Wednesday, 4. November 2009
alter Rechner
¹) Komme mir keiner mit Bios-Update. Das ist so ein dämliches OEM Board, das gibt es nichtmal offiziell vom Hersteller. Bei dem Hersteller des OEM-PCs (einem Markenhersteller mit 2 Buchstaben), findet sich im übrigen auch nichts zum Board. Dann fliegen da im Internet noch diverse BIOS-Updates für das Board rum, welches wohl auch von Medion mal vertrieben wurde. Nur leider andere Versionsnummer. Aber da hab ich mir nicht getraut, das Board damit kaputt zu flashen. Juchu, ein Hoch auf OEM-Boards…
Wednesday, 29. July 2009
Vergessenes Passwort
Nun ja, also habe ich mir natürlich ein komplexes und sehr langes Passwort ausgedacht. Richtig lang und schwierig zu merken. Dummerweise hatte ich es 10 Minuten später doch wieder vergessen.
Egal was ich tat, Windows ließ mich nicht mehr rein. Normalerweise hilft eine kurze Gedenkminute, aber das brachte diesmal nichts. Ganz kurz fing ich an zu schwitzen, ich sah mich schon zum Support rennen, meinen Rechner geplättet und ein neues Image draufgezogen und damit alle meine Daten weg.
Doch dann fiel mir ein, dass ich ja noch ein zweites Betriebssystem auf dem Laptop habe, in diesem Fall Ubuntu 9.04 installiert durch den Wubi-Installer. Somit hatte ich von da aus zumindest Zugriff auf meine Daten und hätte sie wenigstens noch retten können, bevor ich zum Support laufe und nen halben Tag abschreiben kann. Irgendwann fiel mir zum Glück noch ein, kurz mal zu googeln, ob es nicht von Linux aus eine Möglichkeit gäbe, das Passwort zurückzusetzen. Und tatsächlich, es gibt sie. Und zwar in Form von chntpw.
Also schnell per apt-get installiert, kurz die Doku gelesen und losgelegt (gute Anleitung übrigens):
chntpw version 0.99..., (c) Petter N Hagen
openHive(software): File does not seem to be a registry hive!
Simple registry editor. ? for help.
Funktioniert natürlich nicht, wie es im Netz steht. Super. Immer dann, wenn man sowas ganz dringend braucht, ist die Software borken. Ich fing wieder an zu schwitzen... Nochmal nach der Fehlermeldung gegoogelt und ich fand den folgenden Bug: Launchpad: 293809. Scheint, als wäre chntpw auf x86_64 kaputt. Dabei habe ich nichtmal absichtlich die 64bit Version von Ubuntu installiert. Das hat der Installer von alleine gemacht, ohne mich zu fragen!!!1ELF
Als nächstes versuchte ich dann mit den verschiedenen Images, die auf der Upstream Homepage bereitgestellt werden, einen USB-Stick bootfähig zu machen. Einen Rohling hatte ich nämlich nicht und ein Floppy Drive gibt es nicht mehr am Laptop (Überraschung!). Ging aber nicht, warum auch immer. Also doch zum Support rennen.
Aber halt, im Source, gibt es eine statisch kompilierte Version. Und das war die große Überraschung. Einfach das Source Paket von Upstream runterladen und mit chntpw.static arbeiten. Das funktioniert!
5 Minuten später hatte ich wieder einen funktionierenden Login bei Windows. Und das neue Passwort ist zwar auch wieder kompliziert, aber das kann ich mir merken.
Wednesday, 27. May 2009
SSHFS und globaler Namespace
Ich springe bei der Arbeit auf einer Menge von Kisten rum und bearbeite dabei eine Menge Files - nichts besonderes wenn man Systeme administriert bzw. Software entwickelt. In letzter Zeit nutze ich vermehrt SSHFS. Das ist sehr praktisch, da man so die Tools (z.B. svn, vim, ctags, ...) die man auf seiner Workstation konfiguriert und installiert hat nutzen kann sofern man netzwerktechnisch in der Lage ist, eine SSH-Verbindung aufzubauen.
