Auf meinem Windows System benutze ich eigentlich immer
Cygwin. Nun mag man ja von Windows und Unix halten was man will, aber Fakt ist, dass ich manche Sachen mit der bash viel schneller machen kann als nativ unter Windows. Außerdem bekommt man auch gleich einen Vim dazu ;-)
Jedenfalls bemerkte ich, nachdem ich Cygwin das letzte mal installierte, dass Umlaute nicht korrekt dargestellt werden. Das ist besonders ärgerlich, wenn man viele Dateienamen mit Umlauten besitzt. Das Problem an sich nervt mich auch schon länger, so dass ich sogar darüber nachdachte, Cygwin wieder zu deinstallieren, da meine diesbezüglichen Recherchen leider erfolglos blieben.
Jetzt hab ich per Zufall einen Weg gefunden, Cygwin auf Deutsch einzustellen. Das geht folgendermaßen:
CODE:
tail ~/.inputrc
# Keine Konvertierung von 8bit Zeichen und Anzeige mit Escapezeichen
set convert-meta off
# Eingabe von 8bit Zeichen erlauben
# Synonym zu meta-flag
set input-meta on
# Ausgabe von 8bit Zeichen erlauben
set output-meta on
# Bash-editier Stil auf VI setzen (emacs=default)
set editing-mode vi
"\e[~": paste-from-clipboard
Die Optionen sollten eigentlich selbst erklärend sein. ~/.inputrc wird automatisch von den readline Bibliotheken genutzt, wenn die Umgebungsvariable INPUTRC nicht gesetzt ist.
Das funktionierte schon so einigermaßen, da ich zur Kontrolle immer ls verwendet hatte, stolperte ich über ein "Feature" von ls, das anscheinend nicht auf die readline Bibliotheken zurückgreift. Das hat mich bestimmt 1 Stunde Recherche gekostet. Was hilft ist: alias ls='ls --show-control-chars'. Nett übrigens, dass diese Option nicht in der man page verzeichnet ist.
Damit sollte jetzt das gröbste erstmal eingestellt sein. Wer jetzt noch nicht keine korrekten Umlaute angezeigt kriegt, sollte versuchen, die Umgebungsvariable OUTPUT_CHARSET zu setzen. Für Windows zum Beispiel auf latin1 oder cp1250.
Was mich jetzt noch stört ist der nicht funktionierende €. Wo ich da drehen muß, ist mir noch nicht klar.
Aber vielleicht habe ich auch einfach nur irgendeine Bibliothek nicht (richtig) installiert. Oder irgendwas ist zu alt oder so. Das weiß man ja nie so genau.
Apropos Cygwin: öde schwarze Konsole ist out. Man kann durchaus auch unter Windows Cygwin mit Transparenz nutzen. Cygwin enthält nämlich als Terminal rxvt. Nun ist das gerade keine Anwendung, die einen X-Server voraussetzt, sondern läuft nativ unter Windows.
Wenn man jetzt rxvt noch ordentlich konfiguriert, dann hat man auch Transparenz. Ich starte Cygwin jetzt immer so:
rxvt -sr -bg black -tr -fg white -fn "-*-Courier-medium-r-*-13-*" -e /usr/bin/bash --login -i
Das sieht dann ungefähr so aus:

Send Pix!
Aber es ist für mich nah genug dran. Wenn eh noch andere Fenster (Browser, Office, etc) offen sind, merkt man das sowieso nicht, weil der Hintergrund sowieso verdeckt ist.
PS: Respekt für deine Artikel zu WPA+TTLS. Wenn du das fertig hast, probier ich das vielleicht auch aus :-)
Und wenn ich mir so die Freeradius-Liste ansehe, dann merke ich, das dies nicht nur mir so geht, inkl. vielen Problemen, die entstehen, weil ein bestimmtes Verständnis für die verschiedenen Methoden nicht da ist.
Letzteres zu erarbeiten war das härteste Stück Arbeit an dem ganzen Schrott.
Ich benutze das öfters als Cygwin selbst, weil die cmd-shell viel schneller startet als Cygwin.
Viele Konzepte (z.B. forken oder Signale) funktionieren einfach nicht sauber.
Auf meinem Arbeitsplatz, auf dem man mich als Unix-Admin
aus "strategischen" Gründen zwingt unter WindoofXP zu arbeiten habe ich VMWare liebgewonnen. Mit einem zweiten Monitor betreibe ich so Fullscreen auf einem Monitor einen Linux-Desktop.
Das ganze läuft, wenn man es richtig einrichtet, ziemlich flott - und bringt fast 90% des Feelings einer echten Linux-Workstation.
Da mit den VMware-Tools CUT&PASTE ganz gut funktioniert
(abgesehen davon das die VMWareTools ein mal pro Tag abschmieren und man diese dann neu starten muss) kann man damit ganz gut arbeiten.
Ein ziemlich nette Alternative zum teuren VMware ist COLinux (http://www.colinux.org/). In Verbindung mit einem XServer für Windows (Exceed oder CygwinXFree86)
kann man so auch bequem und performant einen
Linux-Desktop betreiben wobei aber IMHO trotzdem noch Welten zwischen VMWare und Colinux liegen.
ich habe mir bisher mit cgwin /X und dem einloggen auf einem
SuSE-Server beholfen.
Als ich nun VMWare auf dem Arbeitsplatz WindoofXP testete,
sehe ich, daß beim start von X11 im VMware-Linux
der Cygwin X11-Server den kontakt zum Linux-Rechner
verliert.
In der knowledgebase von VMware gibts dazu nix.
Wer weiß Rat ?