Das Buch ist einfach der Hammer. Ich steh ja eigentlich nicht so auf humoristische Bücher, aber das ist vom Stil so wunderbar geschrieben, dass ich doch oft lachen mußte. Dazu kommt eine Geschichte, die einfach nur hanebüchen abgefahren ist. Vor allem die Lebensgeschichte des Allan Karlsson erinnert mich mit den spontanen Wendungen und abstrusen Ereignissen ein wenig an "Forrest Gump".
Das Buch ist so wundervoll, dass ich mich ärgere, es nicht ein halbes Jahr früher gelesen zu haben. So lang lag es nämlich herum... Wer etwas anspruchsvolles sucht, für den ist das hier allerdings nichts.
Saturday, 20. April 2013
Jonas Jonasson: "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand"
Florian Freistetter: "Der Komet im Cocktailglas"
Florian Freistetter ist Astronom und Blogger von Astrodicticum simplex. Dort bringt er die Astronomie interessierten Lesern näher und ich stöbere gerne in seinem Blog. Seit Anfang des Jahres gibt es sein neues Buch: "Der Komet im Cocktailglas".
In diesem Buch zeigt er wie die Astronomie unser Leben bestimmt und dass es sich nicht um eine Wissenschaft handelt, die "sich nur mit dem Weltall, Schwarzen Löchern und Sachen beschäftigt, die ganz weit weg sind", sondern unseren Alltag entscheidend mitbestimmt. Unter anderem erklärt er die Urknalltheorie, die Erdrotation, die Entstehung und den Einfluss des Mondes, die Entwicklung der Sterne sowie Einsteins Relativitätstheorie. Wenn man das liest, klingt das Ganze alles sehr einfach und logisch und scheint gar nicht kompliziert zu sein.
Dabei ist das Buch vom Stil her immer locker und spannend geschrieben, so dass man es nur ungern aus den Händen gibt. Es ist auf jeden Fall lesenswert und nebenbei erfährt man Spannendes über die Physik im Alltag.
In diesem Buch zeigt er wie die Astronomie unser Leben bestimmt und dass es sich nicht um eine Wissenschaft handelt, die "sich nur mit dem Weltall, Schwarzen Löchern und Sachen beschäftigt, die ganz weit weg sind", sondern unseren Alltag entscheidend mitbestimmt. Unter anderem erklärt er die Urknalltheorie, die Erdrotation, die Entstehung und den Einfluss des Mondes, die Entwicklung der Sterne sowie Einsteins Relativitätstheorie. Wenn man das liest, klingt das Ganze alles sehr einfach und logisch und scheint gar nicht kompliziert zu sein.
Dabei ist das Buch vom Stil her immer locker und spannend geschrieben, so dass man es nur ungern aus den Händen gibt. Es ist auf jeden Fall lesenswert und nebenbei erfährt man Spannendes über die Physik im Alltag.
Wednesday, 7. November 2012
Jay Dobyns "Falscher Engel"
Dies ist die Geschichte des ATF- Cops Jay Dobyns, der zwischen 2001 und 2003 bei den Hells Angels verdeckt ermittelte. Er erzählt darin seine Geschichte und wie er sich selbst fast in dieser eigenen Gesellschaft verlor und sich mehr mit den Hells Angels identifizierte als mit seinem vorherigen normalen Leben und dabei fast seine Familie ruinierte.
Spannend erzählt, auch wenn die Sprache eher einfach gehalten ist und auch mal deftig werden kann. Zwischenzeitlich hat das Buch auch mal ein paar Längen, wobei man oft den Eindruck gewinnt, genau diese Szene bereits gelesen zu haben. Erstaunt bemerkte ich jedoch selber, wie sehr diese EasyRider-Subkultur von der Freiheit der Ausgestoßenen mich selbst durch das Lesen fasziniert hat. So versteht man auch die Entwicklung Dobyns vom normalen Bürger zu der Person, gegen die er eigentlich ermittelt und die ihm immer sympathischer wird, während er sich von seiner Familie immer mehr entfremdet.
Etwas seltsam fand ich die Einleitung, die quasi fast am Ende seiner Geschichte anfängt, bevor seine Geschichte doch von vorne erzählt wird und man dann am Ende wieder bei der Einleitung landet.
Schön dargestellt ist auf jeden Fall die Lebenswelt der Outlaws, die weder vor Gewalt noch Drogen zurückschrecken und doch nach einem festen Codec innerhalb ihrer Gesellschaft leben (Schön zum Beispiel die Stelle an der die Rocker Dobyns verstört anschauen, weil er Hip-Hop hört und mit FlipFlops rum rennt). Erschreckend dagegen sind die Situationen, die die Abgründe der menschlichen Zivilisation zeigen (vor allem eine Szene ist mir noch in Erinnerung über eine total heruntergekommene Familie in einem Trailerpark, die kaum genug zu Essen hatten, aber einen Haufen Waffen besaßen). Inwieweit all dies die Wahrheit ist oder eventuell nicht doch im Rahmen der schriftstellerischen Freiheit ausgemalt wurde, sei dabei dahin gestellt. Insgesamt aber sehr lesenswert.
Im Buch wird es nicht erwähnt, daher sollte man sich auch mal die Folgen seiner Ermittlungen durchlesen.
