Seit "Der Schwarm" bin ich ein großer Fan von Frank Schätzing und dieses Werk enttäuscht mich nicht, was meine Erwartungen angeht. Das betrifft sowohl die positiven Erwartungen als auch die negativen.
Das Buch ist noch relativ neu, es ist erst seit Herbst letzten Jahres auf dem Markt und demzufolge ist es momentan noch nicht als Taschenbuch verfügbar und obwohl "Der Schwarm" mit guten 1000 Seiten damals schon ein Wälzer war, vermutete ich, dass Schätzings aktueller Titel nicht weniger Seiten enthält. Tatsächlich stieg die Anzahl der Seiten auf nun gut 1300 Seiten.
Die Geschichte spielt in naher Zukunft, im Jahre 2025. Mittlerweile ist die Menschheit dabei, die Ressourcen des Mondes auszubeuten und sich von der Abhängigkeit vom Öl zu lösen. Und während sich eine Gruppe gut betuchter VIPs auf eine Abenteuerreise zum Mond macht, stößt eine chinesische Dissidentin auf Textfragmente, die zunächst unverständlich sind, sich aber später sich als Weltverschwörung und große Gefahr für die VIPler auf dem Mond herausstellt. Infolge dessen entwickelt sich eine blutige Hetzjagd um den halben Globus, bei der einige Beteiligte ihr Leben lassen müssen.
Ich befürchtete im Vorfeld, dass das Buch einige langwierige Stellen aufweisen würde, wie ich es bereits aus "Der Schwarm" kannte. Tatsächlich gibt es einige Stellen, wo man sich gewünscht hätte, der Roman wäre um ein paar Seiten gekürzt worden, aber ich persönlich fand es bei weitem nicht so anstrengend, wie die ellenlangen Beschreibungen von "Der Schwarm". Die Geschichte bleibt dennoch spannend und die wenigen Hänger sind relativ schnell vorbei.
Interessant fand ich die vielen Andeutungen auf tagespolitische Ereignisse aus den letzten Jahren, sowie den ungewöhnlichen Schreibstil, bei dem Sätze durch Absätze unterbrochen werden. Dies sieht zunächst ungewöhnlich aus, scheint mir aber ein bewußt gewähltes Stilmittel zu sein. Einzig die ungewöhnlich große Anzahl an Personen macht den Roman unübersichtlich.
Dennoch, ich fand den Roman ungemein spannend und das Preis- /Leistungsverhältnis von 1300 Seiten für 26 Euro ist durchaus angemessen. Ach und der Zeitrahmen von 2025 scheint ein wenig zu optimistisch zu sein, wenn man sich die Fortschritte zumindest in der Raumfahrt anschaut. Der Rest würde ja durchaus als 2025 durchgehen. Fazit: Ich fand es so spannend, dass ich das Buch kaum noch aus der Hand gelegt habe und weniger durchschaubar und unwahrscheinlich als zum Beispiel einen Dan Brown.


Limit hatte ich in der Buchhandlung meines Vertrauens schon ein paar mal in der Hand, konnte mich aber, wie früher bei der Schwarm, nicht dazu durchringen es zu kaufen.
Ich weiß jetzt schon, dass ich es, sobald ich es habe, bis zum Schluss nicht mehr aus der Hand legen werde. Dazu habe ich aber im Moment keine Zeit.
Ich bin übrigens über Google und Deine Rezension zu Wolfgang Barths "Datensicherung unter Linux" auf dieser Seite gelandet. Vielen Dank dafür. Ich werde mir das Buch nun nicht kaufen.
Sein Buch zu Nagios kann ich übrigens als Referenz nur empfehlen.