Schreiben von „/dev/loop2“: No space left on device
10000+1 Datensätze ein
9999+1 Datensätze aus
10485760000 Bytes (10 GB) kopiert, 1786,48 s, 5,9 MB/s
real 29m46.537s
user 0m0.050s
sys 25m36.450s
root@ubuntu:/temp#
root@ubuntu:/temp# cryptsetup -d /dev/random -c aes-xts-plain create loop /dev/loop2
root@ubuntu:/temp# time dd if=/dev/zero of=/dev/mapper/loop bs=1M
dd: Schreiben von „/dev/mapper/loop“: No space left on device
10001+0 Datensätze ein
10000+0 Datensätze aus
10485760000 Bytes (10 GB) kopiert, 205,879 s, 50,9 MB/s
real 3m25.885s
user 0m0.000s
sys 0m12.290s
1000+0 Datensätze ein
1000+0 Datensätze aus
10485760000 Bytes (10 GB) kopiert, 228,142 s, 46,0 MB/s
root@ubuntu:/temp# losetup /dev/loop2 big_file
root@ubuntu:/temp# time dd if=/dev/urandom of=/dev/loop2 bs=1M
dd: Schreiben von „/dev/loop2“: No space left on device
10000+1 Datensätze ein
9999+1 Datensätze aus
10485760000 Bytes (10 GB) kopiert, 1786,48 s, 5,9 MB/s
real 29m46.537s
user 0m0.050s
sys 25m36.450s
root@ubuntu:/temp#
root@ubuntu:/temp# cryptsetup -d /dev/random -c aes-xts-plain create loop /dev/loop2
root@ubuntu:/temp# time dd if=/dev/zero of=/dev/mapper/loop bs=1M
dd: Schreiben von „/dev/mapper/loop“: No space left on device
10001+0 Datensätze ein
10000+0 Datensätze aus
10485760000 Bytes (10 GB) kopiert, 205,879 s, 50,9 MB/s
real 3m25.885s
user 0m0.000s
sys 0m12.290s
Wie man sieht, habe ich hier eine durchschnittliche Schreibgeschwindigkeit von 5,9MB/s mittels der traditionellen Methode erhalten. Durch das Verschlüsseln, konnte die Schreibgeschwindigkeit fast verneunfacht werden. Noch drastischer sind die absoluten Zeiten: fast 30 Minuten anstelle von 3,5 Minuten.
Das ist natürlich kein Benchmark, sondern soll nur zeigen, welch drastischen Unterschiede zwischen den Methoden existieren. Spielen kann man eventuell noch mit dem Blocksize Parameter, der in diesem Beispiel auf 1 Megabyte gesetzt war. Es ist nicht auszuschließen, dass es mit einem anderen Verschlüsselungsalgorithmus (hier aes-xts-plain) sogar noch schneller geht. (einfahcer Benchmark verschiedener Verschlüsselungsalgorithmen und noch ein Benchmark, ausführlicher)
Disclaimer: Unbedingt zweimal prüfen, auf welches Gerät man schreibt, bevor man sich sein System zerschießt. Dieses Gerät sollte auch nicht anderweitig parallel verwendet werden, sonst besteht die Gefahr, dass noch etwaige Daten nicht überschrieben werden konnten, weil sie noch geöffnet waren.
Schönes neues Jahr...
Ich bin gerade echt gefrustet. 2 Tage ist das neue Arbeitsjahr jetzt alt und ich habe schon wieder genug Frust für den Rest des Jahres. Da ist man 8 Stunden pro Tag bei einem Kunden vor Ort, aber muß dann natürlich immer gleich ganz dringend seiner eigenen Firma irgend welche dämlichen Zahlen erklären. Das schlimmste dabei ist, dass man nicht mal weiß, wo die ihre Zahlen herbekommen oder wie die definiert sind. Aber man muß natürlich gleich unbedingt sofort antworten und die Zahlen erklären. Dann antwortet man und hört nie wieder was. Keine "Danke, das erklärt es." oder "Ja das muß geändert werden" oder irgendwas. Und spätestens 2 Monate später fängt der ganze Spaß von vorne an. Alles so unpersönlich und unfreundlich. Ich könnte echt dem Laden alles vor die Füße werfen.
