Thursday, 31. July 2008
Uzondinma Iweala: "Du sollst Bestie sein!"
Uzondinma Iweala: "Du sollst Bestie sein!" ist ein schockierendes Buch über die Kindersoldaten. Es beschreibt darin fiktiv die Geschichte des kleinen Jungen Abu und wie er - in der Absicht vor dem plötzlich hereinbrechenden Krieg zu fliehen - selber zu einem Kindersoldaten gemacht wird. Man erlebt mit, wie er das erste Mal selber einen Menschen tötet (dabei muß ihm noch der Kommandant die Hand führen); wie er später vom Blutrausch beseelt Männer, Frauen und selbst Kinder hinmetzelt; wie er von seinem Kommandanten mißbraucht wird und wie er hin- und hergerissen von seinen Gefühlen nicht weiß, wie er handeln soll.
Der Autor verliert sich nicht in brutalen blutigen Einzelheiten, jedoch erzählt aus der Geschichte des 9 jährigen Jungen in einer kindlichen Sprache, verbreitet sich das Gefühlt der Hilflosigkeit und des Entsetzens ob der Taten, die der kleine Junge so früh schon erleben muß. Man fühlt mit ihm mit, wenn er wünscht, der Krieg wäre vorüber oder er einfach aufhören könnte. Dennoch gehorcht er den skrupellosen Befehlen seines Kommandanten sieht Tote, erleidet Hunger und erlebt auch sonst allerlei furchtbare Ereignisse.
Man fühlt mit diesem Jungen mit, wie er in seiner Hilflosigkeit die grausamen Taten zu beschreiben auf comikhafte Ausdrücke zurückgreift. Da macht es Kawudd und Katschakk und man ahnt dabei, dass etwas schlimmes passiert sein muß, was der Junge nicht anders beschreiben kann. Unfassbar wie aus einem kleinen, intelligenten und gottesfürchtigen Jungen solch ein Teufel werden kann, der dennoch geplagt von seinem Gewissen nicht in der Lage ist, sich aus seiner Lage zu befreien.
Mann kann es kaum glauben, dass der Autor selber nie die Leiden des Kriegs erfahren hat und trotzdem in der Lage ist, solch ein schockierend verstörendes Bild der Kindersoldaten zeichnen kann.
Das Thema - welches wir zu oft nicht wahrnehmen - wird mich sicherlich noch länger beschäftigen.
Tuesday, 29. July 2008
Don DeLillo's Unterwelt
Don Delillo's Unterwelt ist ein Bestseller und eines der besten Werke zeitgenössischer Literatur (zumindest in den USA). Nebenbei bemerkt, war dieses Werk 1998 für den Pulitzer-Preis nominiert. Außerdem ist es ein Wälzer von knapp 1000 Seiten Ausmaß.
Das Werk behandelt grob gesagt den amerikanischen Way of Life zwischen den 50ern und den 90ern. Dabei zieht es lose Handlungsstränge der verschiedenen Charaktere, die alle irgendwie miteinander in Verbindung stehen. Dabei wird die Storyline auch um prominente Personen wie u.a. J. Edgar Hoover, Frank Sinatra, Lenny Bruce und Jackie Gleason gesponnen.
Als Rahmen und Aufhänger der ganzen Handlung dient das legendäre Baseballspiel der New Yorker (Brooklyn) Dodgers (mittlerweile L.A. Dodgers) und den New Yorker Giants (mittlerweile San Francisco), das mit dem Shot heard 'round the World endete und den Giants im letzten Playoff Spiel doch noch die Meisterschaft in der National League sicherte.
Ausschweifend wird im Prolog diese Episode erzählt und man sollte schon ein gewisses Interesse an Baseball mitbringen, denn sonst gerät der Anfang schon etwas träge. Im weiteren Verlauf des Romans wird noch 3 Mal zu diesem Handlungsstrang gesprungen, der insgesamt ca: 24 Stunden umfasst und davon handelt, wie dieser Baseball des letzten und siegbringenden HomeRuns von einem Jungen als Trophäe erobert wird und wie er im weiteren Verlauf diesen Ball wieder verliert.
Dieser Ball zieht sich von nun als als eine Art Roter Faden durch die Geschichte. Interessanterweise werden alle anderen Episoden - chronologisch betrachtet - rückwärts erzählt. D.h. das Buch beginnt in den Neunziger, danach folgt ein Kapitel über die 80er Jahre, danach ein Kapitel über die 70er Jahre und zwischendrin immer mal wieder ein Sprung zur Storyline vom Baseballspiel 1951.
Die ganze Zeit erwartet man, dass sich eine Verbindung zwischen diesem Baseballspiel und den restlichen Episoden ergibt. Diese Verbindung wird aber nicht hergestellt (und in Form des Charakters Marvin Lundy, der ein verrückter Baseball Fan ist dargestellt. Denn dieser versucht vergeblich, die Geschichte des Balls zurückzuverfolgen und eine Verbindung zu dem Spiel herzustellen).