Prinzipiell geht das so:
aptitude install sshfs mkdir /home/mschoechlin/mnt/256bit.org/ sshfs -o idmap=user mschoechlin@256bit.org:/ /home/mschoechlin/mnt/256bit.org/ cat /home/mschoechlin/mnt/256bit.org/etc/fstab
Mit dem Tool "afuse" geht das noch bequemer - nebenbei bekommt man einen globalen Filesystemnamespace:
aptitude install afuse sshfs mkdir ~/sshfs afuse -o mount_template="sshfs -o idmap=user %r:/ %m" -o unmount_template="fusermount -u -z %m" ~/sshfs/ cd ~/sshfs cat user@host/etc/fstab cat host/etc/fstab killall afuse
Sobald man also mit "cd" in das Verzeichnis "~/sshfs/<user>@<hostname>" wechselt springt der "afuse" Automounter an und mountet das System via "sshfs". Dabei wird die UserId, über welche man sich angemeldet hat, immer auf die lokale gemapped. Die Verwendung des SSH-Agent/SSH-Keys ist hier ganz nützlich - andernfalls poppt ein Passwortdialog auf.
Friday, 24. April 2009
Restore eines Backups
Diese Woche hatte ich sozusagen den Ernstfall. Ich wollte meine Daten auf eine neue Maschine syncen. Nachdem ich mittels Truecrypt die Partition entschlüsselt hatte brach das Kopieren immer mit einem "Acces Denied" Fehler ab.
Zunächst dachte, das wären Anzeichen für den baldigen bevorstehenden Tod meiner Festplatte. Leicht beunruhigt ließ ich einen Dateisystemcheck laufen, der aber keine Ergebnisse brachte. Testweise an mein altes Arbeitsgerät angeschlossen und siehe da, alles funktioniert wie zuvor. Das machte mich stutzig und nach kurzem Nachdenken kam ich auch auf die Lösung: Das Backup erfolgt aus mehreren Gründen auf ein NTFS-Dateisystem (u.a. Unterstüzung für Dateien größer > 4 GB, nicht so starke Fragmentierung und eben auch Zugriffsberechtigungen). Und da haben wir auch schon das Problem: die ACLs, denn der Inhaber/Owner der Dateien war auf dem neuen System ein anderer (obwohl der Username jedesmal der selbe war).
Leider brachte Google zum Ändern nur die Hinweise: rechter Mausklick auf Datei, Menüpunkt Properties und dann im Reiter Security kann man die Berechtigungen anpassen. Nur, auf dem neuen System gab es den Menüpunkt nicht. Den gibt es nämlich nur, wenn man "Use Simple File Sharing (Recommended)" nicht angehakt hat (Explorer, Menü Tools->Folder Options, Reiter View, letzter Punkt). Nach dem ich den Haken entfernt hatte, gab es auch den Reiter Security in den Eigenschaften einer Datei.
Also in die Eigenschaften der Ordner gegangen, Reiter Security, den Advanced Knopf ausgewählt und nun einmal im Reiter Permissions dem neuen Benutzer explizit alle Rechte geben und zusätzlich im Reiter den Owner auf den neuen alten Nutzer gesetzt und nicht vergessen das Häkchen "Replace permission entries on all child objects." bei Permissions anhaken und im Reiter Owner das Häkchen "Replace Owner on subcontainers and objects" anhaken. Damit die Änderungen auch in allen Unterobjekten übernommen werden.
Danach ok anklicken und Windows rattert über die komplette Backup Platte und ändert alles wie gewünscht.
Tuesday, 3. February 2009
Gelöschte Dateien wiederherstellen
Wednesday, 29. October 2008
Cyrus und Sieve kaputt?
sieveshell "unable to connect to server" gegoogelt wird. (Google ist voll davon).
Ich habe hier ein Etch-System, auf welchem seit Sarge ein Cyrus IMAP Server seine Dienste verrichtet. Und zwar klaglos ohne Probleme und völlig unauffällig. Sieve ist auch eingerichtet und funktioniert seitdem auch völlig problemlos.
Bis ich gestern neue Regeln hinzufügen wollte. Traditionell mach ich das mittels sieveshell -u <user> localhost
Die Anmeldung ging immer schief. Es war nicht möglich sich mit dem Sieve-Service zu verbinden. Was passierte war folgendes:
cb@localhost:$ sieveshell -u cb localhost
connecting to localhost
unable to connect to server at /usr/bin/sieveshell line 174.
