Wenn ich solche Fragen lese:
What are the Windows A: and B: drives used for?
Dann muß ich wohl alt geworden sein.
Tuesday, 10. April 2012
The Incredible Herrengedeck - FDP
Friday, 23. March 2012
Bodestraße oder Bodestieg?
Liebe Stadtplaner von Thale,
ich hätte da mal eine Frage. Wie heißt diese Straße denn nun eigentlich:

Bodestraße? Oder doch Bodestieg? Oder ist der Name Bodestraße\nBodestieg?
ich hätte da mal eine Frage. Wie heißt diese Straße denn nun eigentlich:
Bodestraße? Oder doch Bodestieg? Oder ist der Name Bodestraße\nBodestieg?
Oracle Bug des Tages
Heute habe ich ein besonderes Leckerli für die Oracle Freunde:
(Beispieltabelle, weil ich zunächst vermutete, es hängt davon ab, in welchem Datenformat die Werte gespeichert werden. Das scheint aber egal zu sein.)
Nun haben wir eine Abfrage, die alle Werte selektiert, die größer sind als das aktuelle Datum.
In diesem Fall gibt es keinen Output, das spielt für den aktuellen Fall aber keine Rolle. Also ergänzen wir die Query um die Bedinung or val_n = 0:
WTF?
Vereinfachen wir die Query mal kurz etwas:
Irgendwas läuft hier also mit dem Test auf 0 falsch. Probieren wir es
anders:
Das wird ja immer verrückter! Jetzt selektiert Oracle schon Werte, für die die Bedingung gar nicht wahr ist.
Ich vermute, hier liegt irgendein seltsamer Bug in Verbindung mit dem Konvertieren des Datums zu einer Zahl zugrunde, die dafür sorgt, dass Oracle die Werte in val_n und 0 intern in andere Werte konvertiert, die wiederum nicht gleich sind. Die Lösung zu dem Problem besteht übrigens in einem expliziten Konvertieren der Spalte val_n zu Number:
Also es kann sein, das ein explizites Konvertieren der Werte notwendig ist, auch wenn das auf den ersten Blick nicht so aussieht. Wie bereits erwähnt, spielt es in diesem Fall keine Rolle, ob die Spalte als Number, Number(8), Float oder Integer definiert wird. Das Problem tritt bei allen Datentypen auf. Ich habe bisher keinen Bug dazu gefunden.
Hier ist noch der Dump der Daten:
Die Daten werden also intern alle im gleichen Format abgelegt (auch für die anderen Spalten).
Update:Anpassung der Oracle Ausgabe.
create table tmp_number ( val_n number, val_n8 number(8), val_int integer, val_f float ); Insert into TMP_NUMBER (VAL_N, VAL_N8, VAL_INT, VAL_F) Values (0, 0, 0, 0); Insert into TMP_NUMBER (VAL_N, VAL_N8, VAL_INT, VAL_F) Values (-1, -1, -1, -1); Insert into TMP_NUMBER (VAL_N, VAL_N8, VAL_INT, VAL_F) Values (1, 1, 1, 1); Commit;
(Beispieltabelle, weil ich zunächst vermutete, es hängt davon ab, in welchem Datenformat die Werte gespeichert werden. Das scheint aber egal zu sein.)
Nun haben wir eine Abfrage, die alle Werte selektiert, die größer sind als das aktuelle Datum.
SQL*Plus: Release 10.2.0.3.0 - Production on Thu Mar 22 15:20:58 2012
Copyright (c) 1982, 2006, Oracle. All Rights Reserved.
Connected to:
Oracle Database 11g Enterprise Edition Release 11.2.0.1.0 - 64bit
Production
With the Partitioning, OLAP, Data Mining and Real Application Testing
options
SQL> select *
from tmp_number
where val_n >= to_number(to_char(sysdate, 'YYYYMMDD'));
no rows selected
In diesem Fall gibt es keinen Output, das spielt für den aktuellen Fall aber keine Rolle. Also ergänzen wir die Query um die Bedinung or val_n = 0:
SQL> select *
from tmp_number
where val_n >= to_number(to_char(sysdate, 'YYYYMMDD'))
or val_n = 0;
no rows selected
WTF?