Spannend erzählt, auch wenn die Sprache eher einfach gehalten ist und auch mal deftig werden kann. Zwischenzeitlich hat das Buch auch mal ein paar Längen, wobei man oft den Eindruck gewinnt, genau diese Szene bereits gelesen zu haben. Erstaunt bemerkte ich jedoch selber, wie sehr diese EasyRider-Subkultur von der Freiheit der Ausgestoßenen mich selbst durch das Lesen fasziniert hat. So versteht man auch die Entwicklung Dobyns vom normalen Bürger zu der Person, gegen die er eigentlich ermittelt und die ihm immer sympathischer wird, während er sich von seiner Familie immer mehr entfremdet.
Etwas seltsam fand ich die Einleitung, die quasi fast am Ende seiner Geschichte anfängt, bevor seine Geschichte doch von vorne erzählt wird und man dann am Ende wieder bei der Einleitung landet.
Schön dargestellt ist auf jeden Fall die Lebenswelt der Outlaws, die weder vor Gewalt noch Drogen zurückschrecken und doch nach einem festen Codec innerhalb ihrer Gesellschaft leben (Schön zum Beispiel die Stelle an der die Rocker Dobyns verstört anschauen, weil er Hip-Hop hört und mit FlipFlops rum rennt). Erschreckend dagegen sind die Situationen, die die Abgründe der menschlichen Zivilisation zeigen (vor allem eine Szene ist mir noch in Erinnerung über eine total heruntergekommene Familie in einem Trailerpark, die kaum genug zu Essen hatten, aber einen Haufen Waffen besaßen). Inwieweit all dies die Wahrheit ist oder eventuell nicht doch im Rahmen der schriftstellerischen Freiheit ausgemalt wurde, sei dabei dahin gestellt. Insgesamt aber sehr lesenswert.
Im Buch wird es nicht erwähnt, daher sollte man sich auch mal die Folgen seiner Ermittlungen durchlesen.
Adler Olsen: "Das Alphabethaus"
Dies ist das Erstlingswerk von Adler Olsen, dass allerdings erst nach seinem Durchbruch um den Kommissar Carl Mørck veröffentlicht wurde. Es handelt sich hierbei also auch um einen Skandinavienkrimi, die in den letzten Jahren ja so erfolgreich warn.
In diesem Roman geht es um die Freundschaft der beiden Fliegersoldaten James und Bryan, die während des zweiten Weltkrieges in Deutschland abstürzen und in einer Nervenheilanstalt landen. Als Bryan schließlich fliehen kann und James zurücklassen muß, verliert sich die Spur von James in den Wirren des zusammenbrechenden Reichs und James wird letztlich für tot erklärt. Erst 30 Jahre später kommt er ihm durch Zufall wieder auf die Spur und es entwickelt sich eine spannendes Finale, rund um Freundschaft, Altnazis und den (Miß-)Handlungen in der Nervenheilanstalt.
Das Buch ist locker und spannend geschrieben, hat aber teilweise seine Längen. Auch habe ich das Gefühl, dass heutzutage jeder Roman, der sich Thriller schimpft spektakulärer, ekliger, abschreckender und brutaler sein möchte als alle vorherigen. So leidet auch dieser Krimi an dieser Schwäche und das empfinde ich als durchaus störend. Dennoch ist es im Großen und Ganzen lesenswert und zum jeweiligen Ende seiner beiden Teile durchaus so spanned, dass man es nicht mehr aus der Hand legen möchte.
In diesem Roman geht es um die Freundschaft der beiden Fliegersoldaten James und Bryan, die während des zweiten Weltkrieges in Deutschland abstürzen und in einer Nervenheilanstalt landen. Als Bryan schließlich fliehen kann und James zurücklassen muß, verliert sich die Spur von James in den Wirren des zusammenbrechenden Reichs und James wird letztlich für tot erklärt. Erst 30 Jahre später kommt er ihm durch Zufall wieder auf die Spur und es entwickelt sich eine spannendes Finale, rund um Freundschaft, Altnazis und den (Miß-)Handlungen in der Nervenheilanstalt.
Das Buch ist locker und spannend geschrieben, hat aber teilweise seine Längen. Auch habe ich das Gefühl, dass heutzutage jeder Roman, der sich Thriller schimpft spektakulärer, ekliger, abschreckender und brutaler sein möchte als alle vorherigen. So leidet auch dieser Krimi an dieser Schwäche und das empfinde ich als durchaus störend. Dennoch ist es im Großen und Ganzen lesenswert und zum jeweiligen Ende seiner beiden Teile durchaus so spanned, dass man es nicht mehr aus der Hand legen möchte.
Thursday, 6. September 2012
Eduard Augustin: "Ein Mann ein Buch"
Man kann es eigentlich ganz kurz machen: ein sehr schönes Geschenkbuch. Über gute 400 Seiten werden hier auf vergnügliche, selbstironische Weise die wichtigsten Sachen besprochen, die ein Mann wissen muß. Das fängt beim Bier brauen an, geht weiter über Krawatten binden, eine 747 landen und Bomben entschärfen bis zu "Ein Kind zeugen". Hier findet man immer etwas zu schmöckern. Das Buch hinterläßt auch so einen edlen Eindruck und generell hatte ich hier immer das Gefühl, eine Art "Schlaues Buch" bei mir zu haben, denn für jede Situation findet man die passenden Informationen.
