Statistik der Woche:
Dises Jahr sind mehr Amerikaner durch Kleinkinder mit Schußwaffen umgekommen, als durch Terroristen
Upps.
Saturday, 20. April 2013
Jonas Jonasson: "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand"
Das Buch ist einfach der Hammer. Ich steh ja eigentlich nicht so auf humoristische Bücher, aber das ist vom Stil so wunderbar geschrieben, dass ich doch oft lachen mußte. Dazu kommt eine Geschichte, die einfach nur hanebüchen abgefahren ist. Vor allem die Lebensgeschichte des Allan Karlsson erinnert mich mit den spontanen Wendungen und abstrusen Ereignissen ein wenig an "Forrest Gump".
Das Buch ist so wundervoll, dass ich mich ärgere, es nicht ein halbes Jahr früher gelesen zu haben. So lang lag es nämlich herum... Wer etwas anspruchsvolles sucht, für den ist das hier allerdings nichts.
Das Buch ist so wundervoll, dass ich mich ärgere, es nicht ein halbes Jahr früher gelesen zu haben. So lang lag es nämlich herum... Wer etwas anspruchsvolles sucht, für den ist das hier allerdings nichts.
Philipp Roth: "Nemesis"
Nemesis handelt von einer schweren Polio-Epidemie in Newark im Sommer 1944 während in Europa der 2. Weltkrieg tobt. Zu dieser Zeit kümmert sich der junge Sportlehrer Bucky um die Schüler während der Ferienzeit. Dieser Epidemie fallen auch einige Kinder aus Buckys Obhut zum Opfer, und vor allem das Schicksal der Schüler, die den Lehrer aufgrund seines entschlossenen Auftretens bewundern, berührt den Leser.
Bucky, aufgrund seiner Kurzsichtigkeit ausgemustert, was für ihn wie eine Enttäuschung war, möchte "seine Jungs" vor dieser Krankheit beschützen und muß doch mit ansehen, wie viele seiner Schüler an dieser Krankheit zugrunde gehen. Als Bucky schließlich seiner Freundin in das Sommercamp folgt, weit weg von der Epidemie Newarks, scheint es endlich Sicherheit vor Krieg und Krankheit zu geben. Als auch dort schließlich die Polio ausbricht, erhärtet sich zunehmend der Verdacht, dass Bucky selbst ein Überträger der Krankheit ist.
Die Epidemie und der Krieg erschüttern das optimistische Weltbild von Bucky, er beginnt an Gott zu zweifeln und gibt sich selbst die Schuld für das viele Leid. Gleichzeitg beginnt er sein Leben, das ihm eigentlich zu Füssen lag und ihm eine erfolgreiche Zukunft bieten sollte, wegzuwerfen, indem er, weil er sich schuldig fühlt, sich immer weiter zurück zieht und alle Verbindungen abbricht. Die Art und Weise, wie er in diesem Leben scheitert, ist das eigentlich Tragische an der Geschichte. Es hat mich tief berührt, wie der Held in seinem Leben scheitert.
Dieser Roman wirft die Fragen nach Gerechtigkeit, Verantwortung, Schuld und Sühne auf, bleibt aber eine Beantwortung schuldig. Dennoch ist das Buch definitiv lesenswert, wenn auch sehr tragisch und auf ein Happy-End hofft man leider vergebens.
Bucky, aufgrund seiner Kurzsichtigkeit ausgemustert, was für ihn wie eine Enttäuschung war, möchte "seine Jungs" vor dieser Krankheit beschützen und muß doch mit ansehen, wie viele seiner Schüler an dieser Krankheit zugrunde gehen. Als Bucky schließlich seiner Freundin in das Sommercamp folgt, weit weg von der Epidemie Newarks, scheint es endlich Sicherheit vor Krieg und Krankheit zu geben. Als auch dort schließlich die Polio ausbricht, erhärtet sich zunehmend der Verdacht, dass Bucky selbst ein Überträger der Krankheit ist.
