Bei pdftex ist es möglich, optischen Randausgleich einzuschalten. Bei pdftex handelt es sich um ein tex-System, dass es ermöglicht, direkt pdf-Dateien zu erstellen. Es sollte eigentlich in jeder gängigen Tex-Distribution enthalten sein.
Was ist nun optischer Randausgleich?
Beim optischen Randausgleich werden bestimmte Buchstaben und Symbole bewußt etwas weiter in den Rand geschoben. Dies geschieht zum Beispiel bei den Zeichen "
V", "
W", sowie "
-", "
," und "
.". Der Grundgedanke ist dabei, ein optisch ausgeglicheneres Bild zu liefern.
Der Buchstabe V beispielsweise berüht normalerweise nur mit der äußersten Ecke den Rand. Für den Betrachter sieht das dann so aus, als ob diese Zeile eher aufhört. Deshalb werden durch den optischen Randausgleich bewußt Zeichen weiter in den Rand verschoben.
Das Prinzip dahinter ist schon seit dem Mittelalter bekannt und schon in Gutenbergs Bibeldruck genutzt worden. In jüngerer Zeit geriet dieses Merkmal anscheinend etwas in Vergessenheit (kein Wunder, kann Word ja noch nicht mal einen anständigen Blocksatz).
Um ein Dokument mit optischem Randausgleich zu setzen, muss nur das Paket
pdfcprot mit der Option
activate geladen werden. Optional kann, wenn denn ein dvi gewünscht ist, die Option
DVIoutput gesetzt werden. Es genügt also ein Eintrag in der Form:
CODE:
\usepackage[activate,DVIoutput]{pdfcprot}
Das entsprechende Dokument kann dann aber
nur mit pdf(la)tex übersetzt werden!
Zum Schluß noch der notorische Disclaimer:
RTFM oder auch
CODE:
texdoc pdfcprot
Happy TeXing