Definitiv lesenswert und unterhaltsam.
Wednesday, 29. August 2012
Richard Price "Cash"
Richard Prices "Cash" ist ja ziemlich hoch gelobt worden (unter anderem Krimi des Jahres 2010) und angeblich hat Obama ihn während seines Sommerurlaubs 2010 auch gleich gelesen und war begeisert. Doch ich kann mich dem bei weitem nicht anschließen.
Wie dem auch sei, es handelt sich hierbei letztendlich um einen ganz normalen Krimi. Ich kann dem ganzen Buch ja nicht so viel abgewinnen, über weite Strecken sehr langatmig zieht sich die Handlung der Figuren hin, die nicht einmal sonderlich authentisch wirken. Gut, die Geschichte beginnt recht interessant und der eigentliche Delikt ist überhaupt nicht beschrieben und so erfährt man erst im nach hinein, was sich zugetragen hat. Erwähnenswert wäre noch die düstere, melancholische Atmospähre, mit der die meisten Charaktere und auch New York beschrieben wird, aber ansonsten hat der Roman meiner Meinung nach überhaupt nichts Spannendes zu bieten.
Der Stil ist mir bei weitem zu überladen und hölzern. Das mag an der Übersetzung gelegen haben, denn angeblich benutzt Price im englischen Original "Lush Life" ziemlich genau den New Yorker Slang der Cops und Gangs, der tatsächlich in New York gesprochen wird. Und so kämpfte ich mich mehr durch die 500 Seiten und war einigermaßen froh, dieses Buch geschafft zu haben.
Muß man nicht lesen. Skandinavische Krimis sind irgendwie intelligenter.
Saturday, 23. June 2012
Luca Di Fulvio: "Der Junge, der Träume schenkte"
Ich bin zwiegespalten, bezüglich dieses Buches. Einerseits ist es die wundervolle Geschichte des Christmas Luminata, der sich Anfang des 20. Jahrhunderts aus dem Armenghetto New-Yorks hocharbeitet, andererseits spart Luca Di Fulvio nicht an brutalen, verherrlichenden Gewaltszenen (vorallem gegenüber Frauen) und derben Sexszenen, gern auch in Kombination.
Vor allem der Titel und das Cover haben mich von Anfang an fasziniert und ich erwartete eigentlich eine fantasievolle, einfühlsame und liebenswürdige Geschichte über amerikanische Einwanderer.
Die Geschichte ist durchaus spannend geschrieben, aber entsprach halt überhaupt nicht meinen Erwartungen. Vor allem zum Ende hin gibt es auch ein paar Längen, und mich beschlich das Gefühl, der Autor wußte nicht, wie er die Seiten füllen sollte, das Ende an sich ist auch eher enttäuschend. Trotzdem war es letztendlich ein recht spannend zu lesender Roman, der mich doch gefesselt hat.
Wednesday, 21. March 2012
Axel Brauns "Buntschatten und Fledermäuse"
Dieses Buch erzählt die Lebensgeschichte des Autors und Autisten Axel Brauns vom Kindergarten bis zum Studium und erlaubt einen faszinierender Einblick in die Wahrnehmung von Autisten.
Während man das Buch liest, erfährt man, dass Axel bereits als Kleinkind verhaltensauffällig war, dass er für ihn die Haha die Mutter ist und der Dachs der Vater. Ebenso erfährt man, was so typisch für Autisten ist, wie sie eine monotone Bewegung stundenlang fesseln kann ("es erfährt Belohnung durch sich selbst") und wie sie Sicherheit in festen Regeln finden bzw. der Alltag festen Regeln folgen muß. So verzichtet Axel glücklich darauf nicht in den Urlaub zu fahren, um seinen Geburtstag wie jedes Jahr in Hamburg feiern zu können.
Niemand hätte in Axels Umwelt wohl damit gerechnet, dass Axel eines Tages auch das Abitur macht und danach auch studiert. Dennoch erlebt man, wie aus Axel noch ein sehr guter Schüler wird, trotz seiner Probleme im Umgang mit anderen Menschen. Man erlebt, wie Witze, Ironie, Sprichwörter oder auch die Körpersprache für Axel einfach verschlossen bleiben und wie er immer wieder Probleme hat Gesichter zu erkennen.
Um viele Situationen entspannt sich eine eigenartige Situationskomik, so dass man beim Lesen oft schmunzeln muß. Genau dies ist die Stärke des Buches, dass man eben keinen frustierenden und traurigen Eindruck erhält, sondern man mit der typischen Mischung aus Naivität, Gleichgültigket und Optimismus Axels Blick auf die Welt erlebt.
Ein wunderbares Buch, wobei einzig das Ende etwas abrupt ist. Dennoch kann ich das Buch nur jedem empfehlen.
In diesem Zusammenhang ist vielleicht auch ganz interessant zu wissen, dass der 02.April Welt-Autismus-Tag ist.