Die Epidemie und der Krieg erschüttern das optimistische Weltbild von Bucky, er beginnt an Gott zu zweifeln und gibt sich selbst die Schuld für das viele Leid. Gleichzeitg beginnt er sein Leben, das ihm eigentlich zu Füssen lag und ihm eine erfolgreiche Zukunft bieten sollte, wegzuwerfen, indem er, weil er sich schuldig fühlt, sich immer weiter zurück zieht und alle Verbindungen abbricht. Die Art und Weise, wie er in diesem Leben scheitert, ist das eigentlich Tragische an der Geschichte. Es hat mich tief berührt, wie der Held in seinem Leben scheitert.
Dieser Roman wirft die Fragen nach Gerechtigkeit, Verantwortung, Schuld und Sühne auf, bleibt aber eine Beantwortung schuldig. Dennoch ist das Buch definitiv lesenswert, wenn auch sehr tragisch und auf ein Happy-End hofft man leider vergebens.
Florian Freistetter: "Der Komet im Cocktailglas"
Florian Freistetter ist Astronom und Blogger von Astrodicticum simplex. Dort bringt er die Astronomie interessierten Lesern näher und ich stöbere gerne in seinem Blog. Seit Anfang des Jahres gibt es sein neues Buch: "Der Komet im Cocktailglas".
In diesem Buch zeigt er wie die Astronomie unser Leben bestimmt und dass es sich nicht um eine Wissenschaft handelt, die "sich nur mit dem Weltall, Schwarzen Löchern und Sachen beschäftigt, die ganz weit weg sind", sondern unseren Alltag entscheidend mitbestimmt. Unter anderem erklärt er die Urknalltheorie, die Erdrotation, die Entstehung und den Einfluss des Mondes, die Entwicklung der Sterne sowie Einsteins Relativitätstheorie. Wenn man das liest, klingt das Ganze alles sehr einfach und logisch und scheint gar nicht kompliziert zu sein.
Dabei ist das Buch vom Stil her immer locker und spannend geschrieben, so dass man es nur ungern aus den Händen gibt. Es ist auf jeden Fall lesenswert und nebenbei erfährt man Spannendes über die Physik im Alltag.
In diesem Buch zeigt er wie die Astronomie unser Leben bestimmt und dass es sich nicht um eine Wissenschaft handelt, die "sich nur mit dem Weltall, Schwarzen Löchern und Sachen beschäftigt, die ganz weit weg sind", sondern unseren Alltag entscheidend mitbestimmt. Unter anderem erklärt er die Urknalltheorie, die Erdrotation, die Entstehung und den Einfluss des Mondes, die Entwicklung der Sterne sowie Einsteins Relativitätstheorie. Wenn man das liest, klingt das Ganze alles sehr einfach und logisch und scheint gar nicht kompliziert zu sein.
Dabei ist das Buch vom Stil her immer locker und spannend geschrieben, so dass man es nur ungern aus den Händen gibt. Es ist auf jeden Fall lesenswert und nebenbei erfährt man Spannendes über die Physik im Alltag.
Friday, 1. March 2013
Das Leistungsschutzrecht
Nun ist es also beschlossen. Gegen die Stimmen der Opposition wurde heute das Leistungsschutzrecht im Bundestag verabschiedet. Die interessante Frage lautet nun, wozu ist ein Gesetz gut, dass im Zweifel Goggles Praxis der Snippets weiterhin erlaubt.
Denn das darf durchaus als Erfolg der Kritiker und wohl vor allem Googles Lobbyismus betrachtet werden. Es ist klar, dass Google es sich leisten kann die Entscheidung, was als einzelne Wörter oder kleinste Textausschnitte betrachtet werden kann, bis zu einer höchst richterlichen Entscheidung durchzufechten. Das heißt, im Zweifel ändert sich für Google zunächst einmal gar nichts. Interessant wäre es zu sehen, ob Google doch noch die Muskeln spielen läßt und einfach mal kurzfristig alle Verlage aus dem Index schmeißt.