Der Service lief natürlich, wie man folgendermaßen sehen konnte:
cb@localhost:~$ nc localhost sieve
"IMPLEMENTATION" "Cyrus timsieved v2.1.18-IPv6-Debian-2.1.18-5.1"
"SIEVE" "fileinto reject envelope vacation imapflags notify subaddress relational regex"
OK
logout
OK "Logout Complete"
Seltsam, seltsam. Es sah alles ok aus. Ein Blick in das Perl-Script sieveshell hat auch nicht weitergeholfen, das sah normal aus. Nach ewigem Suchen, fand ich dann diese Info in der Dokumentation:
2. From your normal account, telnet to the sieve port on the server
you're setting up:
telnet foobar sieve
If your server is running, you'll get a message similar to the
following one:
Trying 128.2.10.192...
Connected to foobar.andrew.cmu.edu.
Escape character is '^]'.
"IMPLEMENTATION" "Cyrus timsieved v1.1.0"
"SASL" "ANONYMOUS PLAIN KERBEROS_V4 GSSAPI"
"SIEVE" "fileinto reject envelope vacation imapflags notify
subaddress regex"
OK
Any message other than one similar to the one above means there is
a problem. Make sure all of authentication methods you wish to
support are listed. This list should be identical to the one
listed by "imapd" earlier. Next terminate the connection, by
typing "logout".
Wem fällt was auf?
Richtig, die Zeile "SASL" "ANONYMOUS PLAIN KERBEROS_V4 GSSAPI" tauchte lokal überhaupt nicht auf. Das bedeutete, wenn ich das richtig interpretiere, dass es keine Möglichkeit gab sich gegenüber dem Server zu authentifizieren. Das ist ja erstmal verwunderlich, denn der normale IMAP Login funktionierte tadellos und in der Konfigurationsdatei gibt es nicht wirklich viele Einstellungen zum Thema Sieve.
Irgendwann nachdem ich zunächst erfolglos mit den Anmelde- und Sasloptionen gespielt habe, fiel mir dann auf, dass das Paket libsasl2-modules nicht installiert war. Nachdem das nachgeholt war, funktionierte plötzlich auch der Sieve-Login wieder und die Telnet Ausgabe sah nun wie gewünscht aus:
cb@localhost$ nc localhost sieve
"IMPLEMENTATION" "Cyrus timsieved v2.1.18-IPv6-Debian-2.1.18-5.1"
"SASL" "PLAIN NTLM LOGIN DIGEST-MD5 CRAM-MD5"
"SIEVE" "fileinto reject envelope vacation imapflags notify subaddress relational regex"
OK
logout
OK "Logout Complete"
Ach und laßt Euch von der Fehlermeldung
timsieved: could not getenv(CYRUS_SERVICE); exiting
nicht in die Irre führen. Diese kommt immer, wenn man versucht timsieved von Hand zu starten und nicht aus einem Cyrus-Prozess heraus. Diese Fehlermeldung hat mich nämlich auch ganz schön in die Irre geführt.
Sehr subtiles kleines Problem. Und ich verstehe aktuell immernoch nicht, warum man sich am IMAP-Server anmelden konnte, aber nicht bei Sieve.
Sunday, 4. May 2008
Alternative zu Siteminder ?
nur zentral verwalten (z.B. mit einem LDAP Server), sondern auch eine applikations- bzw. serverübergreifend authentifizieren.
Das hat nicht nur den Vorteil das sich ein User nur einmal für alle Applikationen einloggen muss, sondern vermeidet auch
das Passwörter über alle beteiligen Server fließen.
Single Sign On (SSO) - manche große Konzerne setzen dafür ziemlich propietäre Software wie z.B. Siteminder - ein Produkt, das wie ich gehört habe wohl seit Jahren total verbugged ist, vom Hersteller auch mit teuren Supportverträgen nur schlecht supported wird, mit Linux-Systemen (besonders 64 Bit) nur schlecht harmoniert und sehr übel zu administrieren ist.