Im Herbst soll eine Art lose Fortsetzung des Buches erscheinen, bei dem Peter Schmidt seinen Werdegang von Schule bis Promotion beschreibt. Peter Schmidt ist sowas wie der bekannteste Autist in Deutschland (er leidet am Asperger-Syndrom, einer Art positiven Ausprägung des Autismus) und hat sogar promoviert in Geophysik. Interessanterweise hat er mich auf dem Weg zur Arbeit auf das Buch angesprochen, dass ich gerade gelesen habe und wir haben festgestellt, dass wir eigentlich Arbeitskollegen sind.
Während man das Buch liest, erfährt man, dass Axel bereits als Kleinkind verhaltensauffällig war, dass er für ihn die Haha die Mutter ist und der Dachs der Vater. Ebenso erfährt man, was so typisch für Autisten ist, wie sie eine monotone Bewegung stundenlang fesseln kann ("es erfährt Belohnung durch sich selbst") und wie sie Sicherheit in festen Regeln finden bzw. der Alltag festen Regeln folgen muß. So verzichtet Axel glücklich darauf nicht in den Urlaub zu fahren, um seinen Geburtstag wie jedes Jahr in Hamburg feiern zu können.
Niemand hätte in Axels Umwelt wohl damit gerechnet, dass Axel eines Tages auch das Abitur macht und danach auch studiert. Dennoch erlebt man, wie aus Axel noch ein sehr guter Schüler wird, trotz seiner Probleme im Umgang mit anderen Menschen. Man erlebt, wie Witze, Ironie, Sprichwörter oder auch die Körpersprache für Axel einfach verschlossen bleiben und wie er immer wieder Probleme hat Gesichter zu erkennen.
Um viele Situationen entspannt sich eine eigenartige Situationskomik, so dass man beim Lesen oft schmunzeln muß. Genau dies ist die Stärke des Buches, dass man eben keinen frustierenden und traurigen Eindruck erhält, sondern man mit der typischen Mischung aus Naivität, Gleichgültigket und Optimismus Axels Blick auf die Welt erlebt.
Ein wunderbares Buch, wobei einzig das Ende etwas abrupt ist. Dennoch kann ich das Buch nur jedem empfehlen.
In diesem Zusammenhang ist vielleicht auch ganz interessant zu wissen, dass der 02.April Welt-Autismus-Tag ist.
Im Herbst soll eine Art lose Fortsetzung des Buches erscheinen, bei dem Peter Schmidt seinen Werdegang von Schule bis Promotion beschreibt. Peter Schmidt ist sowas wie der bekannteste Autist in Deutschland (er leidet am Asperger-Syndrom, einer Art positiven Ausprägung des Autismus) und hat sogar promoviert in Geophysik. Interessanterweise hat er mich auf dem Weg zur Arbeit auf das Buch angesprochen, dass ich gerade gelesen habe und wir haben festgestellt, dass wir eigentlich Arbeitskollegen sind.
Monday, 30. January 2012
Hendrik Deus: "Rückenwind"
"Rückenwind" ist das Buch des Backpackers und entfernten Verwandten von mir, Hendrik Deus, der 2010 Abschied von seinem Büroalltag nimmt und von Abenteuerlust gepackt von dannen (durch Südamerika) zieht.
Ursprünglich als kleines Weblog gestartet, entwickelt es sich schnell zu einem kleinen Buchprojekt. Laut eigener Aussage im Stil von Hape Kerkelings "Ich bin dann mal weg" angelehnt (kenn ich nicht), auf jeden Fall sehr locker und amüsant geschrieben. Geprägt von Abenteuer, Freiheit und natürlich Freundschaften gibt er detailliert Auskunft darüber, was in Südamerika sehenswert ist, wo man nicht unbedingt hin muß und was man sich wohl sparen kann.
Interessant zu lesen auf jeden Fall, wie man sich das Backpackerleben so vorzustellen hat: Sehenswürdigkeiten abklappern, ein paar Bekannte treffen, feiern, stundenlang in vollen engen Kistchen rumgekutscht werden, unterwegs ein paar Souvenirs mitnehmen und immer auf der Suche nach dem perfekten Reiseziel, ganz so wie es der Lonely Planet vorgibt.
Das Fernweh ist auf jeden Fall geweckt, wenn man das so liest.
Ursprünglich als kleines Weblog gestartet, entwickelt es sich schnell zu einem kleinen Buchprojekt. Laut eigener Aussage im Stil von Hape Kerkelings "Ich bin dann mal weg" angelehnt (kenn ich nicht), auf jeden Fall sehr locker und amüsant geschrieben. Geprägt von Abenteuer, Freiheit und natürlich Freundschaften gibt er detailliert Auskunft darüber, was in Südamerika sehenswert ist, wo man nicht unbedingt hin muß und was man sich wohl sparen kann.
Interessant zu lesen auf jeden Fall, wie man sich das Backpackerleben so vorzustellen hat: Sehenswürdigkeiten abklappern, ein paar Bekannte treffen, feiern, stundenlang in vollen engen Kistchen rumgekutscht werden, unterwegs ein paar Souvenirs mitnehmen und immer auf der Suche nach dem perfekten Reiseziel, ganz so wie es der Lonely Planet vorgibt.
Das Fernweh ist auf jeden Fall geweckt, wenn man das so liest.