Vereinfachen wir die Query mal kurz etwas:
SQL> select *
from tmp_number
where val_n >= 20120322
or val_n = 0;
VAL_N VAL_N8 VAL_INT VAL_F
---------- ---------- ---------- ----------
0 0 0 0
Irgendwas läuft hier also mit dem Test auf 0 falsch. Probieren wir es
anders:
SQL> select *
from tmp_number
where val_n >= to_number(to_char(sysdate, 'YYYYMMDD'))
or val_n <= 0;
VAL_N VAL_N8 VAL_INT VAL_F
---------- ---------- ---------- ----------
0 0 0 0
-1 -1 -1 -1
1 1 1 1
Das wird ja immer verrückter! Jetzt selektiert Oracle schon Werte, für die die Bedingung gar nicht wahr ist.
Ich vermute, hier liegt irgendein seltsamer Bug in Verbindung mit dem Konvertieren des Datums zu einer Zahl zugrunde, die dafür sorgt, dass Oracle die Werte in val_n und 0 intern in andere Werte konvertiert, die wiederum nicht gleich sind. Die Lösung zu dem Problem besteht übrigens in einem expliziten Konvertieren der Spalte val_n zu Number:
SQL> select *
from tmp_number
where val_n >= to_number(to_char(sysdate, 'YYYYMMDD'))
or to_number(val_n) <= 0;
VAL_N VAL_N8 VAL_INT VAL_F
----- ---------- ---------- ----------
0 0 0 0
-1 -1 -1 -1
Also es kann sein, das ein explizites Konvertieren der Werte notwendig ist, auch wenn das auf den ersten Blick nicht so aussieht. Wie bereits erwähnt, spielt es in diesem Fall keine Rolle, ob die Spalte als Number, Number(8), Float oder Integer definiert wird. Das Problem tritt bei allen Datentypen auf. Ich habe bisher keinen Bug dazu gefunden.
Hier ist noch der Dump der Daten:
select
dump(val_n), dump(val_f), val_n
from tmp_number;
VAL_N VAL_F VAL_N
---------------------------------------------------------
Typ=2 Len=1: 128 Typ=2 Len=1: 128 0
Typ=2 Len=2: 193,2 Typ=2 Len=2: 193,2 1
Typ=2 Len=3: 62,100,102 Typ=2 Len=3: 62,100,102 -1
Die Daten werden also intern alle im gleichen Format abgelegt (auch für die anderen Spalten).
Update:Anpassung der Oracle Ausgabe.
Wednesday, 21. March 2012
Axel Brauns "Buntschatten und Fledermäuse"
Dieses Buch erzählt die Lebensgeschichte des Autors und Autisten Axel Brauns vom Kindergarten bis zum Studium und erlaubt einen faszinierender Einblick in die Wahrnehmung von Autisten.
Während man das Buch liest, erfährt man, dass Axel bereits als Kleinkind verhaltensauffällig war, dass er für ihn die Haha die Mutter ist und der Dachs der Vater. Ebenso erfährt man, was so typisch für Autisten ist, wie sie eine monotone Bewegung stundenlang fesseln kann ("es erfährt Belohnung durch sich selbst") und wie sie Sicherheit in festen Regeln finden bzw. der Alltag festen Regeln folgen muß. So verzichtet Axel glücklich darauf nicht in den Urlaub zu fahren, um seinen Geburtstag wie jedes Jahr in Hamburg feiern zu können.
Niemand hätte in Axels Umwelt wohl damit gerechnet, dass Axel eines Tages auch das Abitur macht und danach auch studiert. Dennoch erlebt man, wie aus Axel noch ein sehr guter Schüler wird, trotz seiner Probleme im Umgang mit anderen Menschen. Man erlebt, wie Witze, Ironie, Sprichwörter oder auch die Körpersprache für Axel einfach verschlossen bleiben und wie er immer wieder Probleme hat Gesichter zu erkennen.
