Zugegebenermaßen war der Antrag auf Erziehungsgeld eine Zumutung, die Regelung noch komplexer als das Elterngeld und wir benötigten 4-6 Wochen um alle benötigten Formulare auszufüllen. Aber die Bearbeitung erfolgte trotzdem innerhalb von 4 Wochen (glaube ich), bevor wir einen Bescheid bekamen. Aber was derzeit mit dem Elterngeld geschieht, das toppt das nochmal.
Ca: 5 Wochen nach Justus' Geburt hatten wir den Antrag abgeschickt. Der Eingang wurde auch relativ schnell bestätigt. Gefühlte 4 Wochen später kam dann der erste Brief. Diverse Unterlagen würden fehlen und sollten nachgereicht werden. Unter anderem ein Gehaltsnachweis aus der Zeit, die eigentlich nicht relevant sein sollte, denn zu dieser Zeit befand sich Justus' Mutter bereits in der Erziehungszeit bzw. Mutterschutz. Okay kann ja mal passieren, dass die Mitarbeiter in den Erziehungsgeldstellen selber nicht wissen, was jetzt benötigt wird:
QUOTE:
Kalendermonate, in denen die berechtigte Person vor der Geburt des Kindes
ohne Berücksichtigung einer Verlängerung des Auszahlungszeitraums
nach § 6 Satz 2 Elterngeld für ein älteres Kind bezogen hat, bleiben bei der
Bestimmung der zwölf für die Einkommensermittlung vor der Geburt des Kindes
zugrunde zu legenden Kalendermonate unberücksichtigt.
aus Abschnitt 1, §2, 7 Bundeselterngeldgesetz
Aber der Hammer kam jetzt. Vor 2 Tagen kam die Nachricht, dass weitere Unterlagen fehlen würden. Merken die eigentlich sowas nicht eher? Zunächst wollten sie die Geburt von Friederike (es gibt einen sogenannten Geschwisterbonus) nicht anerkennen, denn sie fanden über Friederike keinerlei Unterlagen. Offensichtlich reichte der Behörde nicht der mitgeschickte Kindergeldbeleg.
Nach einem Anruf klärte sich das ganze und sie fanden das wohl wieder. Aber diesmal war ihnen der Beleg über den Bezug von Kindergeld zu alt. Friederike ist nicht mal 2 Jahre und der Beleg war ein Kontoauszug aus 2006. Ja soll sie bereits ausgezogen sein, oder was?
Kurze Zeit später riefen sie zurück und meinten auf einmal es wären keine Unterlagen mehr nötig und wir würden in Kürze einen Bescheid bekommen.
Unfaßbar. Die sollen eine Dienstleistung für ihre Bürger erbringen. Ich bin auch Dienstleister, aber sowas könnte ich mir nicht erlauben. Und dann immer die Bitte sich möglichst nicht telefonisch zu erkundigen, wann denn der Bescheid kommt, um deren Arbeit nicht zu behindern. Ja wenn wie nicht angerufen hätten, dann hätten sie wohl alles falsch berechnet und wir müssten weiter warten.