Ein Problem dürften allerdings Blogger und andere Websites bekommen, die Nachrichten kommentieren wollen. Diese werden eine Abmahnung kassieren und vermutlich nicht in der Lage sein gegen diese Abmahnung erfolgreich vorzugehen (bzw. die nötigen finanziellen Ressourcen, um das Ganze bis zu einer endgültigen Entscheidung durchzustehen). Das heißt, um das nicht zu einem kompletten Fiasko für die Verlage werden zu lassen (da das eigentliche Ziel dieses Gesetzes, Google höchstwahrscheinlich außen vor ist), werden die Verlage auf jeden Fall gegen jeden vorgehen müssen, der sich einen Rechtsstreit nicht leisten können wird, um dieses Gesetzt noch zu rechtfertigen. Damit wird demnächst wohl eine neue Abmahnwelle durch das Internet schwappen.
Denn wenn man mal die Snippets außen vor läßt, dann gibt es eigentlich nichts, was nicht bisher bereits durch das Urheberrecht bzw. Bildrecht ohnehin geschützt wäre.
Es bleibt abzuwarten, ob die Mehrheit der Opposition noch die Möglichkeiten hat, dieses Gesetz im Bundesrat zu verhindern. Anscheinend ist noch nicht ganz klar, ob es sich bei dem Leistungsschutzrecht um ein zustimmungsbedürftiges Gesetz handelt oder nur um ein Einspruchsgesetz.
Was bleibt? Das Geschmäckle, als wäre gegen alle Bedenken ein Gesetz durchgedrückt worden, was so ziemlich alle Experten ablehnen und das fatal an die Fehler eines anderen Gesetzes erinnert, das Anfang der Legislaturperiode für die Hotellobby die Senkung des Mehrwertsteuersatzes durchgedrückt hat.
Lesefutter:
Eine Legislaturposse in drei Akten
Lügen fürs Leistungsschutzrecht (5)
Lügen fürs Leistungsschutzrecht (4)
Lügen fürs Leistungsschutzrecht (3)
Lügen fürs Leistungsschutzrecht (2)
Lügen fürs Leistungsschutzrecht (1)
Denn das darf durchaus als Erfolg der Kritiker und wohl vor allem Googles Lobbyismus betrachtet werden. Es ist klar, dass Google es sich leisten kann die Entscheidung, was als einzelne Wörter oder kleinste Textausschnitte betrachtet werden kann, bis zu einer höchst richterlichen Entscheidung durchzufechten. Das heißt, im Zweifel ändert sich für Google zunächst einmal gar nichts. Interessant wäre es zu sehen, ob Google doch noch die Muskeln spielen läßt und einfach mal kurzfristig alle Verlage aus dem Index schmeißt.
Ein Problem dürften allerdings Blogger und andere Websites bekommen, die Nachrichten kommentieren wollen. Diese werden eine Abmahnung kassieren und vermutlich nicht in der Lage sein gegen diese Abmahnung erfolgreich vorzugehen (bzw. die nötigen finanziellen Ressourcen, um das Ganze bis zu einer endgültigen Entscheidung durchzustehen). Das heißt, um das nicht zu einem kompletten Fiasko für die Verlage werden zu lassen (da das eigentliche Ziel dieses Gesetzes, Google höchstwahrscheinlich außen vor ist), werden die Verlage auf jeden Fall gegen jeden vorgehen müssen, der sich einen Rechtsstreit nicht leisten können wird, um dieses Gesetzt noch zu rechtfertigen. Damit wird demnächst wohl eine neue Abmahnwelle durch das Internet schwappen.
Denn wenn man mal die Snippets außen vor läßt, dann gibt es eigentlich nichts, was nicht bisher bereits durch das Urheberrecht bzw. Bildrecht ohnehin geschützt wäre.