Um viele Situationen entspannt sich eine eigenartige Situationskomik, so dass man beim Lesen oft schmunzeln muß. Genau dies ist die Stärke des Buches, dass man eben keinen frustierenden und traurigen Eindruck erhält, sondern man mit der typischen Mischung aus Naivität, Gleichgültigket und Optimismus Axels Blick auf die Welt erlebt.
Ein wunderbares Buch, wobei einzig das Ende etwas abrupt ist. Dennoch kann ich das Buch nur jedem empfehlen.
In diesem Zusammenhang ist vielleicht auch ganz interessant zu wissen, dass der 02.April Welt-Autismus-Tag ist.
Im Herbst soll eine Art lose Fortsetzung des Buches erscheinen, bei dem Peter Schmidt seinen Werdegang von Schule bis Promotion beschreibt. Peter Schmidt ist sowas wie der bekannteste Autist in Deutschland (er leidet am Asperger-Syndrom, einer Art positiven Ausprägung des Autismus) und hat sogar promoviert in Geophysik. Interessanterweise hat er mich auf dem Weg zur Arbeit auf das Buch angesprochen, dass ich gerade gelesen habe und wir haben festgestellt, dass wir eigentlich Arbeitskollegen sind.
Während man das Buch liest, erfährt man, dass Axel bereits als Kleinkind verhaltensauffällig war, dass er für ihn die Haha die Mutter ist und der Dachs der Vater. Ebenso erfährt man, was so typisch für Autisten ist, wie sie eine monotone Bewegung stundenlang fesseln kann ("es erfährt Belohnung durch sich selbst") und wie sie Sicherheit in festen Regeln finden bzw. der Alltag festen Regeln folgen muß. So verzichtet Axel glücklich darauf nicht in den Urlaub zu fahren, um seinen Geburtstag wie jedes Jahr in Hamburg feiern zu können.
Niemand hätte in Axels Umwelt wohl damit gerechnet, dass Axel eines Tages auch das Abitur macht und danach auch studiert. Dennoch erlebt man, wie aus Axel noch ein sehr guter Schüler wird, trotz seiner Probleme im Umgang mit anderen Menschen. Man erlebt, wie Witze, Ironie, Sprichwörter oder auch die Körpersprache für Axel einfach verschlossen bleiben und wie er immer wieder Probleme hat Gesichter zu erkennen.
Um viele Situationen entspannt sich eine eigenartige Situationskomik, so dass man beim Lesen oft schmunzeln muß. Genau dies ist die Stärke des Buches, dass man eben keinen frustierenden und traurigen Eindruck erhält, sondern man mit der typischen Mischung aus Naivität, Gleichgültigket und Optimismus Axels Blick auf die Welt erlebt.
Ein wunderbares Buch, wobei einzig das Ende etwas abrupt ist. Dennoch kann ich das Buch nur jedem empfehlen.
In diesem Zusammenhang ist vielleicht auch ganz interessant zu wissen, dass der 02.April Welt-Autismus-Tag ist.
Im Herbst soll eine Art lose Fortsetzung des Buches erscheinen, bei dem Peter Schmidt seinen Werdegang von Schule bis Promotion beschreibt. Peter Schmidt ist sowas wie der bekannteste Autist in Deutschland (er leidet am Asperger-Syndrom, einer Art positiven Ausprägung des Autismus) und hat sogar promoviert in Geophysik. Interessanterweise hat er mich auf dem Weg zur Arbeit auf das Buch angesprochen, dass ich gerade gelesen habe und wir haben festgestellt, dass wir eigentlich Arbeitskollegen sind.
Tuesday, 13. March 2012
Zimplit, das MiniCMS
Durch einen Tipp bin ich heute auf Zimplit gestoßen. Zimplit ist ein schlankes interaktives Mini-CMS, dass nur einen PHP-Interpreter benötigt, aber keine Datenbankanbindung. Das gefällt mir ganz gut.