C.Kurz, F.Rieger "Die Datenfresser"
Dieses Buch ist ein Ratgeber durch die digitalen Lockangebote von Facebook, Google+, Apple, Amazon und all den anderen Unternehmen, denen wir viel zu leicht gläubig unsere Daten hinterher werfen. Doch nicht nur die freie Wirtschaft verlangt nach immer mehr und immer privateren Daten von ihren Nutzern, die sie uns für vermeintlich unschätzbare kostenlose Dienste abverlangt, auch Vater Staat hat, wie man bei der Vorratsdatenspeicherung schön sieht, ein Interesse daran immer mehr Datenschätze über seine Bürger zu sammeln. Und natürlich sind sie immer auf der Suche, diese wachsenden Datenmengen (die natürlich auch aus unterschiedlichsten Quellen stammen können, aber das verrät uns natürlich keiner) auch miteinander zu verknüpfen.
Dieses Buch will einen Leitfaden geben, was im Internet so vor sich geht, worauf man achten muß und nicht zu letzt wirbt es natürlich für die Privatsphäre und das Recht auf Informelle Selbsbestimmung. Es ist unterhaltend geschrieben und läßt sich locker und leicht lesen. Man kann über die diversen fiktiven Episoden natürlich gespaltener Meinung sein, aber anhand dieser Geschichten werden sehr schön die Probleme von zuviel Datenfreizügigkeit gezeigt. Ob diese wirklich der Wahrheit entsprechen, bzw. ob wir uns wirklich zu solchen Gesellschaften entwickeln, ist natürlich fraglich, es illustriert aber die diversen möglichen Probleme.
Natürlich wird auch wieder der Datenbrief als mögliches Konzept zur Datensparsamkeit vorgeschlagen. Aber ob das wirklich eine Lösung aus dem Dilemma ist, wage ich zu bezweifeln. Überhaupt habe ich den Eindruck, dass es unvermeidlich ist, in welche Richtung wir uns als Gesellschaft entwickeln werden und ich habe so meine Zweifel, ob man das noch verhindern wird können. Leider.
Anstatt das Buch teuer über Amazon zu kaufen (Partnerlink siehe Grafik), kann man es auch über die Bundeszentrale für politische Bildung für 4,50 Euro erwerben. Lesetipp für alle Internet- und "Apps"- Nutzer!
Dieses Buch will einen Leitfaden geben, was im Internet so vor sich geht, worauf man achten muß und nicht zu letzt wirbt es natürlich für die Privatsphäre und das Recht auf Informelle Selbsbestimmung. Es ist unterhaltend geschrieben und läßt sich locker und leicht lesen. Man kann über die diversen fiktiven Episoden natürlich gespaltener Meinung sein, aber anhand dieser Geschichten werden sehr schön die Probleme von zuviel Datenfreizügigkeit gezeigt. Ob diese wirklich der Wahrheit entsprechen, bzw. ob wir uns wirklich zu solchen Gesellschaften entwickeln, ist natürlich fraglich, es illustriert aber die diversen möglichen Probleme.
Natürlich wird auch wieder der Datenbrief als mögliches Konzept zur Datensparsamkeit vorgeschlagen. Aber ob das wirklich eine Lösung aus dem Dilemma ist, wage ich zu bezweifeln. Überhaupt habe ich den Eindruck, dass es unvermeidlich ist, in welche Richtung wir uns als Gesellschaft entwickeln werden und ich habe so meine Zweifel, ob man das noch verhindern wird können. Leider.
Anstatt das Buch teuer über Amazon zu kaufen (Partnerlink siehe Grafik), kann man es auch über die Bundeszentrale für politische Bildung für 4,50 Euro erwerben. Lesetipp für alle Internet- und "Apps"- Nutzer!
Thursday, 10. November 2011
William Calvin: "Der Strom, der bergauf fließt"
Das Buch ist ein echter Hammer. Auf knapp 700 Seiten erzählt William Calvin die Geschichte einer Gruppe Wissenschaftler, die gemeinsam eine Bootsfahrt auf dem Colorado River gemacht haben. Das erste Highlight ist dabei die unglaubliche Detailfülle, wie die Flussfahrt dargestellt wird, wie man die Natur erlebt, welche Exkursionen man in die Seitentäler unternimmt, wie die Stromschnellen gemeistert werden, die Ruinen der Anasazi erforscht werden oder die Rückkehr in menschliche Gegenden die Reisenden ob der Schönheit der Natur bedrücken. Man bekommt dabei so richtig Lust, genau so eine Reise auf dem Colorado River auch zu unternehmen.
Das eigentliche Highlight sind aber die wissenschaftlichen Aspekte. Die Wissenschaftler diskutieren über Themen der Geologie (Entstehung des Grand Canyon), Ökologie, Biologie, Anthropologie, Astronomie und mehr. Interessant ist dabei die unglaubliche Detailfülle, die dem Leser dabei mitgeteilt wird. Ich halte mich ja nun wirklich nicht für ungebildet, aber viele dieser Thesen habe ich noch nicht gehört und es ist einfach faszinierend diese Unterhaltungen zu lesen. Zusätzlich dazu gibt es unheimlich viele Querverweise zu den Fakten und Thesen.