Monday, 11. January 2010
bash, Version 4
Mal Manpage überflogen und etwas gegoogled.
Interessante neue Features, aber mir kommt es so vor, dass sich die bash in Richtung zsh entwickelt (auch was die Leserlichkeit angeht). Feature-bloat, ick hör dir trapsen...
Ach und wo wir gerade bei bash sind, ich liebe es, wie einem die Regulären Ausdrücke à la =~ (aus Version 3.1) einem jetzt auf die Füsse fallen (man lese dazu die Änderungen
Interessante neue Features, aber mir kommt es so vor, dass sich die bash in Richtung zsh entwickelt (auch was die Leserlichkeit angeht). Feature-bloat, ick hör dir trapsen...
Ach und wo wir gerade bei bash sind, ich liebe es, wie einem die Regulären Ausdrücke à la =~ (aus Version 3.1) einem jetzt auf die Füsse fallen (man lese dazu die Änderungen
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Tuesday, 5. January 2010
so viel Schnee
Unglaublich. Wegen der aktuellen Witterungslage, gibt es kein Streusalz mehr. In ganz Thale ist das ausverkauft. Und selbst wenn eine einzelne Palette geliefert wird, ist die Ware innerhalb kürzester Zeit wieder verkauft. Angeblich ist selbst normales Speisesalz knapp, weil die Leute mittlerweile das kaufen und zum Streuen benutzen.
Ich habe leider auch noch kein Streusalz erhalten....
Ich habe leider auch noch kein Streusalz erhalten....
Friday, 1. January 2010
Frohes Neues!
Neues Jahr, neues Glück! Möge das Jahr besser werden als das vergangene Jahr.
Hier noch ein paar Bilder vom Winter aus Thale. Ich habe lange nicht mehr so viel Schnee geräumt...



Hier noch ein paar Bilder vom Winter aus Thale. Ich habe lange nicht mehr so viel Schnee geräumt...
Wednesday, 23. December 2009
Kundenservice bei der Bahn
Die letzten Verspätungen meiner Dienstreisen betrugen > 60 Minuten. So konnte ich mal wieder austesten, wie gut der Kundenservice bei der Bahn ist.
Für eine Fahrt (hin und zurück) habe ich gut 70 Euro bezahlt (abzüglich Platzreservierung), d.h. einfache Fahrt ca: 35 Euro wert. Für die Verspätung von sagenhaften 67 Minuten hat man mir jetzt 8 Euro und ein paar Cents gut geschrieben.
Das ist ja an sich schon so lächerlich, dass man sich das gut und gerne sparen kann. Hinzu kommt aber leider immer das ganze Gerenne, bis man die Bestätigung erhalten hat, dass man überhaupt anspruchsberechtigt ist. Immer schön am Serviceschalter anstellen und dann noch mit dem Servicepersonal diskutieren. Und dann muß man so ein dämliches Formular ausfüllen und der Bahn zuschicken.
Also wenn ihr mich fragt, lohnt ja alleine das Porto nicht den Betrag, der mir gutgeschrieben wird. Hinzu kommt noch der Ärger wegen der Verspätung: man steht frierend auf einem kalten zugigen Bahnhof, kann seine Termine streichen und bekommt überhaupt schlechte Laune wegen der Kälte, des überfüllten Zuges und der Verspätung).
Und dann war da letztens noch der Fall, dass einfach ein Wagen 1. Klasse gefehlt hat. Ich hätte wohl eine Gutschrift für meine Platzreservierung bekommen (€ 1.50, wovon ich wohl wieder €0.55 Porto hätte zahlen müssen). Und von dem Aufschlag für 1. Klasse reden wir lieber gar nicht. Ich vermute, diese Kosten würde ich nur mit viel Diskutieren wieder bekommen (oder eher gar nicht). Und das Servicepersonal war an diesem Tag auch total überfordert.
