Birger Sellin ist seit seinem 2. Lebensjahr schwer autistisch behindert und verstummt. Er schreit, schlägt um sich, wirkt abwesend und in seiner eigenen Welt gefangen.
Für die Eltern muß das unheimlig schwer sein, so ein Kind aufzuziehen und immer die Aufmerksamkeit mit ihrem Kind auf sich zu ziehen. Um so erstaunlicher, als seine Eltern entdeckten, dass Birger lesen kann und die Gestützte Kommunikation Birger hilft, sich auszudrücken und Einblicke in seine Welt ermöglichen.
Wenn man das so liest, glaubt man nicht, dass diese Texte von einem Autisten geschrieben wurden. Das ermöglicht faszinierende und gleichzeitig bedrückende Einblicke in die Welt des Autismus.
Obwohl die Methode der Gestützten Kommunikation in der Fachwelt sehr umstritten ist, fand ich diese Einblicke sehr faszinierend, unabhängig von der Frage, ob die Texte wirklich von Birger geschrieben wurden oder von seinem Betreuer.
Tuesday, 1. February 2011
Birger Sellin: "ich will kein inmich mehr sein: botschaften aus einem autistischen kerker"
Thursday, 28. October 2010
Pete Dexter: God's Pocket
Pete Dexters God's Pocket ist ein Roman noir. Das Original entstand bereits 1983, aber erst jetzt wurde eine deutsche Ausgabe aufgelegt.
Die Geschichte spielt in Philadelphia in den 80er Jahren in einem der übelsten Vierteln, dem God's Pocket. Dort lebt auch Leon Hubbard, zusammen mit seiner Mutter und ihrem neuen Mann Mickey Scarpato. Leon Hubbard ist ein Dreckskerl, egoistisch, unberechenbar und gewalttätig. Er hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser und so landet er auch bei einer Bauarbeitertruppe, wo er als Maurer aushilft. Nachdem er wiederholt einen Arbeitskollegen bedroht und verspottet hat, wird er jedoch plötzlich vor den Augen der Anderen erschlagen. Jedoch, niemand interessiert sich für die genauen Todesumstände und so wird sein Tod von der Polizei als Unfall zu den Akten gelegt. Nur ein Reporter und die Mutter wollen die genaueren Umstände herausfinden.Und so erlebt man, wie sich eine Spirale der Gewalt entwickelt, in deren Folge mehrere Personen zu Tode kommen.
Pete Dexter - früher selber Journalist - verarbeitet in diesem Roman auch seine eigenen Erfahrungen. Nachdem er infolge eines Zeitungsartikels in eine Schlägerei verwickelt und schwer verletzt wurde, gab er diesen Beruf auf und wurde freier Schriftsteller.
Offensichtlich hat Dexter aber keine gute Meinung über seinen alten Berufsstand, so werden die Journalisten in diesem Roman als heruntergekommene, versoffene Gestalten beschrieben, die keine Lust mehr zu arbeiten haben. Auch ansonsten beschreibt der Roman die Umwelt als düster, unwirklich, gleichgültig, lethargisch und unberechenbar. In der Welt, in der die Bewohner des God's Pocket leben, besteht für diese Leute keine Hoffnung mehr, aus dem Elend herauszukommen.
Diese Stimmung wird sehr lebendig beschrieben und durch die vielen unerwarteten Wendungen, war es sehr spannend zu lesen. Empfehlenswert.
Die Geschichte spielt in Philadelphia in den 80er Jahren in einem der übelsten Vierteln, dem God's Pocket. Dort lebt auch Leon Hubbard, zusammen mit seiner Mutter und ihrem neuen Mann Mickey Scarpato. Leon Hubbard ist ein Dreckskerl, egoistisch, unberechenbar und gewalttätig. Er hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser und so landet er auch bei einer Bauarbeitertruppe, wo er als Maurer aushilft. Nachdem er wiederholt einen Arbeitskollegen bedroht und verspottet hat, wird er jedoch plötzlich vor den Augen der Anderen erschlagen. Jedoch, niemand interessiert sich für die genauen Todesumstände und so wird sein Tod von der Polizei als Unfall zu den Akten gelegt. Nur ein Reporter und die Mutter wollen die genaueren Umstände herausfinden.Und so erlebt man, wie sich eine Spirale der Gewalt entwickelt, in deren Folge mehrere Personen zu Tode kommen.
Pete Dexter - früher selber Journalist - verarbeitet in diesem Roman auch seine eigenen Erfahrungen. Nachdem er infolge eines Zeitungsartikels in eine Schlägerei verwickelt und schwer verletzt wurde, gab er diesen Beruf auf und wurde freier Schriftsteller.
Offensichtlich hat Dexter aber keine gute Meinung über seinen alten Berufsstand, so werden die Journalisten in diesem Roman als heruntergekommene, versoffene Gestalten beschrieben, die keine Lust mehr zu arbeiten haben. Auch ansonsten beschreibt der Roman die Umwelt als düster, unwirklich, gleichgültig, lethargisch und unberechenbar. In der Welt, in der die Bewohner des God's Pocket leben, besteht für diese Leute keine Hoffnung mehr, aus dem Elend herauszukommen.