Es macht zwar einerseits Spaß, dieses Buch zu lesen, andererseits ist es aber auch keine leichte Kost. Man muss oft innehalten und die Eindrücke erstmal "setzen lassen" und sie reflektieren. Das hat unter anderem auch dazu geführt, dass ich relativ lange an diesem Roman gelesen habe. Trotzdem, oder gerade deswegen ist es ein sehr faszinierendes Buch und seit langem das interessantes Werk was ich gelesen habe. Der Vorteil dabei ist, dass auch ohne wissenschaftliche Kenntnisse und Hintergrundwissen jedes Thema so dargestellt wird, dass man automatisch mehr wissen möchte und nicht zu trocken dargestellt wird.
Definitiv lesenswert!
Das eigentliche Highlight sind aber die wissenschaftlichen Aspekte. Die Wissenschaftler diskutieren über Themen der Geologie (Entstehung des Grand Canyon), Ökologie, Biologie, Anthropologie, Astronomie und mehr. Interessant ist dabei die unglaubliche Detailfülle, die dem Leser dabei mitgeteilt wird. Ich halte mich ja nun wirklich nicht für ungebildet, aber viele dieser Thesen habe ich noch nicht gehört und es ist einfach faszinierend diese Unterhaltungen zu lesen. Zusätzlich dazu gibt es unheimlich viele Querverweise zu den Fakten und Thesen.
Es macht zwar einerseits Spaß, dieses Buch zu lesen, andererseits ist es aber auch keine leichte Kost. Man muss oft innehalten und die Eindrücke erstmal "setzen lassen" und sie reflektieren. Das hat unter anderem auch dazu geführt, dass ich relativ lange an diesem Roman gelesen habe. Trotzdem, oder gerade deswegen ist es ein sehr faszinierendes Buch und seit langem das interessantes Werk was ich gelesen habe. Der Vorteil dabei ist, dass auch ohne wissenschaftliche Kenntnisse und Hintergrundwissen jedes Thema so dargestellt wird, dass man automatisch mehr wissen möchte und nicht zu trocken dargestellt wird.
Definitiv lesenswert!
Wednesday, 3. August 2011
Thilo Bode: "Die Essensfälscher"
Dieses Buch stammt von Thilo Bode, dem Gründer der Verbraucherschutzorganisation foodwatch und ehemaligem Geschäftsführer von Greenpeace. Er beschäftigt sich hier mit den Praktiken der großen Lebensmittelkonzerne.
Was bedeutet eigentlich Bio und stammt der "Schwarzwälder Schinken" tatsächlich aus dem Schwarzwald? Ist Milchschnitte wirklich die leichte Zwischenmahlzeit und ist rechtsdrehender Joghurt gesünder als linksdrehender? Diesen Fragestellungen geht Thilo Bode nach und man kann sich denken, dass die Antworten dabei nicht unbedingt schmeichelhaft ausfallen.
Thilo Bode stellt dabei die These auf, dass die Lebensmittelkonzerne ihre Kunden systematisch belügen und uns lieber Produkte in neuen bunten Verpackungen andrehen, die angeblich sexier machen, oder uns abnehmen lassen, etc. Bode entlarvt dabei die von den Werbeleuten geschickte aufgebauten Marketinglegenden.
Ihm wird dabei auch oft vorgeworfen, zu übertreiben, bzw. die Menschen mit Absicht zu verunsichern und von der "Skandalisierung" zu leben. Tatsächlich mag sich einem dieser Eindruck aufdrängen, wenn man das Buch liest. Aber vielleicht braucht es auch mal einen, der so direkt die Mißstände anspricht, damit sich was ändern kann. Dennoch liest sich das Buch angenehm und hurmovoll.
In diesem Sinn kann ich das Buch ruhigen Gewissens empfehlen und hoffe, dass man zukünftig den Werbeversprechen mit einer gehörigen Portion Skepsis begegnet.
Dem amerikanischen Intellektuellen, Autor und wie Bode ein Essenskritiker Michael Pollan, werden folgende Aphorismen zugeschrieben:
Man sollte nichts essen, was die eigene Großmutter nicht als Essen anerkannt hätte. Man sollte nichts kaufen was mehr als fünf Inhaltsstoffe hat. Man sollte nichts kaufen, was Inhaltsstoffe enthält, welche ein normaler Mensch nicht im Küchenschrank hat. Früchte sollte man so essen, wie man sie in der Natur vorfindet.
Das trifft es ganz gut, glaube ich.
In dem Zusammenhang sei auch auf die folgenden Portale hingewiesen:
- abgespeist.de Eine Initiative von foodwatch, die sich gegen Etikettenschwindel bei Lebensmitteln wendet
- Lebensmittelklarheit Ein Portal der Verbraucherorganisationen und gesponsert vom Verbraucherschutzministerium, dass sich ebenfalls der Kennzeichnung von Lebensmitteln widmet. Ist gerade erst mit großem Tamptam eröffnet worden und war zeitweilig dem Besucherandrang nicht gewachsen.
Posted by chrisbra
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21:43
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Wednesday, 13. July 2011
Ulrike Bliefert: "ElfenGrab"
Ulrike Bliefert: ElfenGrab ist ein spannender Jugendthriller und sicher nicht nur für Jugendliche geeignet.