Ich werde mein selbst-geschriebenes und nie fertig gewordenes miniCMS jetzt mal dadurch ersetzen, vielleicht komme ich dann auch dazu, das ganze mal vernünftig zu pflegen und endlich mal ein paar richtige Seiten aufzusetzen.
Ich bin gespannt, wie sich das ganze entwickelt. Der Mini-Editor ist jedenfalls noch nicht so richtig ausgereift und scheint ein bißchen Last zu produzieren, aber dafür hat man dann halt auch schöne statische Seiten und außerdem kann es nur besser werden, als die alte Seite (ich mach da jetzt mal kein Link drauf, das ist zu schauderhaft).
Ich werde mein selbst-geschriebenes und nie fertig gewordenes miniCMS jetzt mal dadurch ersetzen, vielleicht komme ich dann auch dazu, das ganze mal vernünftig zu pflegen und endlich mal ein paar richtige Seiten aufzusetzen.
Ich bin gespannt, wie sich das ganze entwickelt. Der Mini-Editor ist jedenfalls noch nicht so richtig ausgereift und scheint ein bißchen Last zu produzieren, aber dafür hat man dann halt auch schöne statische Seiten und außerdem kann es nur besser werden, als die alte Seite (ich mach da jetzt mal kein Link drauf, das ist zu schauderhaft).
Monday, 20. February 2012
Ein neuer Präsident...
Nun also Gauck.
Bin ich eigentlich der Einzige, der ob der grenzenlosen Lobhuldigungen in der Presse sichtlich irritiert ist? Kein kritisches Auseinandersetzen mit diesem Mann, der bereits 2010 fast Präsident geworden wäre. Auch seine Kurzbiografie drüben in der Wikipedia liest sich nicht so beeindruckend. Sicherlich, mit Gauck bekommen wir einen Präsidenten, der sich sehr für die Freiheit einsetzt und das ist in diesen Zeiten, wo die Grund- und Bürgerrechte zunehmend auf dem Altar der vermeintlichen Sicherheit geopfert werden, wahrlich kein unwichtiges Thema. Aber wofür steht er denn sonst noch so? Also z.B. außenpolitisch oder wirtschaftlich oder ökologisch?
Erinnert sich noch jemand an seine Kritik der Occupy Bewegung? Oder sein Lob Thilo Sarazins?
Ah doch, drüben in der Taz gibt es jedenfalls mal ein bißchen was Kritisches zu lesen. Ich hoffe mal, seine Äußerungen der letzten 2 Jahre sind da aus dem Zusammenhang gerissen und wir kriegen keinen greisen Wirrkopf als Präsident.
Wie heißt es so schön: Wir bekommen halt den Präsident, den wir auch verdient haben.
Bin ich eigentlich der Einzige, der ob der grenzenlosen Lobhuldigungen in der Presse sichtlich irritiert ist? Kein kritisches Auseinandersetzen mit diesem Mann, der bereits 2010 fast Präsident geworden wäre. Auch seine Kurzbiografie drüben in der Wikipedia liest sich nicht so beeindruckend. Sicherlich, mit Gauck bekommen wir einen Präsidenten, der sich sehr für die Freiheit einsetzt und das ist in diesen Zeiten, wo die Grund- und Bürgerrechte zunehmend auf dem Altar der vermeintlichen Sicherheit geopfert werden, wahrlich kein unwichtiges Thema. Aber wofür steht er denn sonst noch so? Also z.B. außenpolitisch oder wirtschaftlich oder ökologisch?
Erinnert sich noch jemand an seine Kritik der Occupy Bewegung? Oder sein Lob Thilo Sarazins?
Ah doch, drüben in der Taz gibt es jedenfalls mal ein bißchen was Kritisches zu lesen. Ich hoffe mal, seine Äußerungen der letzten 2 Jahre sind da aus dem Zusammenhang gerissen und wir kriegen keinen greisen Wirrkopf als Präsident.
Wie heißt es so schön: Wir bekommen halt den Präsident, den wir auch verdient haben.