Es bleibt abzuwarten, ob die Mehrheit der Opposition noch die Möglichkeiten hat, dieses Gesetz im Bundesrat zu verhindern. Anscheinend ist noch nicht ganz klar, ob es sich bei dem Leistungsschutzrecht um ein zustimmungsbedürftiges Gesetz handelt oder nur um ein Einspruchsgesetz.
Was bleibt? Das Geschmäckle, als wäre gegen alle Bedenken ein Gesetz durchgedrückt worden, was so ziemlich alle Experten ablehnen und das fatal an die Fehler eines anderen Gesetzes erinnert, das Anfang der Legislaturperiode für die Hotellobby die Senkung des Mehrwertsteuersatzes durchgedrückt hat.
Lesefutter:
Eine Legislaturposse in drei Akten
Lügen fürs Leistungsschutzrecht (5)
Lügen fürs Leistungsschutzrecht (4)
Lügen fürs Leistungsschutzrecht (3)
Lügen fürs Leistungsschutzrecht (2)
Lügen fürs Leistungsschutzrecht (1)
XFCE4: langsames xfrun4
Seit einer Weile, ist nervt mich mein Xfce, weil der Anwenderstarter, den man normalerweise mit <Alt>-<F2> startet, erst eine Weil hängt, bevor er endlich auftaucht.
Startet man auf einer Konsole xfrun4, so passiert einige Sekunden lang gar nichts, bevor es die folgende Fehlermeldung wirft und dann endlich startet:
Das scheint mittlerweile auch als Bug bei Ubuntu bekannt zu sein. Abhilfe schafft man, indem man xfce4 mit der Option
Möchte man das jetzt auch entsprechend auf <Alt>-<F2> legen, kann man das mittels
Startet man auf einer Konsole xfrun4, so passiert einige Sekunden lang gar nichts, bevor es die folgende Fehlermeldung wirft und dann endlich startet:
(xfrun4:5200): xfce4-appfinder-CRITICAL **: Failed to open window: Did not receive a reply. Possible causes include: the remote application did not send a reply, the message bus security policy blocked the reply, the reply timeout expired, or the network connection was broken.
Das scheint mittlerweile auch als Bug bei Ubuntu bekannt zu sein. Abhilfe schafft man, indem man xfce4 mit der Option
--disable-serverstartet. Anscheinend gibt es ein Problem zwischen der Applikation und D-Bus und mit dieser Option verhindert man, dass xfrun4 versucht mit D-Bus zu kommunizieren.
Möchte man das jetzt auch entsprechend auf <Alt>-<F2> legen, kann man das mittels
xfce4-settings-editorunter xfce4-keyboard-shortcuts/commands/custom/<Alt>F2 eintragen. Oder mittels xfconf-query auf der Konsole, hier zum Copy/Pasten:
xfconf-query -c xfce4-keyboard-shortcuts -p '/commands/custom/<Alt>F2' -s "xfrun4 --disable-server"
Screen Recording mit Vim
Nachdem ich lange nichts mehr an meinem Replay-Plugin für Vim gearbeitet habe, kommt jetzt mal wieder ein Update. Ausgangspunkt war dieses Ticket, bei dem gefragt wurde, ob man diese Screen-Recordings nicht permanent machen könne.
Die ursprüngliche Idee war es eigentlich, einfach Vim die kompletten Änderungen noch einmal nachspielen zu lassen, die seit einem bestimmten Zeitpunkt durchgeführt wurden. Das funktioniert im Prinzip so, dass man erst einmal ein Undo zum frühesten Zeitpunkt macht und danach jede durchgeführte Änderung mit einer kleinen Verzögerung wiederholt (damit man noch etwas erkennen kann). Für den Nutzer sieht das dann allerdings wie eine ScreenCapture aus.