Sina ist ein 16 jähriges Mädchen und kommt gerade auf ein Internat in Mecklenburg Vorpommern. Dort verstirbt kurze Zeit später überraschend ihre Mitschülerin Lilly und Sina findet zufällig ihr Tagebuch in ihrem Zimmer. Darin beschreibt Lilly ihre Befürchtungen umgebracht zu werden. Sina wird neugierig und beginnt Nachforschungen. Kurze Zeit später beginnt eine spannende Jagd um den Tod von Lilly aufzuklären und natürlich hören die Erwachsenen nicht auf die Jugendlichen.
Ein spannendes Buch, von der ersten bis zur letzten Seite. Ich würde es als sehr gute Unterhaltung bezeichnen, die auch für Erwachsene unterhaltsam ist. An der einen oder anderen Stelle ist das Buch etwas unglaubwürdig, so z.B. Sinas schnelle Wandlung vom Gothic-Rebell zur Musterschülerin, die nebenbei noch das Geheimnis um Lillis Tod aufklärt, aber diese Schwächen sind schnell verziehen. Für mich machte das Buch noch interessanter, dass es genau dort spielte, wo ich gerade im Urlaub war.
Also durchaus empfehlenswert!
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22:34
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Tuesday, 21. June 2011
Gudrun Pausewang: "Die Wolke"
Jetzt komme ich endlich dazu, dieses Buch zu rezensieren.
Es handelt sich hierbei um ein Jugendbuch, dass unter dem Eindruck des Tschernobyl Desasters 1987 entstand. Der Roman beschäftigt sich mit den Folgen eines Super GAUs, der sich im Kernkraftwerk Grafenrheinfeld in Bayern ereignet hat. Erzählt wird die Geschichte der Schülerin Janna-Berta, die im Verlauf des Unfalls, sowie der aufkommenden Panik ihre ganze Familie verliert und sich allein von Bayern bis nach Hamburg und später Wiesbaden durchschlägt.
Für ein Jugendbuch fand ich die Szenen teilweise ganz schön grausam, vor allem die Panik während der Flucht der Menschen nach Norden sowie später im Krankenhaus, wo sie das Leid und den Tod vieler Kinder erleben muß. Auch spricht Pausewang die gesellschaftspolitischen Folgen der Katastrophe an, angefangen von Hunger, Intoleranz den Strahlenopfern gegenüber und das Verdrängen der Katastrophe. Also vermutlich genau das, was uns nach einem solchen Reaktorunglück tatsächlich blüht.
Man muß sich natürlich klar machen, dass diese Buch im Jahr 1987 spielt. So existiert natürlich noch die DDR. Und auch die heutzutage so normalen modernen Kommunikationsmöglichkeiten spielen keine Rolle, was einem mal wieder bewußt war, dass die 80er Jahre doch schon ganz schön lange vorbei sind und damit der Roman leider nicht ganz so realistisch wirkt.
Dieses Buch hat infolge der Ereignisse um Fukushima eine neue traurige Relevanz bekommen und es wird wohl auch noch Jahre dauern, bis wirklich klar ist, womit die Menschen in Japan leben müssen und welche Auswirkungen diese Katastrophe wirklich hat. Vor diesem Hintergrund spielen die kleinen Schwächen keine Rolle, zumal wenn man die Auswirkungen auf die Gesellschaft betrachtet.
Fazit: lesenswert!
Es handelt sich hierbei um ein Jugendbuch, dass unter dem Eindruck des Tschernobyl Desasters 1987 entstand. Der Roman beschäftigt sich mit den Folgen eines Super GAUs, der sich im Kernkraftwerk Grafenrheinfeld in Bayern ereignet hat. Erzählt wird die Geschichte der Schülerin Janna-Berta, die im Verlauf des Unfalls, sowie der aufkommenden Panik ihre ganze Familie verliert und sich allein von Bayern bis nach Hamburg und später Wiesbaden durchschlägt.
Für ein Jugendbuch fand ich die Szenen teilweise ganz schön grausam, vor allem die Panik während der Flucht der Menschen nach Norden sowie später im Krankenhaus, wo sie das Leid und den Tod vieler Kinder erleben muß. Auch spricht Pausewang die gesellschaftspolitischen Folgen der Katastrophe an, angefangen von Hunger, Intoleranz den Strahlenopfern gegenüber und das Verdrängen der Katastrophe. Also vermutlich genau das, was uns nach einem solchen Reaktorunglück tatsächlich blüht.
Man muß sich natürlich klar machen, dass diese Buch im Jahr 1987 spielt. So existiert natürlich noch die DDR. Und auch die heutzutage so normalen modernen Kommunikationsmöglichkeiten spielen keine Rolle, was einem mal wieder bewußt war, dass die 80er Jahre doch schon ganz schön lange vorbei sind und damit der Roman leider nicht ganz so realistisch wirkt.
Dieses Buch hat infolge der Ereignisse um Fukushima eine neue traurige Relevanz bekommen und es wird wohl auch noch Jahre dauern, bis wirklich klar ist, womit die Menschen in Japan leben müssen und welche Auswirkungen diese Katastrophe wirklich hat. Vor diesem Hintergrund spielen die kleinen Schwächen keine Rolle, zumal wenn man die Auswirkungen auf die Gesellschaft betrachtet.