Posted by chrisbra
in Netzpolitik
at
21:16
| Comments (0)
| Trackbacks (0)
Defined tags for this entry: politik
Monday, 30. January 2012
Die Harzer Hexe von Blair Witch
Da macht man einen gemütlichen Winterspaziergang im Harz, und dann kommt man hier an:







Sehr gruselig. Mehr Bilder wie immer in der Gallery
Sehr gruselig. Mehr Bilder wie immer in der Gallery
Neues Vim Plugin: f/t improved
So lange Zeit nichts mehr zu hören gewesen. In letzter Zeit habe ich eigentlich keine Lust mehr auf Blogs. Ich hab das Gefühl, alles schon einmal verblogged zu haben und nichts wichtiges mehr beitragen zu können. Daher hab ich mich wieder vermehrt in der Vim-Community rumgetrieben. Herausgekommen ist dabei unter anderem ein neues Vim Plugin.
Das Vim-Plugin: f/t improved, womit man die Commandos 'f', 't', ',' und ';' nicht nur innerhalb einer Zeile benutzen kann, sondern auch automatisch zur nächsten/vorherigen Zeile springt, falls das gewünschte Zeichen nicht in der aktuellen Zeile zu finden ist.
Vim.org Link
Github Repository
Das Vim-Plugin: f/t improved, womit man die Commandos 'f', 't', ',' und ';' nicht nur innerhalb einer Zeile benutzen kann, sondern auch automatisch zur nächsten/vorherigen Zeile springt, falls das gewünschte Zeichen nicht in der aktuellen Zeile zu finden ist.
Vim.org Link
Github Repository
Hendrik Deus: "Rückenwind"
"Rückenwind" ist das Buch des Backpackers und entfernten Verwandten von mir, Hendrik Deus, der 2010 Abschied von seinem Büroalltag nimmt und von Abenteuerlust gepackt von dannen (durch Südamerika) zieht.
Ursprünglich als kleines Weblog gestartet, entwickelt es sich schnell zu einem kleinen Buchprojekt. Laut eigener Aussage im Stil von Hape Kerkelings "Ich bin dann mal weg" angelehnt (kenn ich nicht), auf jeden Fall sehr locker und amüsant geschrieben. Geprägt von Abenteuer, Freiheit und natürlich Freundschaften gibt er detailliert Auskunft darüber, was in Südamerika sehenswert ist, wo man nicht unbedingt hin muß und was man sich wohl sparen kann.
Interessant zu lesen auf jeden Fall, wie man sich das Backpackerleben so vorzustellen hat: Sehenswürdigkeiten abklappern, ein paar Bekannte treffen, feiern, stundenlang in vollen engen Kistchen rumgekutscht werden, unterwegs ein paar Souvenirs mitnehmen und immer auf der Suche nach dem perfekten Reiseziel, ganz so wie es der Lonely Planet vorgibt.
Das Fernweh ist auf jeden Fall geweckt, wenn man das so liest.
Ursprünglich als kleines Weblog gestartet, entwickelt es sich schnell zu einem kleinen Buchprojekt. Laut eigener Aussage im Stil von Hape Kerkelings "Ich bin dann mal weg" angelehnt (kenn ich nicht), auf jeden Fall sehr locker und amüsant geschrieben. Geprägt von Abenteuer, Freiheit und natürlich Freundschaften gibt er detailliert Auskunft darüber, was in Südamerika sehenswert ist, wo man nicht unbedingt hin muß und was man sich wohl sparen kann.
Interessant zu lesen auf jeden Fall, wie man sich das Backpackerleben so vorzustellen hat: Sehenswürdigkeiten abklappern, ein paar Bekannte treffen, feiern, stundenlang in vollen engen Kistchen rumgekutscht werden, unterwegs ein paar Souvenirs mitnehmen und immer auf der Suche nach dem perfekten Reiseziel, ganz so wie es der Lonely Planet vorgibt.
Das Fernweh ist auf jeden Fall geweckt, wenn man das so liest.