Diese Stimmung wird sehr lebendig beschrieben und durch die vielen unerwarteten Wendungen, war es sehr spannend zu lesen. Empfehlenswert.
Saturday, 9. October 2010
Katharina Hagena: Der Geschmack von Apfelkernen
Rührend und auch spannend geschriebener Roman über eine Frau, die das Haus ihrer Großmutter erbt, in dem sie bis zu einem tragischen Erlebnisse viele Tage ihrer Ferien verbracht hat. Nach und nach erinnert sie sich an die vielen Erlebnisse und wie damals der tragische Unfall geschehen ist.
Dieser Roman hat mir sehr gut gefallen. Eindeutig lesenswert.
Dieser Roman hat mir sehr gut gefallen. Eindeutig lesenswert.
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Tuesday, 3. August 2010
Dan Brown: "Das verlorene Symbol"
Das verlorene Symbol war meine Urlaubslektüre, weswegen hier in letzter Zeit sowenig los war.
Man könnte das Buch als typischen Dan Brown bezeichnen. Kennt man eins, können einen andere Romane nicht mehr überraschen, weil man das Unglaubwürdige bereits erwartet.
Es ist spannend und ich habe es relativ schnell durchgelesen, allein es hat mich nicht so gefesselt, wie damals mein erstes Buch, "Das Sakrileg". Wobei ich damals auch die illustrierte Ausgabe gelesen habe. Sollte es so eine Ausgabe auch vom verlorenen Symbol geben, ist dieser definitiv der Vorzug gegenüber dem Taschenbuch oder der einfachen gebundenen Ausgabe zu geben.
Im Übrigen ist die Qualität des gebundenen Buches (Papier, Schrift) nicht mit der gebundenen Ausgabe von Schätzings "Limit" zu vergleichen. Bei gleichem Preis für ungefähr die Hälfte der Seitenanzahl ist dies schon enttäuschend. Im Zweifel würde ich zu "Limit" greifen. Das hat mich von Anfang an gefesselt.
Mehr ist eigentlich auch nicht zu sagen. Robert Langdon ist immernoch die Hauptfigur und findet sich plötzlich in einem unwirklichem Schauspiel wieder. Schon der Anfang ist sehr seltsam. Wer bitte schön, läßt sich nur aufgrund eines Anrufes bzw. eines Faxes eines unbekannten "Sekretär" eines guten Bekannten zu einer kurzfristigen Reise quer durch das Land hinreißen? Da würde man doch wenigstens mal seinen Bekannten kurz zurück rufen, wenn man diesen Menschen schon nicht kennt, oder? Hauptsache die Story ist halt irgendwie spannend.
Für zwischendurch mal ganz spannend. Aber für dieses Jahr hab ich genug Dan Brown.
Friday, 25. June 2010
Frank Schätzing "Limit"
Seit "Der Schwarm" bin ich ein großer Fan von Frank Schätzing und dieses Werk enttäuscht mich nicht, was meine Erwartungen angeht. Das betrifft sowohl die positiven Erwartungen als auch die negativen.
Das Buch ist noch relativ neu, es ist erst seit Herbst letzten Jahres auf dem Markt und demzufolge ist es momentan noch nicht als Taschenbuch verfügbar und obwohl "Der Schwarm" mit guten 1000 Seiten damals schon ein Wälzer war, vermutete ich, dass Schätzings aktueller Titel nicht weniger Seiten enthält. Tatsächlich stieg die Anzahl der Seiten auf nun gut 1300 Seiten.
Die Geschichte spielt in naher Zukunft, im Jahre 2025. Mittlerweile ist die Menschheit dabei, die Ressourcen des Mondes auszubeuten und sich von der Abhängigkeit vom Öl zu lösen. Und während sich eine Gruppe gut betuchter VIPs auf eine Abenteuerreise zum Mond macht, stößt eine chinesische Dissidentin auf Textfragmente, die zunächst unverständlich sind, sich aber später sich als Weltverschwörung und große Gefahr für die VIPler auf dem Mond herausstellt. Infolge dessen entwickelt sich eine blutige Hetzjagd um den halben Globus, bei der einige Beteiligte ihr Leben lassen müssen.
Ich befürchtete im Vorfeld, dass das Buch einige langwierige Stellen aufweisen würde, wie ich es bereits aus "Der Schwarm" kannte. Tatsächlich gibt es einige Stellen, wo man sich gewünscht hätte, der Roman wäre um ein paar Seiten gekürzt worden, aber ich persönlich fand es bei weitem nicht so anstrengend, wie die ellenlangen Beschreibungen von "Der Schwarm". Die Geschichte bleibt dennoch spannend und die wenigen Hänger sind relativ schnell vorbei.
Interessant fand ich die vielen Andeutungen auf tagespolitische Ereignisse aus den letzten Jahren, sowie den ungewöhnlichen Schreibstil, bei dem Sätze durch Absätze unterbrochen werden. Dies sieht zunächst ungewöhnlich aus, scheint mir aber ein bewußt gewähltes Stilmittel zu sein. Einzig die ungewöhnlich große Anzahl an Personen macht den Roman unübersichtlich.
