Es ist zum Verzweifeln. Ich bin ja nun nicht zum ersten Mal dienstlich unterwegs und die Tücken des ermäßigten Umsatzsteuersatzes für Übernachtungen sind mir auch bekannt. Aber diese Woche hätte ich wieder in die Tischkante beißen können.
Da bucht man gemäß allgemeiner Regelung über das interne Buchungstool mehrere Aufenthalte. Dort werden einem auch schön brav die vereinbarten Raten angezeigt und bestätigt. Als ich am Montag eincheckte, bestätigte mir man auch noch einmal die vereinbarte Rate und man erwähnte noch großzügig, dass bei dieser Rate auch 1 Stunde Internet kostenlos dabei ist. (Ja unglaublich, wirklich eine ganze Stunde umsonst!!!) Zu diesem Zwecke erhielt ich genau 4 Prepaid Karten (Voucher), für jeden Tag also eine.
Umso erstaunter war ich, als diese Gutscheine dann aber doch auf der Rechnung erschienen. Denn der Übernachtungspreis setzt sich zusammen aus € 81,50 Übernachtung und € 4,50 Internet. Der Grund dafür ist - Überraschung - der ermäßige Umsatzsteuersatz auf Übernachtungen. Denn die reine Übernachtung wurde natürlich zu 7% versteuert, die Internetgutscheine aber zu 19%. Und jetzt dürft ihr dreimal raten, wer auf den Kosten für die Internetgutscheine sitzen bleiben wird. Ja genau, denn erstattet wird natürlich nur die Übernachtungsleistung.
Die € 18 - für die man woanders bereits eine Flatrate bekommt - kann ich also vermutlich in den Wind schreiben. Mich ärgert auch weniger der Betrag an sich, den kann man verkraften, sondern die Art und Weise, wie man mir erst erklärt, dass 1 Stunde Internet im Übernachtungspreis enthalten wäre. Wenn das nicht so ist, dann soll man das bitte schön auch nicht so anpreisen, dann hätte ich auf das Internet verzichtet (tatsächlich habe ich die Gutscheine eigentlich auch nicht benötigt, weil ich eine UMTS Karte habe, aber dort nur ein minimales Limit frei habe und so kostenloses Internet in Hotels immer nutze, größere Downloads zu tätigen).
Der Hammer aber ist, als man mir auf mein telefonische Beschwerde erklären wollte, dass es doch für Geschäftsleute ein sogenanntes Businnesspaket gäbe (bei dem Frühstück und Internet bereits im Übernachtungspreis enthalten ist und daher nicht extra ausgepreist werden muss), welches man halt vorher (!) buchen müßte.
Nun erstens bekomme ich über unser verpflichtendes Buchungstools so was gar nicht erst angeboten, zweitens ist es eine Frechheit, mich im Nachhing darauf hinzuweisen, dass ich das halt vorher hätte buchen müssen und drittens halte ich das Angebot für mindestens legal fragwürdig, wenn man nun damit wirbt, diese steuerlichen Unterscheidungen jetzt wieder aufhebt und nur mit einem einheitlichen Steuersatz abrechnet.
Und dann konnte man sich nicht einmal dazu durchringen mir innerhalb eines Tags Bescheid zu geben, was jetzt mit meiner Rechnung ist. Und sowas erlebt man in einem der größten 4-Sternehotels Frankfurt. Unglaublich.
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Friday, 16. April 2010
Was für ein Tag...
Wednesday, 27. January 2010
Die Farce mit dem ermäßigten Steuersatz auf Übernachtungen
Im Dezember hat die Bundesregierung ja im Zuge des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes - für mich überraschend - den Umsatzsteuersatz für Übernachtungen von 19% auf 7% gesenkt. Nun ist mir bisher noch nicht aufgefallen, dass die Übernachtungsraten signifikant gefallen wären, das mag aber meiner selektiven Wahrnehmung geschuldet sein und vielleicht nutzen die Hoteliers die erzielten Mehreinnahmen ja tatsächlich für überfällige Investitionen.
Für Geschäftsreisende hat diese Gesetzesänderung aber noch einen weiteren Nachteil. Denn der ermäßigte Steuersatz gilt ausschließlich für die Übernachtungsleistungen. Sonstige Leistungen wie z.B. Frühstück werden weiterhin mit 19% besteuert. Das bedeutet, dass auf den Rechnungen die Kosten für das Frühstück separat ausgewiesen werden müssen. Für die Reisekostenabrechnung bedeutet dies, dass der Verpflegungsmehraufwand (Spesen) um die Kosten für das Frühstück gekürzt wird. Vor dem 31.12.2009 wurde, falls Frühstück nicht separat ausgewiesen wurde der Verpflegungsmehraufwand pauschal um 20% gekürzt. Dies geht nun nicht mehr und damit bleibt der Geschäftsreisende auf den Frühstückskosten sitzen.
