Heute früh, kurz vor 5 - gekleidet im Nadelstreifanzug - verabschiede ich mich von meiner Freundin, schlüpfe in meine Schuhe, schnappe meine Taschen und die Arbeitswoche in Frankfurt kann beginnen. Schnell ins Auto, auf zum HBF nach Göttingen, denn der ICE wartet nicht auf mich.
20 Minuten später, ich liege gut in der Zeit, kurz innhalten um die kommende Woche gedanklich durchzugehen:
QUOTE:
"Welche Arbeit muß noch gemacht werden? Was erwartet mich heute? Wie fühle ich mich heute? Hmm, alles bequem, es zwickt und drückt nichts. Verwunderlich mit der Kleidung. Eigentlich so wie immer."
MOMENT MAL:
Es zwickt nichts?
ARGL!
Ich habe die falschen Schuhe angezogen. In meiner Schludrigkeit bin ich nicht in die feinen, zum Anzug passenden Schuhe geschlüpft, nein in meine Lieblings-Turnschuhe, ausgetretene (manche Leute würden sagen schäbige [gell Silke, Mr. Batschner ,-)]) und bequeme Vans. So kann ich nicht in der Bank erscheinen.
Ich beschließe nicht umzudrehen, sondern mich bis Frankfurt lächerlich zu machen und dort gleich ein Paar neue Schuhe zu kaufen. Die Verspätung dort ist allemal geringer, als wenn ich umdrehe.
8:45 Ankunft in Frankfurt. Ich schleppe mich in meinem lächerlichen Outfit und mit Rollkoffer über die Zeil, bemüht unauffällig zu bleiben. So viele Geschäfte, aber alle machen erst zwischen 9:30 Uhr und 10:00 Uhr auf. Egal, da ich schonmal Zeit habe, schlendere ich die Zeil weiter runter. Ich komme zu C&A und welch Wunder, der Laden hat schon auf und sie haben ein recht attraktives Schuh-Angebot.
10 Minuten später trete ich mit meinen neu erworbenen Lederschuhen hinaus in die frische Luft, bereit mich dem neuen Arbeitstag zu stellen.
Der erste Kommentar der Liebsten daheim war übrigens:
QUOTE:
"Du könntest öfters mal was zu Hause vergessen."
Ja ja, lacht Ihr nur...