C.Kurz, F.Rieger "Die Datenfresser"
Dieses Buch ist ein Ratgeber durch die digitalen Lockangebote von Facebook, Google+, Apple, Amazon und all den anderen Unternehmen, denen wir viel zu leicht gläubig unsere Daten hinterher werfen. Doch nicht nur die freie Wirtschaft verlangt nach immer mehr und immer privateren Daten von ihren Nutzern, die sie uns für vermeintlich unschätzbare kostenlose Dienste abverlangt, auch Vater Staat hat, wie man bei der Vorratsdatenspeicherung schön sieht, ein Interesse daran immer mehr Datenschätze über seine Bürger zu sammeln. Und natürlich sind sie immer auf der Suche, diese wachsenden Datenmengen (die natürlich auch aus unterschiedlichsten Quellen stammen können, aber das verrät uns natürlich keiner) auch miteinander zu verknüpfen.
Dieses Buch will einen Leitfaden geben, was im Internet so vor sich geht, worauf man achten muß und nicht zu letzt wirbt es natürlich für die Privatsphäre und das Recht auf Informelle Selbsbestimmung. Es ist unterhaltend geschrieben und läßt sich locker und leicht lesen. Man kann über die diversen fiktiven Episoden natürlich gespaltener Meinung sein, aber anhand dieser Geschichten werden sehr schön die Probleme von zuviel Datenfreizügigkeit gezeigt. Ob diese wirklich der Wahrheit entsprechen, bzw. ob wir uns wirklich zu solchen Gesellschaften entwickeln, ist natürlich fraglich, es illustriert aber die diversen möglichen Probleme.
Natürlich wird auch wieder der Datenbrief als mögliches Konzept zur Datensparsamkeit vorgeschlagen. Aber ob das wirklich eine Lösung aus dem Dilemma ist, wage ich zu bezweifeln. Überhaupt habe ich den Eindruck, dass es unvermeidlich ist, in welche Richtung wir uns als Gesellschaft entwickeln werden und ich habe so meine Zweifel, ob man das noch verhindern wird können. Leider.
Anstatt das Buch teuer über Amazon zu kaufen (Partnerlink siehe Grafik), kann man es auch über die Bundeszentrale für politische Bildung für 4,50 Euro erwerben. Lesetipp für alle Internet- und "Apps"- Nutzer!
Dieses Buch will einen Leitfaden geben, was im Internet so vor sich geht, worauf man achten muß und nicht zu letzt wirbt es natürlich für die Privatsphäre und das Recht auf Informelle Selbsbestimmung. Es ist unterhaltend geschrieben und läßt sich locker und leicht lesen. Man kann über die diversen fiktiven Episoden natürlich gespaltener Meinung sein, aber anhand dieser Geschichten werden sehr schön die Probleme von zuviel Datenfreizügigkeit gezeigt. Ob diese wirklich der Wahrheit entsprechen, bzw. ob wir uns wirklich zu solchen Gesellschaften entwickeln, ist natürlich fraglich, es illustriert aber die diversen möglichen Probleme.
Natürlich wird auch wieder der Datenbrief als mögliches Konzept zur Datensparsamkeit vorgeschlagen. Aber ob das wirklich eine Lösung aus dem Dilemma ist, wage ich zu bezweifeln. Überhaupt habe ich den Eindruck, dass es unvermeidlich ist, in welche Richtung wir uns als Gesellschaft entwickeln werden und ich habe so meine Zweifel, ob man das noch verhindern wird können. Leider.
Anstatt das Buch teuer über Amazon zu kaufen (Partnerlink siehe Grafik), kann man es auch über die Bundeszentrale für politische Bildung für 4,50 Euro erwerben. Lesetipp für alle Internet- und "Apps"- Nutzer!