Heute bin ich zufällig bei Freshmeat über "mod_auth_pubtkt" gestolpert - möglicherweise eine leichtgewichtige Alternative zu den "Enterprise Lösungen"
mod_auth_pubtkt is an Apache module that authenticates a user based on a cookie with a ticket that has been issued by a central login server and digitally signed using either RSA or DSA. This means that only the trusted login server has the private key required to generate tickets, while web servers only need the corresponding public key to verify them.
Whenever mod_auth_pubtkt encounters a request without a valid ticket/cookie, it redirects the user to a pre-configured login URL, passing the originally requested URL as a GET parameter. The login server can then prompt the user for credentials, verify them using any authentication backend it chooses, and upon success, generate a login ticket (signed with its private key), return it in a cookie to the client, and finally redirect the user back to the originally requested URL.
Tickets may contain a list of "tokens", and each resource (directory etc.) can be made to require a specific token, thus giving a simple but effective form of authorization (the login server can assign different tokens to different users, e.g. based on group membership).
If the cookie is scoped to the entire domain, all web servers with mod_auth_pubtkt in the domain and configured with the same public key will accept the ticket and not require any further authentication from the client until the ticket expires.
Note that a rogue server could steal a valid ticket provided by a client (or it could be sniffed by an adversary if using plain HTTP); however, the client IP address can be included in the ticket, making it harder for other people to use.
Kennt das jemand, kann man damit was anfangen ?
Welche Erfahrungen habt ihr damit ?
Wenn ich mal wieder etwas Zeit habe, werde ich mir das mal anschauen...
Thursday, 17. April 2008
Bug in initramfs-tools
Ich bin also in der busybox shell gelandet und hab auch gleich das Problem erkannt, die shell hat keine Programme aus /bin gestartet, obwohl /bin im Pfad war. Erst nachdem /proc gemountet war, ging das wieder. Also hab ich ein paar Mal init gespielt, bis udev endlich mein root-Device gefunden hat und ich dann endlich im init-Script von initramfs-tools den Mount-Aufruf um den Pfad ergänzt habe. Dann noch schnell ein update-initramfs -u -k all und schon lief das wieder.
Das hört sich gar nicht so schlimm an, ab bis ich das rausgefunden hatte, hat es eine Weile gedauert. Naja mit dem heutigen Update wurde dann das defekte initramfs-tools wieder ersetzt.
Wednesday, 20. February 2008
Wubi
Es gibt anscheinend auch Bestrebungen Wubi mit Hardy als alternativen Installer auszuliefern.
Das scheint ein interessanter Weg, Ubuntu parallel zu installieren, ohne Gefahren für Windows. Werd ich demnächst mal ausprobieren.
Saturday, 5. January 2008
Das Cut & Paste Profile
- die Policy verbietet es (wenn verschiedene Admins auf dem System administrieren, sich aber die selben User teilen)
- man arbeitet nur temporär auf dem System um ein Problem zu beheben
- manche Benutzer werden von mehreren Personen gleichzeitig verwendet
(z.B. ein DB2 Instanzuser) - es ist mühsam das Profil regelmäßig auf einigen hundert Systemen zu aktualisieren
- durch eigene Profile können Daemons die den selben Systemuser verwenden unter Umständen negativ beeinflusst werden
(z.B. bei Verwendung LC_* oder LANG-Umgebungsvariablen werden beim Durchstarten des Prozesses diese Variablen an den gestarteteten Prozess vererbt)
Viele Admins beschränken daher nur auf die Funktionalität die man bei einer typischen Shell-Sitzung antrifft und setzen die unabdingbaren Einstellungen (wie z.B. eine passende TERM-Variable) bei jeder Session neu.
Eine Lösung für dieses Problem ist, sich die passenden Kommandos in eine Datei zu schreiben und den Inhalt bei Bedarf in das gerade geöffnete Shellfenster per Cut & Paste zu übertragen.
