Automatisch zum Laufzeitende einer Bahncard bekommt man, so man sie nicht rechtzeitig kündigt, eine neue Bahncard, die ein weiteres Jahr gültig ist. Natürlich erst, nachdem man die entsprechenden Kosten an die Bahn überwiesen hat. Wenn aus "betrieblichen Gründen" die neue Bahncard nicht rechtzeitig zu ihrem Gültigkeitsbeginn eintrifft, weil sie z.B. auf dem Weg aus der Druckerei zur Poststelle zerbrochen wurde, man sie aber eigentlich braucht, so kann man sich, gemäß den Ausführungen der Bahncard Hotline, auf folgende Weise behelfen:
1. Man kauft sich zwei Fahrkarten zum ermäßigten Preis. Das heißt, für die einfache Fahrt von Stuttgart nach Göttingen, die ermäßigt 37,50€ kostet, kauft man zwei mal die gleiche Fahrkarte zu je 37,50€ und bezahle somit den unermäßigten Preis von 75,00€.
2. Im Zug lasse man sich beide Fahrkarten entwerten.
3. Nach Ende der Fahrt reiche man eine seiner beiden Fahrkarte bei der Bahn ein und verlange die Rückerstattung gemäß dem Zwei-Karten-Prinzip.
4. Man bekommt 37,50€ abzüglich der anfallenden Bearbeitungsgebühr von 15,00€ zurückerstattet. Macht also 22,50€, die die Bahn überweisen wird.
5. Man lege gegen die Bearbeitungsgebühr Widerspruch ein. Da man sich ja vorher bei der Bahncard-Hotline gemeldet und den Sachverhalt geschildert habe, ist die Wahrscheinlichkeit außerordentlich groß, daß dem Widerspruch stattgegeben wird. Die restlichen 15,00€ werden anschließend auch überwiesen.
So einfach ist das. Hallo??? Geht es eigentlich noch? Bis zum Punkt 4 lasse ich mir ja alles noch gefallen, aber ab Punkt 5 reicht es dann doch. Da habe ich dann ausnahmsweise doch eine viel bessere Alternative, die auch nur aus zwei Punkten besteht:
1. Ich tanke mein Auto für 50,00€ voll.
2. Ich fahre mit meinem Auto und der besagten Tankfüllung die Strecke Stuttgart - Göttingen hin und zurück. Das mach ich zwar auch nur recht ungern, aber ist im Vergleich zu oben genanntem Prozedere die wesentlich unkompliziertere Alternative.
In spätestens zwei Wochen soll dann endlich meine Bahncard ankommen, nachdem sie neu gedruckt wurde, was anscheinend ebengenau diese zwei Wochen braucht. Naja, verständlich, die Druckmaschinen sind ja schließlich derzeit mit dem Drucken von Aktienpapieren ausgelastet...

Gruß Mirko
Es gibt immer Momente, wo ich mich über dieses Unternehmen aufregen kann, aber im Allgemeinen bevorzuge ich die Bahn deutlich gegenüber dem Auto:
1. In der Bahn kann ich schlafen, lesen, am Laptop arbeiten. Im Auto ist das eine ziemlich dumme Idee.
2. In der Bahn muß ich mich nicht über die auf Deutschlands Autobahnen immer häufiger anzutreffenden Idioten aufregen, die mit ihrem Ingolstädter Nobelkarren offensichtlich irgendetwas kompensieren müssen, und sich deshalb einen Dreck um Höchsgeschwindigkeiten, Sicherheitsabstände und den §1 StVO kümmern.
3. In der Bahn kann man andere Menschen kennenlernen, allein im Auto geht das nicht.
4. In der Bahn muß ich micht nicht auf den Verkehr konzentrieren. Zumindest ich empfinde Autofahren auf Strecken >100km als anstrengend.
5. Wenn man alleine reist (und leider nur dann), sind die Kosten für Bahn und Auto vergleichbar. Die Umweltbelastung durch das Auto ist aber höher.
6. Wäre ich kein Bahnfahrer, würde ich ja fast gar nicht in dieses Blog hier schreiben...
Corporate Bahncard läuft aus Mitte November. Da keine automatische Verlängerung stattfindet, muß eine neue bestellt werden. Die ist bereits bestellt und zur Überbrückung gibt es eine provisorische Bahncard (die aus Papier), die jedoch keine Bahncardnummer enthält (ist ja nur provisorisch).
Gebucht werden Reisen immer über das durch die Company vorgegebene Grosskundenportal (also Onlineticket). Um so ein Ticket nutzen zu können, muß man sich natürlich identifizieren. Dies geschieht entweder über eine Kreditkarte oder über die auf der Bahncard enthaltene Bahncardnummer.
Gleichzeitig laufen alle aktuell vorhandenen Kreditkarten zum 30.11.2006 aus. Die Frage lautet jetzt: Wenn man jetzt eine Reise bucht, die in den Zeitraum zwischen Ende November bis Anfang Dezember reicht, wie identifiziert man sich gegenüber dem Schaffner äh Zugbegleiter im Zug?
Laut Aussage der Bahnhotline, hätte auch eine EC-Karte genügt, doch das hatte man dem Kartenvalidierungs algorithmus im Portal nicht beigebracht.
Ich hab jetzt einfach die Nummer der Kreditkarte angegeben, das Datum wann die ausläuft ignoriere ich jetzt einfach mal (steht auch nicht auf dem Ticket, die Nummer ist ja gleich).