Monday, 5. December 2011
Spaß mit der Bahn
Schon wieder:
Man steht morgens frierend am zugigen Bahnsteig 10 und 2 Minuten bevor der Zug einfährt ertönt die Ansage:
Also versucht eine Meute Bahnreisender so schnell wie möglich von einem Bahnsteig zum nächsten zu kommen und sich dabei so wenig wie möglich von anderen Reisenden aufhalten zu lassen. Nachdem man sich dann endlich alle zusammen auf Gleis 6 an der gewünschten Halteposition seines Wagens eingefunden hat, sieht man mit Erstaunen den ICE ganz normal auf Gleis 10 einfahren.
Was kann eine Woche schon bringen, die so anfängt?
Man steht morgens frierend am zugigen Bahnsteig 10 und 2 Minuten bevor der Zug einfährt ertönt die Ansage:
Bitte beachten Sie, ICE373 nach Bern fährt heute auf Gleis 6 ein!
Also versucht eine Meute Bahnreisender so schnell wie möglich von einem Bahnsteig zum nächsten zu kommen und sich dabei so wenig wie möglich von anderen Reisenden aufhalten zu lassen. Nachdem man sich dann endlich alle zusammen auf Gleis 6 an der gewünschten Halteposition seines Wagens eingefunden hat, sieht man mit Erstaunen den ICE ganz normal auf Gleis 10 einfahren.
Was kann eine Woche schon bringen, die so anfängt?
Thursday, 10. November 2011
William Calvin: "Der Strom, der bergauf fließt"
Das Buch ist ein echter Hammer. Auf knapp 700 Seiten erzählt William Calvin die Geschichte einer Gruppe Wissenschaftler, die gemeinsam eine Bootsfahrt auf dem Colorado River gemacht haben. Das erste Highlight ist dabei die unglaubliche Detailfülle, wie die Flussfahrt dargestellt wird, wie man die Natur erlebt, welche Exkursionen man in die Seitentäler unternimmt, wie die Stromschnellen gemeistert werden, die Ruinen der Anasazi erforscht werden oder die Rückkehr in menschliche Gegenden die Reisenden ob der Schönheit der Natur bedrücken. Man bekommt dabei so richtig Lust, genau so eine Reise auf dem Colorado River auch zu unternehmen.
Das eigentliche Highlight sind aber die wissenschaftlichen Aspekte. Die Wissenschaftler diskutieren über Themen der Geologie (Entstehung des Grand Canyon), Ökologie, Biologie, Anthropologie, Astronomie und mehr. Interessant ist dabei die unglaubliche Detailfülle, die dem Leser dabei mitgeteilt wird. Ich halte mich ja nun wirklich nicht für ungebildet, aber viele dieser Thesen habe ich noch nicht gehört und es ist einfach faszinierend diese Unterhaltungen zu lesen. Zusätzlich dazu gibt es unheimlich viele Querverweise zu den Fakten und Thesen.
Es macht zwar einerseits Spaß, dieses Buch zu lesen, andererseits ist es aber auch keine leichte Kost. Man muss oft innehalten und die Eindrücke erstmal "setzen lassen" und sie reflektieren. Das hat unter anderem auch dazu geführt, dass ich relativ lange an diesem Roman gelesen habe. Trotzdem, oder gerade deswegen ist es ein sehr faszinierendes Buch und seit langem das interessantes Werk was ich gelesen habe. Der Vorteil dabei ist, dass auch ohne wissenschaftliche Kenntnisse und Hintergrundwissen jedes Thema so dargestellt wird, dass man automatisch mehr wissen möchte und nicht zu trocken dargestellt wird.
Definitiv lesenswert!
Das eigentliche Highlight sind aber die wissenschaftlichen Aspekte. Die Wissenschaftler diskutieren über Themen der Geologie (Entstehung des Grand Canyon), Ökologie, Biologie, Anthropologie, Astronomie und mehr. Interessant ist dabei die unglaubliche Detailfülle, die dem Leser dabei mitgeteilt wird. Ich halte mich ja nun wirklich nicht für ungebildet, aber viele dieser Thesen habe ich noch nicht gehört und es ist einfach faszinierend diese Unterhaltungen zu lesen. Zusätzlich dazu gibt es unheimlich viele Querverweise zu den Fakten und Thesen.