Warum muß dass alles eigentlich so kompliziert sein? Das Servicepersonal hat doch früher auch unkompliziert die Gutscheine bereits im Zug verteilt? Oder warum kann die Gutschrift nicht gleich elektronisch geschehen? Zur Validierung der Online-Tickets, müßten ja eh alle Daten auf den elektronischen Geräten zur Verfügung stehen.
Mann, mann, mann es ändert sich einfach nichts bei der Bahn. Jedesmal ärgert man sich wieder. Und überhaupt könnte ich jetzt wieder anfangen, warum die Züge wieder ausfallen (Der Winter kommt ja alle Jahre wieder so überraschend!) oder ICE 1 durch simple ICs ersetzt werden, weil nicht genügend alte ICEs 1 zur Verfügung stehen. WTF?
Für eine Fahrt (hin und zurück) habe ich gut 70 Euro bezahlt (abzüglich Platzreservierung), d.h. einfache Fahrt ca: 35 Euro wert. Für die Verspätung von sagenhaften 67 Minuten hat man mir jetzt 8 Euro und ein paar Cents gut geschrieben.
Das ist ja an sich schon so lächerlich, dass man sich das gut und gerne sparen kann. Hinzu kommt aber leider immer das ganze Gerenne, bis man die Bestätigung erhalten hat, dass man überhaupt anspruchsberechtigt ist. Immer schön am Serviceschalter anstellen und dann noch mit dem Servicepersonal diskutieren. Und dann muß man so ein dämliches Formular ausfüllen und der Bahn zuschicken.
Also wenn ihr mich fragt, lohnt ja alleine das Porto nicht den Betrag, der mir gutgeschrieben wird. Hinzu kommt noch der Ärger wegen der Verspätung: man steht frierend auf einem kalten zugigen Bahnhof, kann seine Termine streichen und bekommt überhaupt schlechte Laune wegen der Kälte, des überfüllten Zuges und der Verspätung).
Und dann war da letztens noch der Fall, dass einfach ein Wagen 1. Klasse gefehlt hat. Ich hätte wohl eine Gutschrift für meine Platzreservierung bekommen (€ 1.50, wovon ich wohl wieder €0.55 Porto hätte zahlen müssen). Und von dem Aufschlag für 1. Klasse reden wir lieber gar nicht. Ich vermute, diese Kosten würde ich nur mit viel Diskutieren wieder bekommen (oder eher gar nicht). Und das Servicepersonal war an diesem Tag auch total überfordert.
Warum muß dass alles eigentlich so kompliziert sein? Das Servicepersonal hat doch früher auch unkompliziert die Gutscheine bereits im Zug verteilt? Oder warum kann die Gutschrift nicht gleich elektronisch geschehen? Zur Validierung der Online-Tickets, müßten ja eh alle Daten auf den elektronischen Geräten zur Verfügung stehen.
Mann, mann, mann es ändert sich einfach nichts bei der Bahn. Jedesmal ärgert man sich wieder. Und überhaupt könnte ich jetzt wieder anfangen, warum die Züge wieder ausfallen (Der Winter kommt ja alle Jahre wieder so überraschend!) oder ICE 1 durch simple ICs ersetzt werden, weil nicht genügend alte ICEs 1 zur Verfügung stehen. WTF?
Thursday, 17. December 2009
Hubertus Knabe: "Die vergessenen Opfer der Mauer"
Hubertus Knabe ist Historiker und Leiter der Gedenkstätte Hohenschönhausen und war von 1992 - 2000 in der Forschungsabteilung des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (Gauck-Behörde) tätig und ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen über die DDR.
In diesem Buch, lässt er verschiedene Zeitzeugen die Erlebnisse ihrer vergeblichen Fluchtversuche und vor allem die unmenschlichen Behandlungen durch die Stasi schildern. Vor allem die Erlebnisse während kurz nach dem Mauerbau in den 60er Jahren sind erschütternd.