Dennoch, ich fand den Roman ungemein spannend und das Preis- /Leistungsverhältnis von 1300 Seiten für 26 Euro ist durchaus angemessen. Ach und der Zeitrahmen von 2025 scheint ein wenig zu optimistisch zu sein, wenn man sich die Fortschritte zumindest in der Raumfahrt anschaut. Der Rest würde ja durchaus als 2025 durchgehen. Fazit: Ich fand es so spannend, dass ich das Buch kaum noch aus der Hand gelegt habe und weniger durchschaubar und unwahrscheinlich als zum Beispiel einen Dan Brown.
Das Buch ist noch relativ neu, es ist erst seit Herbst letzten Jahres auf dem Markt und demzufolge ist es momentan noch nicht als Taschenbuch verfügbar und obwohl "Der Schwarm" mit guten 1000 Seiten damals schon ein Wälzer war, vermutete ich, dass Schätzings aktueller Titel nicht weniger Seiten enthält. Tatsächlich stieg die Anzahl der Seiten auf nun gut 1300 Seiten.
Die Geschichte spielt in naher Zukunft, im Jahre 2025. Mittlerweile ist die Menschheit dabei, die Ressourcen des Mondes auszubeuten und sich von der Abhängigkeit vom Öl zu lösen. Und während sich eine Gruppe gut betuchter VIPs auf eine Abenteuerreise zum Mond macht, stößt eine chinesische Dissidentin auf Textfragmente, die zunächst unverständlich sind, sich aber später sich als Weltverschwörung und große Gefahr für die VIPler auf dem Mond herausstellt. Infolge dessen entwickelt sich eine blutige Hetzjagd um den halben Globus, bei der einige Beteiligte ihr Leben lassen müssen.
Ich befürchtete im Vorfeld, dass das Buch einige langwierige Stellen aufweisen würde, wie ich es bereits aus "Der Schwarm" kannte. Tatsächlich gibt es einige Stellen, wo man sich gewünscht hätte, der Roman wäre um ein paar Seiten gekürzt worden, aber ich persönlich fand es bei weitem nicht so anstrengend, wie die ellenlangen Beschreibungen von "Der Schwarm". Die Geschichte bleibt dennoch spannend und die wenigen Hänger sind relativ schnell vorbei.
Interessant fand ich die vielen Andeutungen auf tagespolitische Ereignisse aus den letzten Jahren, sowie den ungewöhnlichen Schreibstil, bei dem Sätze durch Absätze unterbrochen werden. Dies sieht zunächst ungewöhnlich aus, scheint mir aber ein bewußt gewähltes Stilmittel zu sein. Einzig die ungewöhnlich große Anzahl an Personen macht den Roman unübersichtlich.
Dennoch, ich fand den Roman ungemein spannend und das Preis- /Leistungsverhältnis von 1300 Seiten für 26 Euro ist durchaus angemessen. Ach und der Zeitrahmen von 2025 scheint ein wenig zu optimistisch zu sein, wenn man sich die Fortschritte zumindest in der Raumfahrt anschaut. Der Rest würde ja durchaus als 2025 durchgehen. Fazit: Ich fand es so spannend, dass ich das Buch kaum noch aus der Hand gelegt habe und weniger durchschaubar und unwahrscheinlich als zum Beispiel einen Dan Brown.
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Wednesday, 26. May 2010
Ken Saro-Wiwa: "Flammen der Hölle"
Dieses Buch erzählt die erschütternde Geschichte des Volkes der Ogoni und ihres Kampfes gegen die nigerianischen Machthaber um Menschenrechte und Umweltschutz. Ken Saro-Wiwa war der Anführer in diesem ungleichen Kampf, den er auf friedliche Weise führte. Die Ogoni leben im Nigerdelta, einem an Erdöl sehr reichen Gebiet Nigerias und dies ist vermutlich auch der Grund, dass der Kampf so rücksichtslos gegen sie geführt wurde, denn der nigerische Staat fürchtet um seine Petro-Dollar.
Eine unrühmliche Rolle dabei spielt auch Shell und andere Öl-Multis, die sich nicht um die Bevölkerung kümmern und auf immer neue Art und Weise das Land ausbeuten. Dabei wird keine Rücksicht auf die Umwelt genommen. Lecks in Pipelines vergiften das Land und werden kaum repariert, so dass das Öl einfach so im Boden versichert.
Tragischerweise, kostete Saro-Wiwa sein Engagement letzten Endes sein Leben. Er wurde im November 1995 zusammen mit 8 weiteren Angeklagten in einem Schauprozess hingerichtet.
Dieses Buch dokumentiert den Zeitraum von Juni 1993 bis Mai 1994. Kurze Zeit später wurde er endgültig inhaftiert. Für sein Engagement erhielt er den Alternativen Nobelpreis 1994. Trotzdem ist er nicht so bekannt wie Gandhi oder Martin Luther King. Afrika ist eben doch sehr weit weg und die Brent Spar war halt wichtiger.
Schade, dass wir damals davon so wenig mitbekommen haben. Ich erinnere mich noch gut an die Geschichte von der Brent Spar (auch wenn ich noch ein Kind war), aber gerade Brent Spar hatte ja gezeigt, wie viel man gegen übermächtige Ölkonzerne erreichen kann.