Es macht zwar einerseits Spaß, dieses Buch zu lesen, andererseits ist es aber auch keine leichte Kost. Man muss oft innehalten und die Eindrücke erstmal "setzen lassen" und sie reflektieren. Das hat unter anderem auch dazu geführt, dass ich relativ lange an diesem Roman gelesen habe. Trotzdem, oder gerade deswegen ist es ein sehr faszinierendes Buch und seit langem das interessantes Werk was ich gelesen habe. Der Vorteil dabei ist, dass auch ohne wissenschaftliche Kenntnisse und Hintergrundwissen jedes Thema so dargestellt wird, dass man automatisch mehr wissen möchte und nicht zu trocken dargestellt wird.
Definitiv lesenswert!
Wednesday, 9. November 2011
Amoklauf
Krass, ich hätte nicht gedacht, dass sowas bei mir zuhause - also quasi "meiner" Schule - möglich ist
Da haben ja noch mal alle ganz großes Glück gehabt.
Ich bin fassungslos...
Da haben ja noch mal alle ganz großes Glück gehabt.
Ich bin fassungslos...
Monday, 17. October 2011
Upgrade auf Ubuntu 11.10
Boah, das war ja mal kein gelungenes Update auf Ubuntu 11.10.
Erst erkennt der X-Server die Tastatur und Maus nicht mehr und läßt sich nur mit einer manuellen xorg.conf und der Option AutoAddDevices "false" zum Benutzen der Eingabegeräte überreden. Dann funktioniert die Tastatur aber immer noch nicht wie gewünscht die diversen per AltGr kombination erreichbaren Tasten erzeugen keine Ausgaben mehr und das läßt sich nur mit einem nochmaligen setxkbmap -model pc105 beheben, obwohl das bereits in der xorg.conf fest verdrahtet ist und das Touchpad läßt sich auch nicht mehr deaktivieren und der Trackpoint kann nicht mehr scrollen.
Und auch ansonsten spinnt das gesamte System. Der Firefox funktioniert mehr schlecht als recht: Die Navigationsbuttons sind deaktiviert, Die Maus zeigt nicht mehr an, wenn man über einem Link ist (bzw werden Links auch nicht mehr gesondert hervorgehoben) und die alten Sessions sind auch verloren gegangen. Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass das Powermanagement auch nicht richtig funktioniert, bzw. der Laptop nicht mehr richtig runterfährt. Da ist für so ein Update ja allerhand schief gegangen und ich muss die nächste Zeit wohl einiges nach konfigurieren.
Und auch ansonsten war das Wochenende ein eher frustrierendes.
Erst erkennt der X-Server die Tastatur und Maus nicht mehr und läßt sich nur mit einer manuellen xorg.conf und der Option AutoAddDevices "false" zum Benutzen der Eingabegeräte überreden. Dann funktioniert die Tastatur aber immer noch nicht wie gewünscht die diversen per AltGr kombination erreichbaren Tasten erzeugen keine Ausgaben mehr und das läßt sich nur mit einem nochmaligen setxkbmap -model pc105 beheben, obwohl das bereits in der xorg.conf fest verdrahtet ist und das Touchpad läßt sich auch nicht mehr deaktivieren und der Trackpoint kann nicht mehr scrollen.
Und auch ansonsten spinnt das gesamte System. Der Firefox funktioniert mehr schlecht als recht: Die Navigationsbuttons sind deaktiviert, Die Maus zeigt nicht mehr an, wenn man über einem Link ist (bzw werden Links auch nicht mehr gesondert hervorgehoben) und die alten Sessions sind auch verloren gegangen. Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass das Powermanagement auch nicht richtig funktioniert, bzw. der Laptop nicht mehr richtig runterfährt. Da ist für so ein Update ja allerhand schief gegangen und ich muss die nächste Zeit wohl einiges nach konfigurieren.
Und auch ansonsten war das Wochenende ein eher frustrierendes.
(Page 1 of 41, totaling 613 entries)
next page »