Diese Menschen wurden aufgrund ihres Freiheitsdrangs wie Schwerverbrecher behandelt, ihre Familienangehörige erfuhren monatelang nicht was passiert war und hatten so gut wie keine Möglichkeit mit ihnen in Kontakt zu treten und wenn sie es durften, gab es keine Möglichkeit zu erfahren, was wirklich in den Untersuchungsanstalten vor sich ging.
Dabei waren diese Menschen schlimmsten Psyschofolter ausgesetzt, u.a. Isolierhaft, stundenlange Verhöre, wenig Essen, Spitzel der Stasi als Mithäftlinge, und natürlich Lügen und Drohungen der Stasi-Mitarbeiter.
Und um diesen Geschehnissen den Anschein eines Rechtsstaats zu geben, müssen sie ihre verdrehten Aussagen immer schön unterschreiben und mit ihren Anwälten durften sie nicht über ihren Fall reden.
Ich selber war ja noch ein kleines Kind damals, als die Mauer gefallen ist und überhaupt kann man sich das heutzutage überhaupt nicht mehr vorstellen. Gerade weil heutzutage die DDR ja oft verklärt wird, ist es wichtig sich immer vor Augen zu führen, was für ein Unrechtsstaat das war.
Die Erzählungen dieser Menschen sind erschütternd zu lesen und ähneln sich oft. Ich hätte mir gewünscht, die Erzählungen wären ausführlicher. Gerade die versuchten Fluchtversuche kamen teilweise etwas kurz und leider enden alle Geschichten nach der Verurteilung. So erfährt man im Anhang nur kurz was aus diesen Menschen heutzutage geworden ist, aber man erfährt nicht, wie es diesen Menschen im normalen Gefängnis ergangen ist (oder was aus Ihren Fluchthelfern wurde).
Sehr lesenswert ist auch das Vorwort, so erfährt man z.B. dass zwischen 1949 und 1989 4,9 Millionen Deutsche flüchteten. Dass es so viele waren, hat mich schon sehr überrascht. Die DDR hatte 1989 > 16 Millionen Einwohner. Das heißt, dass ein gutes Viertel der Einwohner geflüchtet sind. Wer hätte das gedacht! Das sagt viel über die Lebensverhältnisse im Sozialismus aus.
Prädikat: unbedingt empfehlenswert.
In diesem Buch, lässt er verschiedene Zeitzeugen die Erlebnisse ihrer vergeblichen Fluchtversuche und vor allem die unmenschlichen Behandlungen durch die Stasi schildern. Vor allem die Erlebnisse während kurz nach dem Mauerbau in den 60er Jahren sind erschütternd.
Diese Menschen wurden aufgrund ihres Freiheitsdrangs wie Schwerverbrecher behandelt, ihre Familienangehörige erfuhren monatelang nicht was passiert war und hatten so gut wie keine Möglichkeit mit ihnen in Kontakt zu treten und wenn sie es durften, gab es keine Möglichkeit zu erfahren, was wirklich in den Untersuchungsanstalten vor sich ging.
Dabei waren diese Menschen schlimmsten Psyschofolter ausgesetzt, u.a. Isolierhaft, stundenlange Verhöre, wenig Essen, Spitzel der Stasi als Mithäftlinge, und natürlich Lügen und Drohungen der Stasi-Mitarbeiter.
Und um diesen Geschehnissen den Anschein eines Rechtsstaats zu geben, müssen sie ihre verdrehten Aussagen immer schön unterschreiben und mit ihren Anwälten durften sie nicht über ihren Fall reden.
Ich selber war ja noch ein kleines Kind damals, als die Mauer gefallen ist und überhaupt kann man sich das heutzutage überhaupt nicht mehr vorstellen. Gerade weil heutzutage die DDR ja oft verklärt wird, ist es wichtig sich immer vor Augen zu führen, was für ein Unrechtsstaat das war.
Die Erzählungen dieser Menschen sind erschütternd zu lesen und ähneln sich oft. Ich hätte mir gewünscht, die Erzählungen wären ausführlicher. Gerade die versuchten Fluchtversuche kamen teilweise etwas kurz und leider enden alle Geschichten nach der Verurteilung. So erfährt man im Anhang nur kurz was aus diesen Menschen heutzutage geworden ist, aber man erfährt nicht, wie es diesen Menschen im normalen Gefängnis ergangen ist (oder was aus Ihren Fluchthelfern wurde).