Gerade aus diesem Grund kann ich das Buch sehr empfehlen. Auch im Hinblick auf die Katastrophe am Golf von Mexiko zeigt sich wieder einmal, dass die Konzerne doch nur rücksichtslos das Öl fördern und sich der Risiken für die Bevölkerung und Umwelt nicht bewusst sind oder diese Risiken bewusst herunter spielen. Zahlen muß ja jemand anderes.
In diesem Zusammenhang ist der Artikel aus der Zeit ganz lesenswert:
"Shell & Co bringen uns um"
Eine unrühmliche Rolle dabei spielt auch Shell und andere Öl-Multis, die sich nicht um die Bevölkerung kümmern und auf immer neue Art und Weise das Land ausbeuten. Dabei wird keine Rücksicht auf die Umwelt genommen. Lecks in Pipelines vergiften das Land und werden kaum repariert, so dass das Öl einfach so im Boden versichert.
Tragischerweise, kostete Saro-Wiwa sein Engagement letzten Endes sein Leben. Er wurde im November 1995 zusammen mit 8 weiteren Angeklagten in einem Schauprozess hingerichtet.
Dieses Buch dokumentiert den Zeitraum von Juni 1993 bis Mai 1994. Kurze Zeit später wurde er endgültig inhaftiert. Für sein Engagement erhielt er den Alternativen Nobelpreis 1994. Trotzdem ist er nicht so bekannt wie Gandhi oder Martin Luther King. Afrika ist eben doch sehr weit weg und die Brent Spar war halt wichtiger.
Schade, dass wir damals davon so wenig mitbekommen haben. Ich erinnere mich noch gut an die Geschichte von der Brent Spar (auch wenn ich noch ein Kind war), aber gerade Brent Spar hatte ja gezeigt, wie viel man gegen übermächtige Ölkonzerne erreichen kann.
Gerade aus diesem Grund kann ich das Buch sehr empfehlen. Auch im Hinblick auf die Katastrophe am Golf von Mexiko zeigt sich wieder einmal, dass die Konzerne doch nur rücksichtslos das Öl fördern und sich der Risiken für die Bevölkerung und Umwelt nicht bewusst sind oder diese Risiken bewusst herunter spielen. Zahlen muß ja jemand anderes.
In diesem Zusammenhang ist der Artikel aus der Zeit ganz lesenswert:
"Shell & Co bringen uns um"
Friday, 21. May 2010
Wolfgang Barth: "Datensicherung unter Linux"
Endlich mal wieder ein Sachbuch, nach längerer Zeit. Diesmal geht es um das profunde Thema Backups unter Linux und Unix. Das Thema ist ja eigentlich recht wichtig, dennoch wird das Thema leider viel zu oft vernachlässigt. Mit diesem Thema wendet sich Barth sowohl an Privatanwender, als auch an kleinere Unternehmen.
Der Author geht zunächst auf einige wichtige Konzepte und Begriffe ein, ehe es praktisch wird. So bespricht er ausführlich die Programme tar, cpio, pax, rsync und natürlich amanda, dem er ein komplettes Kapitel widmet. Der Beschreibung zufolge scheint amada ein ziemlich durchdachtes Konzept in Verbindung mit Magnetbändern zu sein. Damit habe ich leider überhaupt keine Erfahrung, wie ich auch sonst keine Erfahrung mit Magnetbändern habe. Ich bin halt nur interessierter Hobby-Admin.
Leider ist das Buch etwas Magnetband lastig, was für einen interessierten Heimanwender wohl eher eine ungewöhnliche Aussattung ist. Auch die lang gewälzten Erklärungen zu tar/cpio/mt/dd/ hätte er sich eigentlich sparen können, Manpages gehören schließlich zur Grundausstattung und es ist ja nicht so, dass sich die Optionen von diesen Programmen nich auch ändern können. Gnu Tar ist ja ein schönes Beispiel dafür.
Leider wird bacula in diesem Buch nicht erwähnt. Das hätte im Vergleich zu amanda da durchaus interessant werden können. Aber vielleicht war bacula damals (2004) noch nicht so verbreitet, wenn es das überhaupt schon gab.
Man merkt dem Buch halt leider auch an diversen Stellen sein Alter an. So würde ich vermuten, dass sich die Kapazitäten diverser Band-Laufwerke mittlerweile deutlich geändert haben (wenn es die diversen Typen überhaupt noch gibt, ein kurzer Blick in die Wikipedia ließ mich jedenfalls zweifeln, ob für alle dort vorgestellten Technologien noch Medien zu haben sind).
Ein bißchen hätte er ja auch noch auf die diversen Heimandwender Backup Projekte eingehen können, die gerade im OpenSource Umfeld verfügbar sind. Déja-dup, oder diverse Time-Machine Clones oder duplicity oder rdiff oder rsnapshot oder oder...
Trotzdem interessante Lektüre. Dabei fällt mir ein, ich sollte mir eindlich wieder eine externe Festplatte zur Datensicherung zulegen …
Wednesday, 28. April 2010
Jaume Subirana (Hrsg): "Willkommen in Katalonien: Eine literarische Entdeckungsreise"
"Willkommen in Katalonien" ist ein Buch voller Kurzgeschichten bekannter katalonischer Autoren. Ich muß dazusagen, dass ich leider keinen einzigen der Autoren kenne. Die Themen sind sehr vielfältig und handeln meistens vom Leben. Auf knapp 300 Seiten werden so ca 30 vielfältige und verschiedene Geschichten erzählt.