In weiteren Episoden wird dem Leser das Alltagsleben während der unterschiedlichen Zeiten dargestellt. Dabei werden u.a. die Zeit des Kalten Krieges, die Kuba-Krise, die Kennedy Ermordung oder die Alltagssituationen verschiedener Gesellschaftsteile skizziert.
Geprägt sind die Episoden von den wiederkehrenden Motiven des Mülls und der Vater-Sohn Beziehung. Diese ziehen sich ebenso wie der Baseball in weiten Bögen durch das gesamte Werk.
Letztendlich ist dieser Roman mir leider etwas zu ausschweifend. Auf dem Buchrücken steht:
QUOTE:
In großen Bögen erzählt Don DeLillo 50 Jahre amerikanischer Nachkriegsgeschichte ....
Und diese großen Bögen sind durchaus wörtlich zu nehmen. Ich mußte mich teilweise durch einige Episoden durchkämpfen (zumindest im Mittelteil). Dennoch ist der Stil dieses Werks sicherlich bemerkenswert, die Handlung erstaunlich (sowohl was die Erzählweise angeht, als auch die eigentliche Handlung) und der Sprachstil sehr interessant.
Monday, 28. July 2008
fbi
He cool, ein Imageviewer für den Framebuffer.
Die Bedienung ist schlicht aber praktisch, inklusive einem Hilfemenü.
Noch ein Grund weniger, einen X-Server zu starten
Die Bedienung ist schlicht aber praktisch, inklusive einem Hilfemenü.
Noch ein Grund weniger, einen X-Server zu starten
Wednesday, 23. July 2008
Die Magie des Webs
Ich glaube, ich habe lange nichts so emotionales im Web gesehen wie Phillip Toledanos Days with my Father.
Ich kann nicht mehr dazu schreiben, mir fehlen schlicht die Worte.
Tipp: Kleine Pause machen, in Ruhe betrachten und auf sich wirken lassen.
via netplanet
Ich kann nicht mehr dazu schreiben, mir fehlen schlicht die Worte.
Tipp: Kleine Pause machen, in Ruhe betrachten und auf sich wirken lassen.
via netplanet
Defibrillator bei Plus im Sonderangebot
Bei plus gibt es jetzt einen Defibrillator im Sonderangebot.
Geht es nur mir so, oder findet das andere auch seltsam? Ach hier, der Wikipedia Artikel hat auch einen netten Absatz zur rechtlichen Situation:
Defibrillatoren, auch die automatisierten, gehören zu Medizinprodukten. Das Medizinproduktegesetz schreibt für den Einsatz solcher Geräte in der Öffentlichkeit vor, dass sie nur nach Einweisung durch den Hersteller oder eine von ihm ermächtigte Person (Medizinprodukteberater) von geschultem Personal zum Einsatz gebracht werden dürfen. Der Einsatz von Geräten, auch der automatisierten Defibrillatoren, ohne vorherige Einweisung durch den Hersteller ist damit nach der gegenwärtigen Rechtslage gesetzeswidrig.
[...]
Hat sich ein Helfer oder eine private Person jedoch eine AED-Einweisung eingeholt, ist diese etwa 2 Jahre ab Ausstelldatum gültig, bis sie aufgefrischt werden sollte.
Ob diese Einweisung bei dem günstigen Schnäppchenpreis wohl auch dabei ist?
Das Lawblog findet das auch seltsam.
Und nächste Woche gibt es dann dann den Herzschrittmacher zum selber implantieren...
Geht es nur mir so, oder findet das andere auch seltsam? Ach hier, der Wikipedia Artikel hat auch einen netten Absatz zur rechtlichen Situation:
QUOTE:
Defibrillatoren, auch die automatisierten, gehören zu Medizinprodukten. Das Medizinproduktegesetz schreibt für den Einsatz solcher Geräte in der Öffentlichkeit vor, dass sie nur nach Einweisung durch den Hersteller oder eine von ihm ermächtigte Person (Medizinprodukteberater) von geschultem Personal zum Einsatz gebracht werden dürfen. Der Einsatz von Geräten, auch der automatisierten Defibrillatoren, ohne vorherige Einweisung durch den Hersteller ist damit nach der gegenwärtigen Rechtslage gesetzeswidrig.
[...]
Hat sich ein Helfer oder eine private Person jedoch eine AED-Einweisung eingeholt, ist diese etwa 2 Jahre ab Ausstelldatum gültig, bis sie aufgefrischt werden sollte.
Ob diese Einweisung bei dem günstigen Schnäppchenpreis wohl auch dabei ist?
Das Lawblog findet das auch seltsam.
Und nächste Woche gibt es dann dann den Herzschrittmacher zum selber implantieren...
Xing nervt
Mittlerweile nervt Xing doch so ziemlich. Mal sehen, vielleicht melde ich mich wieder ab.
Web 2.0, pah.
Web 2.0, pah.