Bei mir sieht diese Datei wie folgt aus (ich administriere einige Solaris und Linux Systeme):
[ "$BASH_VERSION" = "" ] && bash
export PS1='$(EXC=$?;if [ $EXC != 0 ] ;then echo \[\e[31m\]ERR "$EXC : " ; fi)\[\e]0;\w\a\]\[\e[32m\]\u@\H(\t) \[\e[33m\]\w\[\e[0m\] \n\$ \[\e]2;\u@\H \w\a'
alias DATE='date "+%Y-%m-%d_%H-%M-%S"';
if(uname |grep -v Linux);then
alias screen="SHELL=/usr/bin/bash TERM=vt100 screen"; alias less="less -n"
alias gdiff="/usr/local/bin/diff";
export TERM=vt220; alias bps="/usr/ucb/ps"; alias ggrep="/usr/local/bin/grep"; stty erase ^?
export EXINIT="set autoindent showmode showmatch ignorecase flash notimeout"
fi
type -p less >/dev/null 2>&1 && export PAGER=less
lspath(){
CURR="`/usr/*bin/nslookup $(uname -n) 2>/dev/null|awk '/'$(uname -n)'/{print $2}'`"
if ( echo $1|egrep "^/" >/dev/null 2>&1); then
echo -e "\n '${LOGNAME}@${CURR}:$1\n"
else
echo -e "\n '${LOGNAME}@${CURR}:${PWD}/$1\n"
fi
}
type vim >/dev/null 2>&1 && alias vi="vim"
alias l="ls -la"; alias ll="ls -l" ; alias lf="ls -Fa"; alias sl="ls"; alias lt="ls -latr";
---
Mann kann den Inhalt der Profil Datei mit dem Werkzeug "xsel" (z.B. verfügbar als Paket
"xsel" in Debian) automatisiert in den den Buffer befördern:
cat ~/.remote-profile|xsel -s -i
---
--- ~/.Xresources
# execute 'xrdb -merge ~/.Xresources' to activate
XTerm*.Translations: #override \
Ctrl<p><key>X: insert-selection(SECONDARY)
---
schnell in eine Shellsession pasten. Schon nach kurzer Zeit geht dieses Vorgehen ins Rückenmark
über ....
Alternativ kann man den Cut&Paste des Remoteprofils auch in Screen verdrahten - dies ist vor allem nützlich wenn Screen auf dem Rechner läuft von dem man sich auf den zu administrierenden Kisten einloggt (z.B. ein kassischer Jumphost). Mit folgender Anweisung kann man dann Cut&Paste des Profils relativ bequem im aktuellen Screen mit "STRG+a x" (Profil in den Screenbuffer saugen) und "STRG+a X" (Screenbuffer ins Terminal kippen) durchführen.
-- ~/.screenrc
bind x readbuf ~/.remote-profile
bind X paste .
--
Apropos: Verbatim-Blöcke in Serendipity sucken echt - irgendwas ist immer verhuntzt
Ständig muss man im HTML-Source nachbessern. (Christian : Hast du einen Tipp ?)
Friday, 1. June 2007
sudo woos
heute erzählte mir ein Anwender eines Linuxs, dass er Probleme mit Programm X hatte. Auf weitere Nachfragen erklärte er die genaue Fehlermeldung und sagte:
Programm als "sudo su" gestartet
Verwirrt, starrte ich auf diese Aussage. Was, so fragte ich mich, wollte er mir damit sagen? Klar war, dass er als root arbeitete (was auch notwendig war).
Aber warum funktionierte es?
Auf einem Desktop Linux, wo für einen Benutzer alle Befehle mittels sudo freigegeben sind, bewirkt dieses Statement:
Führe su als Benutzer root aus.
su wird dafür benutzt, um sich als anderer Benutzer am Rechner anzumelden. Also z.B. kann man mit su root werden, wenn man das Passwort von root kennt. Su fragt dafür das Passwort des gewünschten users ab, und ersetzt sich anschließend durch eine Shell, die unter diesem Benutzer läuft (wenn denn das Passwort stimmt). Wenn wie in diesem Fall, keine Benutzerkennung su mitgegeben wird, wird angenommen, dass man root werden möchte. Wenn man aber bereits root ist (denn su wird bereits mit Rechten des Superusers ausgeführt), dann fragt su nicht nach einem Passwort, denn man ist ja root und darf alles. Es ersetzt sich somit brav durch eine Shell, die mit Root Rechten läuft.