Ich fand das Buch jetzt nicht überragend und auch die meisten der Kurzgeschichten waren weder besonders interessant noch spannend oder witzig, aber sie geben einen Einblick in die Kultur und Geschichte dieses Landstrichs. Dennoch machte mich das Buch neugierig auf diesen Landstrich und so hoffe ich, dass ich irgendwann einmal zumindest Barcelona besuchen kann.
Ich fand das Buch jetzt nicht überragend und auch die meisten der Kurzgeschichten waren weder besonders interessant noch spannend oder witzig, aber sie geben einen Einblick in die Kultur und Geschichte dieses Landstrichs. Dennoch machte mich das Buch neugierig auf diesen Landstrich und so hoffe ich, dass ich irgendwann einmal zumindest Barcelona besuchen kann.
Saturday, 27. February 2010
Gerhard Wisnewski: "Mythos 9/11"
Diesmal habe ich hier einen ganz besonderen Leckerbissen für Verschwörungstheoretiker. Gerhard Wisneswski ist freier Journalist und hat zum Thema 11. September bereits das Buch Operation 9/11 verfasst. Das Buch stammt aus dem Jahr 2004 und man merkt es ihm auch an. So handelt der letzte von 3 Teilen des Buchs von den bevorstehenden Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten, bei dem - wie wie ja wissen - Georg W. Bush wiedergewählt wurde. Wisneski orakelt, die Wahlen würden von Teilen der US-Regierung genutzt, um einen weiteren Terroranschlag durchzuführen, der Bush zum Sieg verhelfen würde und letztendlich der Regierung verhelfen würde, die Demokratie abzuschaffen und eine Diktatur zu errichten.
Das sind schon echt harte Anschuldigungen. Im Prinzip besteht der dritte Teil des Buches einzig und allein aus Vorurteilen der damaligen US-Regierung gegenüber. So werden natürlich die ultra-konservativen Think-Tanks (vor allem das umstrittene PNAC) und die religiöse Rechte erwähnt. Ich frag mich ja, wenn die Regierung damals in dieses Attentat verstrickt war, warum es dafür keinerlei Beweise gibt (Man muß man sich das mal überlegen: knapp 3.000 Menschen werden einfach so von der Regierung geopfert, und niemand hat ein schlechtes Gewissen dabei. Vielleicht bin ich ja zu naiv, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sowas lange geheim bleiben kann.), sondern immer die gleichen Vermutungen der Verschwörungstheoretiker genannt werden. Das ficht natürlich Herrn Wisnewski nicht an. Denn er findet auch darauf eine Antwort.
Die anderen beiden Teile befassen sich mit den Untersuchungen zu den Anschlägen, sowie diversen Theorien zur Durchführung der Anschläge. Nur soviel dazu, es gibt eigentlich nichts, was Wisnewski nicht in Zweifel zieht. Für ihn sind die Untersuchungsbeamten alle Stümper und ergibt für ihn nur einen möglichen Sinn: Die Anschläge sind nicht von Al Quaida durchgeführt worden, sondern von der amerikanischen Regierung. Andere Deutungen läßt er nicht zu. Wenigstens pflegt er konsequent seine Vorurteile, könnte man sagen.
Und mit dem folgenden Zitat möchte ich diesen Artikel beenden, möge sich jeder selber seine Meinung dazu bilden. (Ich spare mir meine Meinung dazu, das wäre nicht ganz jugendfrei):
QUOTE:
In einer Weltpremiere fallen zwei äußerst stabile Stahlbauwerke nach einem kurzen Schwelbrand von rund einer Stunde vollkommen exakt in sich zusammen.
Gerhard Wisnewski in "Mythos 9/11", Seite 221
Tuesday, 26. January 2010
Daniel Kehlmann: "Die Vermessung der Welt"
Daniel Kehlmann ist ein junger deutschsprachiger Schriftsteller, der mit "Die Vermessung der Welt" einen der größten Erfolge deutschsprachiger Literatur in jüngster Zeit hatte.
Bei dem Roman handelt es sich um die Biographie der beiden Forscher Carl Friederich Gauß und Alexander von Humboldt. Der Roman der beiden Gelehrten basiert auf historischen Fakten, weicht jedoch in zahlreichen Details von den Fakten ab. Während der eine Forscher die Welt erkundet und jeden noch so kleinen Hügel erklimmt und ausmißt, verachtet der andere jegliche Art des Reisens und möchte am liebsten nur in der Nähe seiner Mutter bleiben und die Welt nur durchs Denken erkunden.
Auf ihre unterschiedliche Art und Weise sind beide Helden sympatisch auch wenn ihre schrullige Art und Weise den Leser an der einen oder anderen Stelle schmunzeln lassen wird (so zum Beispiel Gauß' Kummer, dass er nicht 100 Jahre später geboren wurde oder die Art und Weise wie Humboldt alles vermißt und untersucht, was ihm unter die Finger kommt). Dabei beschreibt Kehlmann die Charaktere in einem leicht ironischen Ton und zeigt typisch deutsche Eigenheiten auf.
Ein sehr lesenswertes Buch, das sich leicht lesen läßt und wo man an vielen Stellen schmunzeln kann. Empfehlenswert. Ich bin sicher, man wird von Daniel Kehlmann noch das eine oder andere hören in Zukunft.