Tuesday, 22. July 2008
youtube2audio
Hin und wieder gibt es bestimmte Songs, die ich ganz gerne so nebenbei höre, aber mir nie die Idee käme, mir die CD zu kaufen. Typischer Anwendungsfall von Radio, schätze ich. Da man im Radio aber leider nie die Lieder hört, die man gerade hören möchte, habe ich immer "youtube gehört".
Nun hab ich mir das folgende Script youtube2audio geschrieben, dass mir von einem Youtube link immer gleich eine Audio-Datei generiert.
Im wesentlichen ist das ein Wrapper-Script um youtube-dl (Herunterladen der Clips), mplayer (erstellen eines Audiodumps aus dem Video, lame bzw. oggvorbis (encodieren zu ogg oder mp3) und id3v2 bzw. vorbiscomment. Dabei kann man dennoch immer genau alle Optionen für jedes dieser Programm ganz genau spezifizieren und behält so die volle Kontrolle.
Aufruf:
youtube2audio.sh Youtube-URL
Und dann findet man im aktuellen Verzeichnis eine audio_<datum>.mp3
Möchte man lieber eine ogg Datei? Kein Problem:
youtube2audio.sh -ogg Youtube-URL
Keine Lust interaktiv zu taggen? Füge die Batch Option hinzu:
youtube2audio.sh -b Youtube-URL
Lieber eine Wav-Datei? --wav
Taggen per Kommandozeile:
youtube2audio.sh --title "Titel" --artist "Interpret" --year 2008 --album "Album" --ogg -b Youtube-URL
Eine Kurzhilfe findet man mit --help
Hoffe es ist noch jemanden nützlich.
[update:] Beispiele korrigiert.
Nun hab ich mir das folgende Script youtube2audio geschrieben, dass mir von einem Youtube link immer gleich eine Audio-Datei generiert.
Im wesentlichen ist das ein Wrapper-Script um youtube-dl (Herunterladen der Clips), mplayer (erstellen eines Audiodumps aus dem Video, lame bzw. oggvorbis (encodieren zu ogg oder mp3) und id3v2 bzw. vorbiscomment. Dabei kann man dennoch immer genau alle Optionen für jedes dieser Programm ganz genau spezifizieren und behält so die volle Kontrolle.
Aufruf:
youtube2audio.sh Youtube-URL
Und dann findet man im aktuellen Verzeichnis eine audio_<datum>.mp3
Möchte man lieber eine ogg Datei? Kein Problem:
youtube2audio.sh -ogg Youtube-URL
Keine Lust interaktiv zu taggen? Füge die Batch Option hinzu:
youtube2audio.sh -b Youtube-URL
Lieber eine Wav-Datei? --wav
Taggen per Kommandozeile:
youtube2audio.sh --title "Titel" --artist "Interpret" --year 2008 --album "Album" --ogg -b Youtube-URL
Eine Kurzhilfe findet man mit --help
Hoffe es ist noch jemanden nützlich.
[update:] Beispiele korrigiert.
Digitalfotos entwickeln
Heise Foto hat einen Vergleichstest von Fotodienstleistern gemacht.
Gut zu wissen, wie sich die Anbieter unterscheiden. Man hat ja gar keinen Durchblick mehr bei der Menge an Anbietern (wobei viele dann auf dieselben Labors setzen).
Außerdem sind diese beiden Links vielleicht interessant, die einen Überblick über die verschiedenen Anbieter geben (inklusive Preisübersicht):
Bilder-Dienste.de
Image-Service.de
Gut zu wissen, wie sich die Anbieter unterscheiden. Man hat ja gar keinen Durchblick mehr bei der Menge an Anbietern (wobei viele dann auf dieselben Labors setzen).
Außerdem sind diese beiden Links vielleicht interessant, die einen Überblick über die verschiedenen Anbieter geben (inklusive Preisübersicht):
Bilder-Dienste.de
Image-Service.de
Monday, 21. July 2008
Der beste Tag meines Lebens
Wir haben uns tatsächlich getraut. Schon am 04.07.2008 und hier die ganze komplette Familie:

Vielen Dank an Robert für die Bilder.

Vielen Dank an Robert für die Bilder.
Thursday, 17. July 2008
Die Open-Source Community
Posted by chrisbra
in opensource
at
20:48
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Sunday, 13. July 2008
MRXVT - Ein Terminal für Anspruchsvolle
Mit der Zeit sind meine Ansprüche an Unix Terminals deutlich gestiegen - und gerade bei näherer Betrachtung lassen viele Terminals einfache Funktionen vermissen oder haben technische Macken die einem Hardcoreterminaluser ganz schön nerven können.
Aus diesem Grund hab ich mich auf die Suche nach "dem Terminal" gemacht - irgendwie ist kein Terminal perfekt, aber MRXVT (ehemals MATERM) kommt meinen Vorstellungen recht nahe.
Continue reading "MRXVT - Ein Terminal für Anspruchsvolle" »
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