Hallo Admins:
So funktioniert imap hier auf 256bit.org:
(man hat mir geflüstert, dass das für einige ganz interessant wäre, gell Andi?)
Saturday, 14. May 2005
imap auf 256bit.org
Standardmäßig habe ich für jeden Benutzer schon imap Accounts angelegt. Nur wem sein Login Name nicht passt, der muß einen neuen Account anlegen. Das macht man folgendermaßen: In der shell tippt man folgendes ein:
cyradm -user cyrus -auth login localhost
Jetzt noch mit dem dokumentierten Passwort authentifizieren. Nun befindet man sich in der Verwaltung vom Cyrus Imap Server. Wer jetzt ein neuen Account haben will, der gibt jetzt das folgende ein:
cm user.'account'
cm steht dabei für create mailbox. Es wird also eine neue Mailbox für den Benutzer account angelegt.
Damit man sich jetzt am Imap Server einloggen kann, muß man den Benutzer in der Sasl-Datenbank bekannt machen. In der Simple Authentication and Security Layer-Datenbank verwaltet Cyrus die Benutzer- und Accountdaten. Wer jetzt denkt, dass es sich dabei um irgendsowas komisches handelt, der irrt, Sasl ist sogar in RFC2222 spezifiziert.
Diese Zuordnung erfolgt, indem man auf der shell
saslpasswd2 -c 'account'
eingibt. Danach wird man nach einem Passwort gefragt, dass man zukünftig verwenden will. Das war's eigentlich schon.
Damit hat man sich jetzt seinen Imap Zugang eingerichtet. Wie kommen die Mails jetzt aber von exim in die Imap-Mailbox? Bisher weiß exim ja noch nichts von seinem Glück und legt die Mails weiter schön in /var/mail/ ab.
Es gibt prinzipiell zwei Möglichkeiten: Falls jemand procmail zur Sortierung und Filterung seiner lokalen Mails nutzt, kann man procmail einfach anweisen, die auszuliefernden Mails an cyrdeliver zu übergeben, dass dann seinerseits die Mails in die entsprechende Imap-Mailbox ablegt. Alternativ besteht die Möglichkeit, Exim mitzuteilen, dass man seine Mails an eine Imap-Mailbox geliefert hätte.
Beider Möglichkeiten haben ihre Vor- und Nachteile. Filterung ist zwar bei der zweiten Variante auch möglich, aber bei weitem nicht mit den Möglichkeit, die einem Procmail im Zusammenspiel mit Formmail bietet. Beispiele für komplexe procmail-Filterung sollten sich mühelos im Web finden, als Einstiegsseite empfiehlt sich natürlich die Website von procmail selber. Der Nachteil der Procmail Variante ist die geringe Performanz, da procmail nicht über den lokalen Unix-Socket zustellen kann, sondern den TCP-Socket nutzen muß. Das macht dann bei vielen Mails schon einen Unterschied. Ein entsprechendes Beispielskript einer .procmailrc im Zusammenspiel mit cyrus befindet sich auf meiner Website. Man beachte, dass immer die erste Zeile mittels sed weggeschnitten werden mußte. Ich hatte sonst immer Probleme, dass die Emails sonst nicht von Cyrus erkannt wurden.
Bei der Variante ohne Procmail, schickt man eine Mail an imap-request@256bit.org (bzw. trägt sich in /etc/exim4/imap.users ein). Das wars eigentlich auch schon (oder hab ich was vergessen, Hendrik?)
Filtern geht natürlich auch bei der Variante ohne Procmail. Hierfür wird die standardisierte Filtersprache Sieve genutzt. Sieve bietet nicht die Komplexität von procmail, aber auch nicht dessen Funktionalität. Dafür ist es auf die Zustellung mit Cyrus spezialisiert und läuft damit quasi out of the box. Für ein Beispielskript mit Sieve findet sich ebenfalls auf meiner Website. Allerdings muß man diese Filterregeln immer erst beim Cyrus bekannt machen. Das geschieht mit der sieveshell. Wer jetzt stöhnt, kann ich verstehen, ich finde es auch etwas umständlich, bis die Filterregeln funktionieren. Sieveshell funktioniert folgendermaßen:
Wiell man vorher noch seine alten Regeln vorher löschen, hilft 'delete' vor dem laden der Datei mit put.
Das war es eigentlich schon. Mehr muß man nicht machen. Ach so, natürlich möchte man seinen Email-Programm korrekt einrichten. Dabei nutzt man die folgenden Daten:
Server imaps.256bit.org
Port: 993 (Protokoll: imaps)
Benutzername: 'account'
Passwort: geheim (nein das meine ich nicht wörtlich :-))
Beim ersten Anmelden wird dann vom Email Programm ein Zertifikat angezeigt. Nach dem Überprüfen kann man es speichern und mit diesem Zertifikat kann sich das Email Programm am Server anmelden (Stichwort öffentlicher Schlüsel).
Ja, und dann müssen im Email-Programm noch die enstsprechenden Ordner abonniert werden. Anlegen wird man diese meist auch im Email Programm. Aber man kann dafür auch cyradm nutzen. Da muß man sich halt wieder in der shell als authentifizieren und dann erstellt man die entsprechenden Mailboxen mit cm.