Fazit: lesenswert!
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22:49
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Tuesday, 8. February 2011
"Open Source Business Intelligence (OSBI): Möglichkeiten, Chancen und Risiken quelloffener BI-Lösungen"
Wer sich mit Business Intelligence beschäftigt, der weiß, dass dieser Markt von den etablierten, kommerziellen Software Hersteller (IBM, SAP, Oracle, MS) beherrscht wird. Und doch finden sich auch hier OpenSource Anbieter, die fast den kompletten BI-Stack an Lösungen anbieten. Zu nennen wären da vor allem Talend, Pentaho, Jaspersoft und Jedox. In diesem Fachbuch geht es um diese - im Vergleich zu den etablierten Anbietern - "kleinen" und kostengünstigen Lösungen und ihre Leistungsfähigkeit. Man bekommt einen Überblick über die Leistungsfähigkeiten, Chancen und Risiken von Open Source Lösungen.
Das Buch ist so aufgebaut, dass nicht jedes Kapitel aufeinander aufbaut und man so gleich zu den interessanten Stellen springen kann. Man kann alternativ aber auch das Buch von vorne durchlesen. Nach einem Einführungskapitel mit Grundlagen zu Business Intelligence und Open Source folgt ein Kapitel über die Architektur und darauf dann Praxisbeispiele der verschiedenen Lösungen. Vorgestellt werden Talend Open Studio (ETL), die BI-Suiten von Jaspersoft, Pentaho und Palo Suite von Jedox und Data Mining mit dem RapidMiner. Das Buch schließt ein Kapitel zum Thema Markt und Trends.
Das Buch gibt einen guten Überblick über die vorhandenen Technologien und Architektur, Stärken und Schwächen der Anbieter, sowie die kommenden(?) Trends (massive Parallalelität durch GPUs) und natürlich die Geschäftsmodelle der Open Source Anbieter, denn offener Quellcode heißt nicht automatisch kostenlos. Das stimmt vor allem dann, wenn man weitergehende Funktionalitäten benötigt oder Beratungs- bzw. Wartungsverträge abschließt.
Dabei wird das Thema eher von der praktischen Seite von verschiedenen Autoren behandelt, was leider zu teilweisen Überschneidungen führt. Dennoch kann das Buch einen guten Einblick in das Thema vermitteln. Durch die umfangreichen Quellenangaben findet man auch leicht weiterführende Literatur. Das umfangreiche Thema sorgt leider dafür, dass nicht alle Aspekte der Business Intelligence betrachtet werden können (natürlich), das Thema Datenbanken und auch Berechtigungs- und Sicherheitsaspekte kommen mir etwas arg kurz angeschnitten vor und auch die Beschreibungen der Tools sind natürlich auf bestimmte Versionen beschränkt, die mittlerweile schon wieder veraltet sein könnten. Nachdem ich nun einen Einblick in Open Source Business Intelligence habe, fehlt mir persönlich jetzt nur noch der Vergleich zu den kommerziellen Anbietern. Wo liegen da Stärken, was sind Schwächen?
Das Buch ist so aufgebaut, dass nicht jedes Kapitel aufeinander aufbaut und man so gleich zu den interessanten Stellen springen kann. Man kann alternativ aber auch das Buch von vorne durchlesen. Nach einem Einführungskapitel mit Grundlagen zu Business Intelligence und Open Source folgt ein Kapitel über die Architektur und darauf dann Praxisbeispiele der verschiedenen Lösungen. Vorgestellt werden Talend Open Studio (ETL), die BI-Suiten von Jaspersoft, Pentaho und Palo Suite von Jedox und Data Mining mit dem RapidMiner. Das Buch schließt ein Kapitel zum Thema Markt und Trends.
Das Buch gibt einen guten Überblick über die vorhandenen Technologien und Architektur, Stärken und Schwächen der Anbieter, sowie die kommenden(?) Trends (massive Parallalelität durch GPUs) und natürlich die Geschäftsmodelle der Open Source Anbieter, denn offener Quellcode heißt nicht automatisch kostenlos. Das stimmt vor allem dann, wenn man weitergehende Funktionalitäten benötigt oder Beratungs- bzw. Wartungsverträge abschließt.
Dabei wird das Thema eher von der praktischen Seite von verschiedenen Autoren behandelt, was leider zu teilweisen Überschneidungen führt. Dennoch kann das Buch einen guten Einblick in das Thema vermitteln. Durch die umfangreichen Quellenangaben findet man auch leicht weiterführende Literatur. Das umfangreiche Thema sorgt leider dafür, dass nicht alle Aspekte der Business Intelligence betrachtet werden können (natürlich), das Thema Datenbanken und auch Berechtigungs- und Sicherheitsaspekte kommen mir etwas arg kurz angeschnitten vor und auch die Beschreibungen der Tools sind natürlich auf bestimmte Versionen beschränkt, die mittlerweile schon wieder veraltet sein könnten. Nachdem ich nun einen Einblick in Open Source Business Intelligence habe, fehlt mir persönlich jetzt nur noch der Vergleich zu den kommerziellen Anbietern. Wo liegen da Stärken, was sind Schwächen?
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