Sehr lesenswert ist auch das Vorwort, so erfährt man z.B. dass zwischen 1949 und 1989 4,9 Millionen Deutsche flüchteten. Dass es so viele waren, hat mich schon sehr überrascht. Die DDR hatte 1989 > 16 Millionen Einwohner. Das heißt, dass ein gutes Viertel der Einwohner geflüchtet sind. Wer hätte das gedacht! Das sagt viel über die Lebensverhältnisse im Sozialismus aus.
Prädikat: unbedingt empfehlenswert.
Bullshit-Bingo zum Jahresende
aus einer Mail (pdf)
FYI (Dr. J.Christus v.Bethlehem)
Status:
Wie Weihnachten letztes Jahr im Internet gezeigt hat, heißt Weihnachten
nicht mehr Weihnachten, sondern X-mas, also muss der Weihnachtsmann
entsprechend auch ab jetzt X-man heißen!
Da X-mas schon vor der Tür steht, ist es spätestens seit November höchste Zeit,
mit der Weihnachtsvorbereitung zu beginnen.
Verzeihung, es ist höchste Zeit, mit dem X-Mas-roll-out zu starten und die
Christmas-Mailings just in time zu forwarden.
Hinweis:
Die Kick-Off-Veranstaltung (früher 1. Advent) für die diesjährige SANCROS
(Santa Claus Road Show) findet bereits am 27. November statt.
Daher wurde das offizielle come-together des Organizing Commitees unter
Vorsitz des CIO (Christmas Illumination Officer) abgehalten.
Erstmals haben wir ein Projekt-Status-Meeting vorgeschaltet, bei dem eine
in Workshops entwickelte to-do-Liste und einheitliche Job Descriptions
erstellt wurden. Dadurch sollen klare Verantwortungsbereiche, eine
powervolle Performance des Kundenevents und optimierte Geschenkallocations
geschaffen werden, was wiederum den Service-Level erhöht
und außerdem hilft, X-mas als Branding global zu implementieren.
Dieses Meeting diente zugleich dazu, mit dem Co-Head des Global
Christmas Markets (früher Knecht Ruprecht) die Prozesse zu optimieren,
die Geschenk-Distribution an die zuständigen private-Schenking-Center
sicherzustellen und die Zielgruppen klar zu definieren.
Erstmals sollen auch sog. Geschenk-Units über das Internet angeboten
werden. Die Service Provider (Engel, Elfen und Rentiere) wurden bereits via
Conference call virtuell informiert und die core-competence vergeben.
Ein Bündel von Incentives und ein separates Team-Building-Event an
geeigneter location sollen den Motivationslevel erhöhen und gleichzeitig
helfen, eine einheitliche corporate culture samt identity zu entwickeln.
Der Vorschlag, jedem Engel einen coach zur Seite zu stellen, wurde aus
Budgetgründen zunächst gecancelled. Stattdessen wurde auf einer
zusätzlichen Client Management Conference beschlossen, in einem
testmarket als Pilotprojekt eine Hotline für kurzfristige Weihnachtswünsche
einzurichten, um den added value für die Beschenkten zu erhöhen.
Durch ein ausgeklügeltes Management Information System (MIST) ist auch
benchmark-orientiertes Controlling für jedes private-Schenking-Center
möglich.
Nachdem ein neues Literaturkonzept und das layout-Format von externen
Consultants (Osterhasen Associates) definiert wurde, konnte auch schon
das diesjährige Goldene Buch (Golden Book Release V2.22.113.1) erstellt
werden.
Es erscheint als Flyer, ergänzt um ein Leaflet und einen Newsletter für das
laufende updating. Hochauflagige lowcost-giveaways dienen zudem als
teaser und flankierende Marketingmaßnahmen.
Ferner wurde durch intensives brainstorming ein Konsens über das Mission
Statement gefunden. Es lautet:
"Let's keep the candles burning" und ersetzt das bisherige "Frohe Weihnachten".