Nun ist es aber so, dass es eigentlich nicht möglich ist, das permanent zu speichern. Man kann zwar mittels permanenten undo auch zu einem späteren Zeitpunkt die Änderungen abspielen, aber wenn die Undo Daten mal weg sind, ist es Essig mit Abspielen. Die einzige Möglichkeit ist demnach, das abzuspielen tatsächlich mittels screen recording zu capturen und zu als Film zu speichern.
Nachdem ich zunächst an script(1) und scriptreplay gedacht habe (weil eine Konsolenaufzeichnung ja reichen würde), hat sich ziemlich schnell herausgestellt, dass das nicht so funktioniert wie gedacht, da hierbei immer eine neue Shell Session gestartet wird und man somit nicht eine vorhandene Vim Session recorden kann. Jetzt habe ich das so gemacht, dass von Vim im Hintergrund ein ffmpeg/avconv Prozess gestartet wird, der den Screen captured und danach nur das aktuelle Fenster rausschneidet. Das funktioniert erstaunlich gut, dass es mich nicht sonderlich stört, dass es nur unter einer grafischen Oberfläche und Unix läuft.
Nun kann man ganz bequem eine Vim Session aufnehmen um z.B. die Funktionsweise von Plugins zeigen. Es gibt noch einen weiteren Vorteil. Wenn man eine Session aufnehmen will, muß man immer genau aufpassen, wie schnell man etwas tippt oder wo man hinclickt, damit der Betrachter das auch optisch nachverfolgen kann. Gerade bei Vim ist das sehr problematisch, da er oft nur über die Tastatur gesteuert wird. Man kann also jetzt z.B. die Änderungen an einem Dokument durchführen, die man zeigen möchte und danach mittels der Undo/Wiederherstellen-Methode schön gleichmäßig abspielen lassen und als Film speichern kann.
Die nächsten Fragen sind jetzt, wie kann man das zumindest auch unter Mac (hab ich nicht) und Windows (nutz' ich nicht) ermöglichen. Mir schwant dabei jedoch furchtbares, die Erfahrungen mit dem Plugin SudoEdit lassen mich vermuten, dass das ein ziemliches Gehampel ist, bis das einigermaßen zuverlässig funktioniert und Windows Batch-Scripting korrekt hinzubekommen ist auch eine sehr fragile Geschichte.
Die ursprüngliche Idee war es eigentlich, einfach Vim die kompletten Änderungen noch einmal nachspielen zu lassen, die seit einem bestimmten Zeitpunkt durchgeführt wurden. Das funktioniert im Prinzip so, dass man erst einmal ein Undo zum frühesten Zeitpunkt macht und danach jede durchgeführte Änderung mit einer kleinen Verzögerung wiederholt (damit man noch etwas erkennen kann). Für den Nutzer sieht das dann allerdings wie eine ScreenCapture aus.
Nun ist es aber so, dass es eigentlich nicht möglich ist, das permanent zu speichern. Man kann zwar mittels permanenten undo auch zu einem späteren Zeitpunkt die Änderungen abspielen, aber wenn die Undo Daten mal weg sind, ist es Essig mit Abspielen. Die einzige Möglichkeit ist demnach, das abzuspielen tatsächlich mittels screen recording zu capturen und zu als Film zu speichern.
Nachdem ich zunächst an script(1) und scriptreplay gedacht habe (weil eine Konsolenaufzeichnung ja reichen würde), hat sich ziemlich schnell herausgestellt, dass das nicht so funktioniert wie gedacht, da hierbei immer eine neue Shell Session gestartet wird und man somit nicht eine vorhandene Vim Session recorden kann. Jetzt habe ich das so gemacht, dass von Vim im Hintergrund ein ffmpeg/avconv Prozess gestartet wird, der den Screen captured und danach nur das aktuelle Fenster rausschneidet. Das funktioniert erstaunlich gut, dass es mich nicht sonderlich stört, dass es nur unter einer grafischen Oberfläche und Unix läuft.