Man hat also durch diesen umständlichen Weg eine Root-Shell bekommen. Dabei sollte doch durch einen Blick in die Manpage klar sein, dass man auch mit sudo -s eine Rootshell bekommen kann.
Ganz besonders lustig ist das, wenn man sudo als NOPASSWD konfiguriert hat. So spart man sich die Passworteingabe von su!1ELF!!
Liebe Ubuntu und andere sudo-Nutzer,
wenn ihr unbedingt eine root Shell haben wollt, dann nehmt sudo -s. Meinetwegen nehmt auch sudo bash. Aber sudo su ist nun wirklich Blödsinn. Ach ja, und wenn wir schonmal dabei sind, zum Editieren von Dateien, die root gehören, kann man sudo -e benutzen. Nicht sudo nano.
Woher ich das alles weiß?
Manpage lesen bildet.
Sunday, 17. December 2006
Literatur für Admins
Limoncelli ist seit vielen Jahren Sysadmin und das merkt man auch an den Themen die seine Bücher behandeln und an der Art wie er diese vermittelt. Es geht jedoch nur am Rand um technische Details - vielmehr vermittelt er konzeptionelles bzw. "Best Practice" Wissen, welches im Alltag eines Systemadministrators sehr von Nutzen sein kann (hier eine kleine Leseprobe des neuen Buchs)
Wednesday, 1. November 2006
BOFH
Mo., 08:05
Die Woche fängt gut an.
Anruf aus der Werbeabteilung, sie können eine Datei nicht finden.
Habe Ihnen die Verwendung des Suchprogramms "FDISK" empfohlen.
Hoffe, sie sind eine Weile beschäftigt.
08:25
Die Lohnbuchhaltung beschwert sich, ihre Netzwerkverbindung funktioniert
nicht.
Habe zugesagt, mich sofort darum zu kümmern.
Anschließend meine Kaffeemaschine ausgestöpselt und ihren Server wieder
angeschlossen.
Warum hört mir keiner zu, wenn ich sage, ich habe hier zu wenig Steckdosen?
Lohnbuchhaltung bedankt sich für die prompte Erledigung.
Wieder ein paar glückliche User!
08:45
Die Lagerfuzzis wollen wissen, wie sie die Schriftarten in ihrem
Textverarbeitungsprogramm verändern können.
Frage sie, welcher Chipsatz auf der Hauptplatine eingebaut ist.
Sie wollen wieder anrufen, wenn sie es herausgefunden haben.
09:20
Anruf aus einer Zweigstelle:
Sie können keine Anlagen in Lotus Notes öffnen.
Verbinde sie mit der Pförtnerkammer im Erdgeschoss.
09:35
Die Werbeabteilung berichtet, ihr PC fährt nicht mehr hoch und zeigt "ERROR
IN DRIVE 0" an.
Sage ihnen, das Betriebssystem ist schuld und gebe ihnen die Nummer der
Microsoft-Hotline.
09:40
Die Lageristen behaupten, sie hätten herausgefunden, das die Schriftarten
mit dem Chipsatz nichts zu tun haben.
Sage Ihnen, ich hätte gesagt "Bitsatz" und nicht "Chipsatz".
Sie wollen weiter suchen.
Wie kommen diese Leute zu ihrem Führerschein?
10:05
Der Ausbildungsleiter ruft an, er braucht einen Zugangscode für einen neuen
Lehrling.
Sage ihm, er muss einen Antrag stellen mit Formblatt7A96GFTR4567LPHT.
Sagt, er hat noch nie etwas von so einem Formblatt gehört.
Verweise ihn an den Pförtner im Erdgeschoss.
10:20
Die Burschen aus dem Lager geben keine Ruhe.
Sie sind sehr unfreundlich und behaupten, ich würde sie verarschen.
Sie hätten nun selbst herausgefunden, wie man die Schriftarten verändert.
Sie wollen sich beim Personalchef über mich beschweren.
Ich schalte das Telefon des Personalchefs auf "besetzt".
Anschließend logge ich mich auf ihren Server ein und erteile ihnen eine
Lektion.