Beispiel: Bei einer angenommenen Abwesenheit von 24h aufgrund einer Dienstreise bei Übernachtung inklusive Frühstück für 100€ netto ergab sich bisher die folgende Abrechnung:
Seit dem 1.1.2010 ergibt sich hier die folgende Abrechnung:
Macht pro Tag alleine einen Unterschied von gut 18€. Ich bin ja sowieso der Meinung, dass die Frühstückskosten in Hotels jenseits von Gut und Böse liegen. Dabei sind Kosten von > 20€ ja mittlerweile normal. Dafür wird zwar normalerweise auch ein riesiges Buffet hingestellt, nur esse ich nie annähernd soviel. Normalerweise esse ich ein Brötchen und vielleicht noch ein Müsli, dazu trinke ich einen Saft und einen Kaffee. 4,80€ halte ich dafür für angemessen. 20€ sind einfach unverhältnismäßig teuer, weshalb ich aus Prinzip schon lange nicht mehr in Hotels frühstücke.
Hoffentlich werden Hotels jetzt öfter ihre Frühstückskosten erklären müssen (während sie diese früher in ihren Übernachtungsraten verstecken konnten). Sie werden sich wohl auch darauf einstellen müssen, dass ihre Geschäftsleute nicht mehr frühstücken werden.
Diese Regelung könnte sich also als klassisches Eigentor erweisen.
Für Geschäftsreisende hat diese Gesetzesänderung aber noch einen weiteren Nachteil. Denn der ermäßigte Steuersatz gilt ausschließlich für die Übernachtungsleistungen. Sonstige Leistungen wie z.B. Frühstück werden weiterhin mit 19% besteuert. Das bedeutet, dass auf den Rechnungen die Kosten für das Frühstück separat ausgewiesen werden müssen. Für die Reisekostenabrechnung bedeutet dies, dass der Verpflegungsmehraufwand (Spesen) um die Kosten für das Frühstück gekürzt wird. Vor dem 31.12.2009 wurde, falls Frühstück nicht separat ausgewiesen wurde der Verpflegungsmehraufwand pauschal um 20% gekürzt. Dies geht nun nicht mehr und damit bleibt der Geschäftsreisende auf den Frühstückskosten sitzen.
Beispiel: Bei einer angenommenen Abwesenheit von 24h aufgrund einer Dienstreise bei Übernachtung inklusive Frühstück für 100€ netto ergab sich bisher die folgende Abrechnung:
Übernachtung (inkl. Frühstück): 100,00 € Umsatzsteuer 19%: 19,00 € Bruttobetrag: 119,00 € Verpflegungspauschale: 24,00 € (Abwesenheit >24h) Kürzung Frühstück: -4,80 € (24€*20%) Erstattungsbetrag: 138,20 €
Seit dem 1.1.2010 ergibt sich hier die folgende Abrechnung:
Übernachtung (netto): 90,00 € Frühstück (netto): 10,00 € Bruttobetrag: 108,20 € (90 € * 7% + 10 € * 19%) Verpflegungspauschale: 24,00 € (Abwesenheit >24h) Kürzung Frühstück: -11,90 € (10 € * 19%) Erstattungsbetrag: 120,30 €
Macht pro Tag alleine einen Unterschied von gut 18€. Ich bin ja sowieso der Meinung, dass die Frühstückskosten in Hotels jenseits von Gut und Böse liegen. Dabei sind Kosten von > 20€ ja mittlerweile normal. Dafür wird zwar normalerweise auch ein riesiges Buffet hingestellt, nur esse ich nie annähernd soviel. Normalerweise esse ich ein Brötchen und vielleicht noch ein Müsli, dazu trinke ich einen Saft und einen Kaffee. 4,80€ halte ich dafür für angemessen. 20€ sind einfach unverhältnismäßig teuer, weshalb ich aus Prinzip schon lange nicht mehr in Hotels frühstücke.
Hoffentlich werden Hotels jetzt öfter ihre Frühstückskosten erklären müssen (während sie diese früher in ihren Übernachtungsraten verstecken konnten). Sie werden sich wohl auch darauf einstellen müssen, dass ihre Geschäftsleute nicht mehr frühstücken werden.
Diese Regelung könnte sich also als klassisches Eigentor erweisen.
Posted by chrisbra
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19:47
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Thursday, 29. October 2009
100 Mbps, 54 MBps oder 100 Bps?
Hotel mit LAN bzw. WLAN ist eigentlich nicht schlecht. So kann man abends noch gemütlich im Internet surfen, oder auch mal noch etwas Dienstliches erledigen. Unter anderem deswegen halte ich die Radisson Hotels für recht gut, kostenloses Internet ist ja leider immer noch nicht überall anzutreffen.
Nur leider häufen sich in letzter Zeit die Probleme mit dem Internetanschluß. 100 Mbps hören sich ja nicht schlecht an, nur leider tröpfeln diese Woche die Bytes nur so herein. Ich fühl mich irgendwie so 1993...
Nur leider häufen sich in letzter Zeit die Probleme mit dem Internetanschluß. 100 Mbps hören sich ja nicht schlecht an, nur leider tröpfeln diese Woche die Bytes nur so herein. Ich fühl mich irgendwie so 1993...
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