Nun kann man ganz bequem eine Vim Session aufnehmen um z.B. die Funktionsweise von Plugins zeigen. Es gibt noch einen weiteren Vorteil. Wenn man eine Session aufnehmen will, muß man immer genau aufpassen, wie schnell man etwas tippt oder wo man hinclickt, damit der Betrachter das auch optisch nachverfolgen kann. Gerade bei Vim ist das sehr problematisch, da er oft nur über die Tastatur gesteuert wird. Man kann also jetzt z.B. die Änderungen an einem Dokument durchführen, die man zeigen möchte und danach mittels der Undo/Wiederherstellen-Methode schön gleichmäßig abspielen lassen und als Film speichern kann.
Die nächsten Fragen sind jetzt, wie kann man das zumindest auch unter Mac (hab ich nicht) und Windows (nutz' ich nicht) ermöglichen. Mir schwant dabei jedoch furchtbares, die Erfahrungen mit dem Plugin SudoEdit lassen mich vermuten, dass das ein ziemliches Gehampel ist, bis das einigermaßen zuverlässig funktioniert und Windows Batch-Scripting korrekt hinzubekommen ist auch eine sehr fragile Geschichte.
Monday, 21. January 2013
Zugefrorene Oberleitungen
Krass, in ganz Frankfurt ist der Betrieb der Tramlinien aufgrund zugefrorener Oberleitungen komplett eingestellt. Und zwar schon seit gestern Abend und noch mindestens bis Betriebsschluß heute. Mal sehen, ob es die nächsten Tage besser wird.
Ich frage mich ja, wieso nur die Straßenbahnlinien betroffen sind und die S-Bahnen mehr oder weniger pünktlich fahren können.
Lustiges Detail am Rande, offenbar hat es der RMV gestern den ganzen Tag nicht geschafft, dieses äh "Problem" auf Ihrer Website anzukündigen und heute vormittag war rmv.de überhaupt nicht erreichbar.
Ich frage mich ja, wieso nur die Straßenbahnlinien betroffen sind und die S-Bahnen mehr oder weniger pünktlich fahren können.
Lustiges Detail am Rande, offenbar hat es der RMV gestern den ganzen Tag nicht geschafft, dieses äh "Problem" auf Ihrer Website anzukündigen und heute vormittag war rmv.de überhaupt nicht erreichbar.
Thursday, 13. December 2012
Papas neues Ipad
Tuesday, 11. December 2012
Spass mit der Telekom
Sehr schöne Real Satire:
Mann versucht seit einem halben Jahr bei der Telekom zu kündigen
Mann versucht seit einem halben Jahr bei der Telekom zu kündigen
Spass mit der Telekom
Sehr schöne Real Satire:
Mann versucht seit einem halben Jahr bei der Telekom zu kündigen
Mann versucht seit einem halben Jahr bei der Telekom zu kündigen
Spass mit der Bahn
Haha,
frühmorgens um 7 Uhr in den Zug einsteigen und festellen, dass man einen Fahrschein für die entgegengesetzte Verbindung gelöst hat ist echt spaßig. Dummerweise gibt es die exakt gleiche Verbindung zur gleichen Zeit nämlich auch in die andere Richtung. Tja, wer lesen bzw. schreiben kann, ist echt im Vorteil.
frühmorgens um 7 Uhr in den Zug einsteigen und festellen, dass man einen Fahrschein für die entgegengesetzte Verbindung gelöst hat ist echt spaßig. Dummerweise gibt es die exakt gleiche Verbindung zur gleichen Zeit nämlich auch in die andere Richtung. Tja, wer lesen bzw. schreiben kann, ist echt im Vorteil.
Thursday, 6. December 2012
Die Diskussion um das Leistungsschutzrecht
Mit Spannung verfolge ich die aktuelle Diskussion um das Leistungsschutzrecht.