X-man hatte zwar anfangs Bedenken angesichts des corporate redesigns.
Er akzeptierte aber letztlich den progressiven Consulting- Ansatz, auch im
Hinblick auf das Sharholder-value, und würdigte das Know-how seiner
Investor-Relation-Manager.
In diesem Sinne: Schönen Advent
QUOTE:
FYI (Dr. J.Christus v.Bethlehem)
Status:
Wie Weihnachten letztes Jahr im Internet gezeigt hat, heißt Weihnachten
nicht mehr Weihnachten, sondern X-mas, also muss der Weihnachtsmann
entsprechend auch ab jetzt X-man heißen!
Da X-mas schon vor der Tür steht, ist es spätestens seit November höchste Zeit,
mit der Weihnachtsvorbereitung zu beginnen.
Verzeihung, es ist höchste Zeit, mit dem X-Mas-roll-out zu starten und die
Christmas-Mailings just in time zu forwarden.
Hinweis:
Die Kick-Off-Veranstaltung (früher 1. Advent) für die diesjährige SANCROS
(Santa Claus Road Show) findet bereits am 27. November statt.
Daher wurde das offizielle come-together des Organizing Commitees unter
Vorsitz des CIO (Christmas Illumination Officer) abgehalten.
Erstmals haben wir ein Projekt-Status-Meeting vorgeschaltet, bei dem eine
in Workshops entwickelte to-do-Liste und einheitliche Job Descriptions
erstellt wurden. Dadurch sollen klare Verantwortungsbereiche, eine
powervolle Performance des Kundenevents und optimierte Geschenkallocations
geschaffen werden, was wiederum den Service-Level erhöht
und außerdem hilft, X-mas als Branding global zu implementieren.
Dieses Meeting diente zugleich dazu, mit dem Co-Head des Global
Christmas Markets (früher Knecht Ruprecht) die Prozesse zu optimieren,
die Geschenk-Distribution an die zuständigen private-Schenking-Center
sicherzustellen und die Zielgruppen klar zu definieren.
Erstmals sollen auch sog. Geschenk-Units über das Internet angeboten
werden. Die Service Provider (Engel, Elfen und Rentiere) wurden bereits via
Conference call virtuell informiert und die core-competence vergeben.
Ein Bündel von Incentives und ein separates Team-Building-Event an
geeigneter location sollen den Motivationslevel erhöhen und gleichzeitig
helfen, eine einheitliche corporate culture samt identity zu entwickeln.
Der Vorschlag, jedem Engel einen coach zur Seite zu stellen, wurde aus
Budgetgründen zunächst gecancelled. Stattdessen wurde auf einer
zusätzlichen Client Management Conference beschlossen, in einem
testmarket als Pilotprojekt eine Hotline für kurzfristige Weihnachtswünsche
einzurichten, um den added value für die Beschenkten zu erhöhen.
Durch ein ausgeklügeltes Management Information System (MIST) ist auch
benchmark-orientiertes Controlling für jedes private-Schenking-Center
möglich.
Nachdem ein neues Literaturkonzept und das layout-Format von externen
Consultants (Osterhasen Associates) definiert wurde, konnte auch schon
das diesjährige Goldene Buch (Golden Book Release V2.22.113.1) erstellt
werden.
Es erscheint als Flyer, ergänzt um ein Leaflet und einen Newsletter für das
laufende updating. Hochauflagige lowcost-giveaways dienen zudem als
teaser und flankierende Marketingmaßnahmen.
Ferner wurde durch intensives brainstorming ein Konsens über das Mission
Statement gefunden. Es lautet:
"Let's keep the candles burning" und ersetzt das bisherige "Frohe Weihnachten".
X-man hatte zwar anfangs Bedenken angesichts des corporate redesigns.
Er akzeptierte aber letztlich den progressiven Consulting- Ansatz, auch im
Hinblick auf das Sharholder-value, und würdigte das Know-how seiner
Investor-Relation-Manager.
In diesem Sinne: Schönen Advent
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