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Thursday, 17. December 2009
Hubertus Knabe: "Die vergessenen Opfer der Mauer"
Hubertus Knabe ist Historiker und Leiter der Gedenkstätte Hohenschönhausen und war von 1992 - 2000 in der Forschungsabteilung des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (Gauck-Behörde) tätig und ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen über die DDR.
In diesem Buch, lässt er verschiedene Zeitzeugen die Erlebnisse ihrer vergeblichen Fluchtversuche und vor allem die unmenschlichen Behandlungen durch die Stasi schildern. Vor allem die Erlebnisse während kurz nach dem Mauerbau in den 60er Jahren sind erschütternd.
Diese Menschen wurden aufgrund ihres Freiheitsdrangs wie Schwerverbrecher behandelt, ihre Familienangehörige erfuhren monatelang nicht was passiert war und hatten so gut wie keine Möglichkeit mit ihnen in Kontakt zu treten und wenn sie es durften, gab es keine Möglichkeit zu erfahren, was wirklich in den Untersuchungsanstalten vor sich ging.
Dabei waren diese Menschen schlimmsten Psyschofolter ausgesetzt, u.a. Isolierhaft, stundenlange Verhöre, wenig Essen, Spitzel der Stasi als Mithäftlinge, und natürlich Lügen und Drohungen der Stasi-Mitarbeiter.
Und um diesen Geschehnissen den Anschein eines Rechtsstaats zu geben, müssen sie ihre verdrehten Aussagen immer schön unterschreiben und mit ihren Anwälten durften sie nicht über ihren Fall reden.
Ich selber war ja noch ein kleines Kind damals, als die Mauer gefallen ist und überhaupt kann man sich das heutzutage überhaupt nicht mehr vorstellen. Gerade weil heutzutage die DDR ja oft verklärt wird, ist es wichtig sich immer vor Augen zu führen, was für ein Unrechtsstaat das war.
Die Erzählungen dieser Menschen sind erschütternd zu lesen und ähneln sich oft. Ich hätte mir gewünscht, die Erzählungen wären ausführlicher. Gerade die versuchten Fluchtversuche kamen teilweise etwas kurz und leider enden alle Geschichten nach der Verurteilung. So erfährt man im Anhang nur kurz was aus diesen Menschen heutzutage geworden ist, aber man erfährt nicht, wie es diesen Menschen im normalen Gefängnis ergangen ist (oder was aus Ihren Fluchthelfern wurde).
Sehr lesenswert ist auch das Vorwort, so erfährt man z.B. dass zwischen 1949 und 1989 4,9 Millionen Deutsche flüchteten. Dass es so viele waren, hat mich schon sehr überrascht. Die DDR hatte 1989 > 16 Millionen Einwohner. Das heißt, dass ein gutes Viertel der Einwohner geflüchtet sind. Wer hätte das gedacht! Das sagt viel über die Lebensverhältnisse im Sozialismus aus.
Prädikat: unbedingt empfehlenswert.
In diesem Buch, lässt er verschiedene Zeitzeugen die Erlebnisse ihrer vergeblichen Fluchtversuche und vor allem die unmenschlichen Behandlungen durch die Stasi schildern. Vor allem die Erlebnisse während kurz nach dem Mauerbau in den 60er Jahren sind erschütternd.
Diese Menschen wurden aufgrund ihres Freiheitsdrangs wie Schwerverbrecher behandelt, ihre Familienangehörige erfuhren monatelang nicht was passiert war und hatten so gut wie keine Möglichkeit mit ihnen in Kontakt zu treten und wenn sie es durften, gab es keine Möglichkeit zu erfahren, was wirklich in den Untersuchungsanstalten vor sich ging.
Dabei waren diese Menschen schlimmsten Psyschofolter ausgesetzt, u.a. Isolierhaft, stundenlange Verhöre, wenig Essen, Spitzel der Stasi als Mithäftlinge, und natürlich Lügen und Drohungen der Stasi-Mitarbeiter.
Und um diesen Geschehnissen den Anschein eines Rechtsstaats zu geben, müssen sie ihre verdrehten Aussagen immer schön unterschreiben und mit ihren Anwälten durften sie nicht über ihren Fall reden.
Ich selber war ja noch ein kleines Kind damals, als die Mauer gefallen ist und überhaupt kann man sich das heutzutage überhaupt nicht mehr vorstellen. Gerade weil heutzutage die DDR ja oft verklärt wird, ist es wichtig sich immer vor Augen zu führen, was für ein Unrechtsstaat das war.
Die Erzählungen dieser Menschen sind erschütternd zu lesen und ähneln sich oft. Ich hätte mir gewünscht, die Erzählungen wären ausführlicher. Gerade die versuchten Fluchtversuche kamen teilweise etwas kurz und leider enden alle Geschichten nach der Verurteilung. So erfährt man im Anhang nur kurz was aus diesen Menschen heutzutage geworden ist, aber man erfährt nicht, wie es diesen Menschen im normalen Gefängnis ergangen ist (oder was aus Ihren Fluchthelfern wurde).