Die Verlagshäuser wollen ja anscheinend ohne Rücksicht auf Verluste die Lex Google durchdrücken und die Regierung läuft dabei Gefahr, die peinliche Posse um die Steuererleichterungen für Hoteliers zu wiederholen. Interessanterweise argumentiert man ja immer mit der qualitativen Arbeit der Journalisten, die geschützt werden müssen. Ironie der Geschichte daran ist, dass in den großen überregionalen Tageszeitungen nur einseitig berichtet wurde (natürlich pro Leistungsschutzrecht) und man damit unfreiwillig ein herausragendes Beispiel qualitativer Arbeit liefert. Das Verschweigen der vernichtenden Kritik in der Stellungnahme (pdf) der Deutschen Vereinigung für gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht (GRUR) sowie weiterer Wissenschaftler ist ja an sich schon lächerlich genug.
Damit nicht genug, wird auch noch auf einem Niveau ad-hominem diskutiert, dass man den Eindruck gewinnt, Fakten hätten in dieser Diskussion nichts mehr zu suchen. Letztes Beispiel, Christoph Keese, Lobbyist des Axel Springer Verlags im Gespräch mit Horizont.net:
Es ist auch interessant zu sehen, wie man sehenden Auges die vorhandenen technischen Lösungen von Google wegzudiskutieren versucht:
Natürlich könnte man pro Artikel einstellen, ob sie indiziert werden sollen oder nicht bzw. ob Snippets angezeigt werden sollen oder nicht.
Lustigerweise habe ich ab eh das Gefühl, dass man nicht genau weiß, was man will. Gefunden werden ja, aber nur wenn Google dafür bezahlt die Verlage zu finden, oder wie?
Wenn die Debatte wenigstens offen und sachlich geführt würde...
Die Verlagshäuser wollen ja anscheinend ohne Rücksicht auf Verluste die Lex Google durchdrücken und die Regierung läuft dabei Gefahr, die peinliche Posse um die Steuererleichterungen für Hoteliers zu wiederholen. Interessanterweise argumentiert man ja immer mit der qualitativen Arbeit der Journalisten, die geschützt werden müssen. Ironie der Geschichte daran ist, dass in den großen überregionalen Tageszeitungen nur einseitig berichtet wurde (natürlich pro Leistungsschutzrecht) und man damit unfreiwillig ein herausragendes Beispiel qualitativer Arbeit liefert. Das Verschweigen der vernichtenden Kritik in der Stellungnahme (pdf) der Deutschen Vereinigung für gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht (GRUR) sowie weiterer Wissenschaftler ist ja an sich schon lächerlich genug.
Damit nicht genug, wird auch noch auf einem Niveau ad-hominem diskutiert, dass man den Eindruck gewinnt, Fakten hätten in dieser Diskussion nichts mehr zu suchen. Letztes Beispiel, Christoph Keese, Lobbyist des Axel Springer Verlags im Gespräch mit Horizont.net:
Google ist eine Art Taliban und wehrt sich gegen jede Art von Fortschritt.
Es ist auch interessant zu sehen, wie man sehenden Auges die vorhandenen technischen Lösungen von Google wegzudiskutieren versucht:
Jetzt sagen Sie: mit Robots.txt. Und was geschieht dann?Man wird bei jeder Suchmaschine und jedem Aggregator unsichtbar. An oder Aus für alle und alles - das ist die einzige Wahl, die einem Robots.txt lässt. Diese Technologie stammt aus der Steinzeit des Webs. Sie ist hoffnungslos veraltet
Natürlich könnte man pro Artikel einstellen, ob sie indiziert werden sollen oder nicht bzw. ob Snippets angezeigt werden sollen oder nicht.
Lustigerweise habe ich ab eh das Gefühl, dass man nicht genau weiß, was man will. Gefunden werden ja, aber nur wenn Google dafür bezahlt die Verlage zu finden, oder wie?
Wenn die Debatte wenigstens offen und sachlich geführt würde...
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