10:30
Meine Freundin ruft an.
Ihre Eltern kommen am Wochenende zu Besuch und sie hat ein umfangreiches
Betreuungsprogramm vorbereitet.
Hört nicht auf zu reden.
Verbinde sie mit dem Pförtner im Erdgeschoss.
10:40
Schon wieder das Lager.
Sie berichten sehr kleinlaut, dass alle ihre Dateien leer sind.
Sage ihnen, das kommt davon, wenn man schlauer sein will als der
Administrator.
Zeige mich versöhnlich und verspreche, mich in das Problem zu vertiefen.
Warte 15 Minuten, um dann über ihren Server die Schriftfarbe wieder von
"weiß" auf "schwarz" zurückzustellen.
Sie bedanken sich überschwänglich und versichern mir, die angedrohte
Beschwerde wäre nur ein Scherz gewesen.
Ab heute fressen sie mir aus der Hand!
10:45
Der Pförtner kommt vorbei und erzählt, er erhalte merkwürdige Anrufe.
Er will unbedingt etwas über Computer lernen.
Sage ihm, wir fangen sofort mit der Ausbildung an.
Gebe ihm als erste Lektion die Aufgabe, den Monitor genau zu beobachten.
Gehe zum Mittagessen.
14:30
Komme vom Mittagessen zurück.
Der Pförtner berichtet, der Personalchef sei hier gewesen und habe etwas von
einem Telefonproblem gefaselt.
Schalte das Besetztzeichen von seiner Leitung.
Was würden diese Leute ohne mich tun?
14:35
Stöpsle das Service Telefon wieder ein.
Es klingelt sofort.
Cornelia (muss neu sein) vom Versand ruft an.
Sagt, sie brauche dringend eine neue ID, weil sie die alte vergessen hat.
Sage ihr, ID wird vom Zufallsgenerator erzeugt, wenn ich ihre Haarfarbe,
Alter, Maße und Familienstand eingebe.
Die Daten hören sich aufregend an.
Sage ihr, die ID wird erst am Abend fertig sein, aber wegen der
Dringlichkeit werde ich sie Ihr direkt zu ihrer Wohnung bringen.
14:40
Blättere ein wenig im Terminkalender des Personalchefs.
Lösche den Eintrag "MORGEN HOCHZEITSTAG!!!" am Mittwoch und den Eintrag
"HOCHZEITSTAG! AUF DEM HEIMWEG BLUMEN KAUFEN!!!" am Donnerstag.
Frage mich, ob er am Freitag immer noch so zufrieden aussieht.
14:45
Pförtner sagt, der Monitor erscheine ihm etwas zu dunkel.
Schalte den Monitor ein und starte den Bildschirmschoner.
Pförtner macht sich eifrig Notizen.
Wenn doch die gesamte Belegschaft so leicht zufrieden zu stellen wäre!
14:55
Spiele einige Dateien aus dem Ordner "Behobene Fehler" wieder auf den
Hauptserver zurück um sicherzustellen, dass meiner Ablösung für die
Spätschicht nicht langweilig wird.
15:00
Endlich Feierabend!
Hole mir vom Server der Personalabteilung die Adresse von Cornelia und packe
die Flasche Schampus aus dem Kühlschrank der VIP-Lounge ein.
Notiere noch hastig ihre neue ID (123456) und mache mich auf den Weg.
Nach so einem harten Tag braucht der Mensch ein wenig Entspannung!
Tuesday, 23. May 2006
Kostenlose Schriften
Kostenlose Schriften gibts auf dafont.com und auf 1001freefonts.com. Kostenlos heißt, Freeware, Shareware, Public Domain oder Demo.
Ach ja, zur Installation unter Linux kann man ttmkfdir benutzen.
Update: und dann gibt es da noch simplythebest.net/fonts/, sowie chank.com/
Tuesday, 18. April 2006
Rätsel
Und ich wunder mich, dass ich dort keine Post mehr kriege, außer dem obligatorischen: "Ihr Postfach hat keine neue Spam" Mails. Wobei, stimmt schon, effizienter Spam-Filter das.
Dank an den ehemaligen Kollegen, der nun nach Neuseeland verschwindet...