Sehr lesenswert ist auch das Vorwort, so erfährt man z.B. dass zwischen 1949 und 1989 4,9 Millionen Deutsche flüchteten. Dass es so viele waren, hat mich schon sehr überrascht. Die DDR hatte 1989 > 16 Millionen Einwohner. Das heißt, dass ein gutes Viertel der Einwohner geflüchtet sind. Wer hätte das gedacht! Das sagt viel über die Lebensverhältnisse im Sozialismus aus.
Prädikat: unbedingt empfehlenswert.
Thursday, 29. October 2009
Thomas Brussig: Wasserfarben.
Thomas Brussig ist einer der Drehbuchautoren des Films Sonnenallee. Diesen Film mag man entweder oder findet ihn ob der platten Episoden furchtbar. Ich denke, bei dem Buch ist es ähnlich.
Und auch dieser Roman handelt vom Leben innerhalb der DDR, wenn auch noch nicht so gesellschaftskritisch.
Der Roman handelt von dem jungen Abiturienten Anton Glienicke, der sich auf sein Abitur vorbereitet. Eigentlich möchte er gern Jounalismus studieren, aber dieser Wunsch wird ihm aufgrund von Westverwandtschaft verwehrt. Und so beschreibt das Buch die Lustlosigkeit und die Unsicherheit des Protagonisten.
Brussig schafft es, das Leben des Anton Glienicke witzig und sehr authentisch zu beschreiben, wenn es sich auch teilweise um Banalitäten handelt. Viele Probleme werden heutigen Jugendlichen wahrscheinlich auch bekannt vorkommen, während andere Probleme heutzutage einfach unverständlich sind. Dazu gehören die wenigen Episoden, die den Staate DDR beschreiben.
Das Buch liest sich nicht schlecht, ich bin mir jedoch unsicher, wie ich es bewerten soll. Ich finde das Buch alles in allem eher nicht so gelungen, auch wenn es sich leicht und locker liest. Aber im großen und ganzen handelt es sich doch um zu viele Banalitäten. Ich hätte mir mehr Gesellschaftskritik bzw. Beschreibung das Leben in der DDR gewünscht.
Und auch dieser Roman handelt vom Leben innerhalb der DDR, wenn auch noch nicht so gesellschaftskritisch.
Der Roman handelt von dem jungen Abiturienten Anton Glienicke, der sich auf sein Abitur vorbereitet. Eigentlich möchte er gern Jounalismus studieren, aber dieser Wunsch wird ihm aufgrund von Westverwandtschaft verwehrt. Und so beschreibt das Buch die Lustlosigkeit und die Unsicherheit des Protagonisten.
Brussig schafft es, das Leben des Anton Glienicke witzig und sehr authentisch zu beschreiben, wenn es sich auch teilweise um Banalitäten handelt. Viele Probleme werden heutigen Jugendlichen wahrscheinlich auch bekannt vorkommen, während andere Probleme heutzutage einfach unverständlich sind. Dazu gehören die wenigen Episoden, die den Staate DDR beschreiben.
Das Buch liest sich nicht schlecht, ich bin mir jedoch unsicher, wie ich es bewerten soll. Ich finde das Buch alles in allem eher nicht so gelungen, auch wenn es sich leicht und locker liest. Aber im großen und ganzen handelt es sich doch um zu viele Banalitäten. Ich hätte mir mehr Gesellschaftskritik bzw. Beschreibung das Leben in der DDR gewünscht.
Thursday, 8. October 2009
Adrian Hyland: "Outback Bastard"
Outback Bastard ist das erste Buch des australischen Autors Adrian Hyland. Hyland bekam für sein Werk 2007 den Ned-Kelly Award mit dem in Australien Krimi-Autoren ausgezeichnet werden. Der Krimi spielt im australischen Outback und benutzt wohl auch teilweise den typischen Sprachstil der Aborigines. Ziemlich detailliert wird das Leben der Aborigines beschrieben, inklusive dem überall auftretenden Vorurteilen und Mißverständnissen.
Die Story fängt zunächst nicht sonderlich spannend an und erzählt die Geschichte von Emily, einer Mitte 20-jährigen Halb-Aborigine. Sie kommt, nachdem Sie lange in der Welt umher gereist ist wieder zurück in den Outback. Doch dort hat sich in der Zeit viel verändert: wenige Aborigine sind im Outback übrig geblieben, andere Siedler wollen das Land und seine Ressourcen ausbeuten und innerhalb der Aborigines gibt es Konflikte. Als kurze Zeit später ihr alter Freund ermordet, begibt sich Emily auf der Suche und möchte den Fall aufklären. Dabei beschwört sie natürlich ziemlich viel Ärger herauf und legt sich mit einer Menge Leute an.
Zur Mitte hin wird das Buch deutlich spannender und zum Schluß gibt es noch einmal eine überraschende Wendung. Während der ganzen Zeit wird das Leben im Busch beschrieben und man bekommt einen Einblick in die Welt der Aborigines, die sich vor allem um Träume und Magie dreht, völlig anders als das Leben der modernen Menschen.
Fazit: Nicht überragend, aber zum Schluß ganz spannend.
