Der Verkehrsverbund Rhein-Main hat wohl gerade neue Fahrkartenautomaten aufgestellt. Das schließe ich messerscharf daraus, dass jetzt am Hauptbahnhof überall diese neuen berührungsempfindlichen Automaten rumstehen. Diese Automaten haben mindestens 3 Nachteile:
Erstens sind sie schnarchlangsam. Der geübte Pendler wußte die alten Automaten blind zu bedienen. Ziffer für Fahrtziel eintippen und Taste für gewünschtes Ticket drücken (Tageskarte, Gruppenkarte, Wochenkarte). Im Idealfall drückte man lediglich 2 Tasten, warf Geld ein und besaß seinen Fahrschein.
Nun muß man sich mühsam auf dem Display zurechtfinden. Die Übersicht ist schonmal um einiges schlechter. Dazu kommt, dass die alten Automaten eine Liste mit zugegeben winziger Schrift besaßen, in der die wichtigsten Zielcodes des Verbunds verzeichnet war. Die ist nun schonmal weg gefallen. Man muß also erst umständlich sein Fahrtziel raussuchen, Spezialtickets findet man auch nicht gleich, sondern muß eventuell noch auf eine weitere Bildschirmseite blättern. Das ist schonmal sehr unübersichtlich.
Zweitens funktioniert der Touch-Screen bei weitem nicht so gut, wie bei den alten Automaten die mechanischen Tasten.
Und drittens haben diese Automaten zwar ein eingebauten Kartenlesegerät, aber sie bestehen auf der Abbuchung vom Konto und besitzen anscheinend nicht mehr die Geldkartenfunktion ihrer Vorgänger. Wenn ich auch sonst nie die Geldkarte benutzt habe, fand ich diese Funktion an den Fahrkartenautomaten um so komfortabler. Kein lästiges Umschauen, ob auch niemand guckt während man die PIN eintippt, sondern einfach Karte in den Automaten stecken, kurz warten und wieder raus nehmen. Viel schneller als die PIN eintippen dauert.
Ach, und was soll eigentlich der Unsinn mit den doppelten Belegen? Braucht man jetzt schon für einen einfachen Fahrschein noch mal eine Zahlungsbestätigung?
Dies hatte zur Folge, dass mir heute glatt die S-Bahn vor der Nase wegfuhr und infolge dessen dann auch der Bus. Gut gemacht.
Eine Frage bleibt: Was mach ich nun mit meiner aufgeladenen Geldkarte?
Letztens, da hatte ich Geburtstag. Sogar einen runden. Und wie das so ist bei Geburtstagen, gibt es auch Geschenke. Diesmal gab es eine schöne Armbanduhr. Die gefällt mir wirklich gut, sie hat viele nützliche Funktionen, sieht gut aus und ist mir auch sonst sehr nützlich.
Nur leider war das Metallarmband viel zu groß, es bestand ja auch vorher keine Möglichkeit unauffällig den Umfang meines Armes zu messen. Jedenfalls habe ich daher die Gelegenheit genutzt, und bin zum erstbesten Uhrmacher, den mir Google für Frankfurt vorgeschlagen hat.
Das war nun Juwelier **** an der Hauptwache. Ich bin also hin, und hätte schon beim ersten Anblick stutzig werden müssen. Denn das ist ein hochpreisiger Juwelier. Dort gibt es halt Breitlings und Rolex und Festinas oder so. Jedenfalls begrüßte ich noch den Wachmann, der draußen aufpasste und drinnen stürzte sich gleich eine freundliche Empfangsdame auf mich und führte mich zu einem Mitarbeiter, nachdem ich ihr mitteilte, was mein Problem war. Dieser Mitarbeiter telefonierte gerade und teilte seinem Kunden einen vierstelligen Preis mit. Ich kam mir jedenfalls plötzlich ziemlich verloren vor und fühlte mich am falschen Platz. Ich trug dem Mitarbeiter dennoch kurz mein Anliegen vor und er bat mich um meine Armbanduhr. Als ich ihm die Uhr aushändigte, warf er einen kurzen Blick auf die Uhr und erklärte mir dann nach einem skeptischen Blick auf die Uhr, dass sie (der Uhrmacher) solche Uhren hier nicht führen.
QUOTE:
"Das ist ja eine Casio! Die ist aus dem Kaufhof, oder?"
und dabei schaute er mich so verständnislos an, als wollte ich von ihm, dass er meinen Kühlschrank reparierte.
QUOTE:
"Natürlich ist das eine Casio und die hab ich geschenkt bekommen!"
entschuldigte ich mich und wunderte mich, wieso ich mich dafür rechtfertigen mußte. Daraufhin sagte er:
QUOTE:
"Sowas reparieren wir nicht. Ich weiß nicht mal, wie das geht."
Ok, das war ja mal eine Ansage. Nachdem ich peinlich berührt schwieg, ob der Aussage, dass ein hochpreisige Uhrmacher nicht in der Lage war ein einfaches Metallarmband zu kürzen, verabschiedete ich mich höflich, nahm meine olle Casio (die mir immer noch sehr gut gefällt) und machte mich auf den Weg zum Kaufhof.