So ich glaub das war jetzt wirklich alles. Falls ich was vergessen habe oder was total falsch ist, liegt es an der Uhrzeit ;-)
Falls noch Fragen bestehen, schickt mir eine Mail. Aber so schwer ist das ja eigentlich nicht.
cyradm -user cyrus -auth login localhost
Jetzt noch mit dem dokumentierten Passwort authentifizieren. Nun befindet man sich in der Verwaltung vom Cyrus Imap Server. Wer jetzt ein neuen Account haben will, der gibt jetzt das folgende ein:
cm user.'account'
cm steht dabei für create mailbox. Es wird also eine neue Mailbox für den Benutzer account angelegt.
Damit man sich jetzt am Imap Server einloggen kann, muß man den Benutzer in der Sasl-Datenbank bekannt machen. In der Simple Authentication and Security Layer-Datenbank verwaltet Cyrus die Benutzer- und Accountdaten. Wer jetzt denkt, dass es sich dabei um irgendsowas komisches handelt, der irrt, Sasl ist sogar in RFC2222 spezifiziert.
Diese Zuordnung erfolgt, indem man auf der shell
saslpasswd2 -c 'account'
eingibt. Danach wird man nach einem Passwort gefragt, dass man zukünftig verwenden will. Das war's eigentlich schon.
Damit hat man sich jetzt seinen Imap Zugang eingerichtet. Wie kommen die Mails jetzt aber von exim in die Imap-Mailbox? Bisher weiß exim ja noch nichts von seinem Glück und legt die Mails weiter schön in /var/mail/
Es gibt prinzipiell zwei Möglichkeiten: Falls jemand procmail zur Sortierung und Filterung seiner lokalen Mails nutzt, kann man procmail einfach anweisen, die auszuliefernden Mails an cyrdeliver zu übergeben, dass dann seinerseits die Mails in die entsprechende Imap-Mailbox ablegt. Alternativ besteht die Möglichkeit, Exim mitzuteilen, dass man seine Mails an eine Imap-Mailbox geliefert hätte.
Beider Möglichkeiten haben ihre Vor- und Nachteile. Filterung ist zwar bei der zweiten Variante auch möglich, aber bei weitem nicht mit den Möglichkeit, die einem Procmail im Zusammenspiel mit Formmail bietet. Beispiele für komplexe procmail-Filterung sollten sich mühelos im Web finden, als Einstiegsseite empfiehlt sich natürlich die Website von procmail selber. Der Nachteil der Procmail Variante ist die geringe Performanz, da procmail nicht über den lokalen Unix-Socket zustellen kann, sondern den TCP-Socket nutzen muß. Das macht dann bei vielen Mails schon einen Unterschied. Ein entsprechendes Beispielskript einer .procmailrc im Zusammenspiel mit cyrus befindet sich auf meiner Website. Man beachte, dass immer die erste Zeile mittels sed weggeschnitten werden mußte. Ich hatte sonst immer Probleme, dass die Emails sonst nicht von Cyrus erkannt wurden.
Bei der Variante ohne Procmail, schickt man eine Mail an imap-request@256bit.org (bzw. trägt sich in /etc/exim4/imap.users ein). Das wars eigentlich auch schon (oder hab ich was vergessen, Hendrik?)
Filtern geht natürlich auch bei der Variante ohne Procmail. Hierfür wird die standardisierte Filtersprache Sieve genutzt. Sieve bietet nicht die Komplexität von procmail, aber auch nicht dessen Funktionalität. Dafür ist es auf die Zustellung mit Cyrus spezialisiert und läuft damit quasi out of the box. Für ein Beispielskript mit Sieve findet sich ebenfalls auf meiner Website. Allerdings muß man diese Filterregeln immer erst beim Cyrus bekannt machen. Das geschieht mit der sieveshell. Wer jetzt stöhnt, kann ich verstehen, ich finde es auch etwas umständlich, bis die Filterregeln funktionieren. Sieveshell funktioniert folgendermaßen:
CODE:
sieveshell --user 'account' localhost
put <Datei>
activate <Datei>
quit
Wiell man vorher noch seine alten Regeln vorher löschen, hilft 'delete
Das war es eigentlich schon. Mehr muß man nicht machen. Ach so, natürlich möchte man seinen Email-Programm korrekt einrichten. Dabei nutzt man die folgenden Daten:
Server imaps.256bit.org
Port: 993 (Protokoll: imaps)
Benutzername: 'account'
Passwort: geheim (nein das meine ich nicht wörtlich :-))
Beim ersten Anmelden wird dann vom Email Programm ein Zertifikat angezeigt. Nach dem Überprüfen kann man es speichern und mit diesem Zertifikat kann sich das Email Programm am Server anmelden (Stichwort öffentlicher Schlüsel).
Ja, und dann müssen im Email-Programm noch die enstsprechenden Ordner abonniert werden. Anlegen wird man diese meist auch im Email Programm. Aber man kann dafür auch cyradm nutzen. Da muß man sich halt wieder in der shell als
So ich glaub das war jetzt wirklich alles. Falls ich was vergessen habe oder was total falsch ist, liegt es an der Uhrzeit ;-)
Falls noch Fragen bestehen, schickt mir eine Mail. Aber so schwer ist das ja eigentlich nicht.
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