Die Story fängt zunächst nicht sonderlich spannend an und erzählt die Geschichte von Emily, einer Mitte 20-jährigen Halb-Aborigine. Sie kommt, nachdem Sie lange in der Welt umher gereist ist wieder zurück in den Outback. Doch dort hat sich in der Zeit viel verändert: wenige Aborigine sind im Outback übrig geblieben, andere Siedler wollen das Land und seine Ressourcen ausbeuten und innerhalb der Aborigines gibt es Konflikte. Als kurze Zeit später ihr alter Freund ermordet, begibt sich Emily auf der Suche und möchte den Fall aufklären. Dabei beschwört sie natürlich ziemlich viel Ärger herauf und legt sich mit einer Menge Leute an.
Zur Mitte hin wird das Buch deutlich spannender und zum Schluß gibt es noch einmal eine überraschende Wendung. Während der ganzen Zeit wird das Leben im Busch beschrieben und man bekommt einen Einblick in die Welt der Aborigines, die sich vor allem um Träume und Magie dreht, völlig anders als das Leben der modernen Menschen.
Fazit: Nicht überragend, aber zum Schluß ganz spannend.
Wednesday, 16. September 2009
Carlo Ross: "...aber Steine reden nicht"
Das Buch erzählt die Geschichte des kleinen David Rosen, der als 10-jähriger 1938 in ein ärmliches Viertel nach Hagen zieht. Carlo Ross beschreibt darin sehr anschaulich, wie sich die Verhältnisse für die jüdischen Menschen immer mehr verschlechtern, angefangen von gelegentlichen Beschimpfungen bis hin zu Raub und Mord während der Reichskristallnacht und der ersten Kriegsjahre. Die zunehmende Diskriminierung ist ein großes Problem und nach und nach wenden sich immer mehr Menschen und Freunde ab, sei es weil sie selber Angst haben und gezwungen werden den Kontakt abzubrechen, sei es weil sie selber Nazis sind oder weil sie Glück haben und rechtzeitig flüchten können.
Dieses Buch ist eigentlich ein Kinderbuch, aber ich fand es dennoch sehr gut. Es liest sich spannend und erschütternd fand ich vor allem die Ereignisse vom 09.11.1939. Das Buch endet damit, wie die Familie Rosen ins KZ deportiert wird. Ich vermute, die weitere Geschichte wird dann im Buch "Im Vorhof der Hölle" beschrieben, habe diese Buch jedoch noch nicht gelesen.
Carlo Ross war Schriftsteller und Überlebender des Holocausts. Er wurde 1928 geboren, passt also genau in das Alter des Hauptcharakters David Rosen. Ich vermute, er verarbeitete in diesen beiden Büchern seine eigenen Erlebnisse aus dieser Zeit.
Obwohl es sich bei diesem Buch um ein Kinderbuch handelt, kann ich es nur empfehlen.
Dieses Buch ist eigentlich ein Kinderbuch, aber ich fand es dennoch sehr gut. Es liest sich spannend und erschütternd fand ich vor allem die Ereignisse vom 09.11.1939. Das Buch endet damit, wie die Familie Rosen ins KZ deportiert wird. Ich vermute, die weitere Geschichte wird dann im Buch "Im Vorhof der Hölle" beschrieben, habe diese Buch jedoch noch nicht gelesen.
Carlo Ross war Schriftsteller und Überlebender des Holocausts. Er wurde 1928 geboren, passt also genau in das Alter des Hauptcharakters David Rosen. Ich vermute, er verarbeitete in diesen beiden Büchern seine eigenen Erlebnisse aus dieser Zeit.
Obwohl es sich bei diesem Buch um ein Kinderbuch handelt, kann ich es nur empfehlen.
Thursday, 9. July 2009
Stephen Hawking: "Das Universum in der Nußschale"
Stephen Hawkings "Das Universum in der Nußschale" besitze ich schon ziemlich genau seit das Buch 2001 erstmals erschien. Die Arbeit von Stephen Hawking - der Koryphäe auf diesem Gebiet - hat mich damals fasziniert, Quantentheorie und die Suche nach der alles verbindenden Theorie verbreitete damals eine Faszination, der ich mich nicht entziehen konnte.
Damals, da habe ich gerade mein Abi gemacht und im Physik-Leistungskurs haben wir Quanten- und Relativitätstheorie detailliert besprochen. So kam ich irgendwann zu Stephen Hawkings "Eine kurze Geschichte der Zeit" und hab es mit großem Vergnügen gelesen. Und deshalb mußte ich damals unbedingt diese Neuerscheinung haben, die ich damals von meinen Eltern geschenkt bekam. Leider verschwand dieses Buch dann bald 8 Jahre in meinem Bücherschrank und erst vor kurzem fiel es mir wieder in die Hand. Das war der Grund, dass ich das Buch jetzt endlich gelesen habe.
Das Buch ist einfacher aufgebaut und nicht ganz so komplex wie der Vorgänger (wenn mich meine Erinnerung, an den Vorgänger nicht trügt). Die vielen Illustrationen helfen dabei, die Konzepte zu verstehen, die tatsächlich aufregend sind: So interessante Theorien wie Stringtheorie, Große Vereinheitlichte Theorie, Quantengravitation, M-Theorie oder Wurmlöcher und andere mehr werden angesprochen.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist natürlich ein populärwissenschaftliches Buch und daher nicht sehr theoretisch. Ich fand das gut, denn ansonsten wäre das Buch mir wohl zu trocken gewesen.
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