Das war ein guter Tipp. Dort mußte ich nur kurz anstehen und man hat mein Armband inerhalb von 5 Minuten gekürzt, auch wenn der junge Herr ziemlich mit dem Verschluß kämpfen mußte und mir hinterher mitteilte, dass er das Armband nicht weiter kürzen konnte, weil er nicht mehr Glieder aus dem Armband herausbekam. Aber das war ok, das Armband passt nun und es kostete mich auch nur preisgünstige 5 Euros.
Beim Juwelier wäre ich wohl ein kleines Vermögen dafür los geworden. In diesem Sinne denke ich, es war viel besser, dass ich dort das Armbanduhr nicht kürzen ließ.
Und wenn ich mal für viel Geld eine Uhr kaufen möchte, werde ich es garantiert nicht bei dem Juwelier tun.
Ich habe mir dann doch noch ein Ticket für die Dave Matthews Band gekauft und bin Donnerstag nach der Arbeit zur Jahrhunderthalle um mir ihr Konzert anzusehen.
Und was soll ich sagen? Es war schon genial. Während die Konzerte von Coldplay und Depeche Mode sehr von ihren charismatischen Leadsängern Chris Martin bzw. Dave Gahan geprägt sind und man von den anderen Mitgliedern nicht so viel auf der Bühne sieht, ist das bei DMB komplett anders. Neben den Gitarren, Bass und Schlagzeug gab es noch einen Trompeter, einen Saxophonist und einen Violinist(!). Man merkt, dass hier ein Team auf der Bühne steht. Viele Songs werden anders interpretiert, als man sie von den Alben kennt. Und genau das macht den Reiz aus, wenn plötzlich minutenlang das Saxophon oder die Geige ihren Auftritt hat und alle anderen Musiker dahinter zurück treten.
Solche Soli gab es für so ziemlich jedes Instrument und genau dieses Jazz-artige Jammen ist es, wofür diese Band so berühmt ist und in den Staaten Stadien füllen. Und Dave Matthews ist auch sehr sympathisch. Sein Stimme ist sehr prägnant und die würde ich überall raus hören.
Ich war ja echt glücklich, dass sich die Jahrhunderthalle doch gefüllt hat, ich hätte nicht mit so vielen Fans gerechnet, habe ich doch bisher noch keinen anderen DMB Fan in Deutschland getroffen. So war die Stimmung auch richtig super. Nur ein paar Songs mehr von ihren früheren Alben hätte ich mir noch gewünscht.
Hier noch ein paar Auschnitte, die meiner Meinung nach zeigen, warum DMB einen Ruf als eine der besten Livebands haben:
Das alte "All along the Watchtower" von Bob Dylan bzw. berühmt geworden durch Jimmi Hendrix:
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Wunderbar ist auch dieses Video hier http://www.youtube.com/watch?v=ypSIiI7bbqo, was ich leider nicht einbetten darf. Man achte dort auf die Soli der Geige und des Saxophons. Man kann die Stimmung richtig spüren.
Und wenn die Gema bzw. Sony Music Entertainment das Internet verstanden hätten, würde ich hier noch ein paar weitere Songs reinkopieren.
Schön wars. Hoffentlich dauert es nicht wieder 12 Jahre, bis sie mal wieder nach Deutschland kommen.
Der Vorsitzende der Hotelgruppe Hannover des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga, Eckhard Laabs, erklärte allerdings gegenüber dpa: "Es gibt sicherlich ein erhöhtes Preisniveau während der CeBIT, aber Hannover ist im Vergleich zu vergleichbaren Spitzenveranstaltungen in anderen Städten kein Ausreißer nach oben." Der weitaus größte Teil der Hotels in Hannover erhöhe seine Preise zu Spitzenzeiten wie zur CeBIT auf gut 300 Euro. Dies sei angemessen.
Von wegen. Ob in Frankfurt die Buchmesse oder die Systems in München, es ist schon lange üblich, während Messen die Hotelpreise entsprechend anzupassen. Vor allem, wenn man nicht wegen irgendeiner Messe in der Stadt ist, und dennoch solche Preise zu löhnen hat, dann empfinde ich das schon als Unverschämtheit.
Wenn ich an das vorangegangene Jahr denke, dann gab es einige Termine (Messen und WM) in Frankfurt, wo > €450.00 zu zahlen waren. Pro Nacht. Soviel zahle ich zuhause pro Monat an Miete. Gerade in der Messestadt Frankfurt nervt es unheimlich 1 bis 2 Mal pro Monat nach einem einigermaßen günstigen Hotel Ausschau zu halten. Selbst als Stammkunde hat man keinerlei bessere Verhandlungsposition und muß diese Kröten wohl oder übel schlucken.
Endlich ist die Buchmesse vorbei und es gibt wieder Hotelzimmer in Frankfurt, die man sich auch leisten kann. Während der Buchmesse (und nicht nur während dieser Messe) kann man sich in und um Frankfurt ja keine Übernachtung leisten. So habe ich die letzte Woche in Mainz verbracht.
Von Eschborn bis Mainz ist auch wieder ein Reiseweg von mehr als 1 Stunde im öffentlichen Personennahverkehr, wenn alles glatt geht und es nirgends Verspätung gibt.