Also Mercedes Dance läuft bei mir endlos in der Playlist.
Hörenswert sind dabei das jazzige Instrumental Gasthaus zum lachenden Stalin, des funkige Klar, das selbstironische Kartoffeln und - passenden zur aktuellen Amokläuferhysterie - das gesellschaftskritische Kirchturmkandidaten. Aber die eindeutige Empfehlung ist das schwermütige chillige und melancholische Im Arsch, ein Duett mit dem Altrocker Udo Lindenberg:
Hätte ich für jedes "hätte ich"
Jedes mal nur so 50 Cent gekriegt
Wär ich ein reicher Mann
Der sichs leisten kann
Auf den ganzen Scheiß hier zu scheißen, Mann
Die beiden passen einfach perfekt. Und ein herrlicher Abgang des Albums.
Und wo wir gerade dabei sind und es gerade halbwegs in den Kontext passt (auch musikalisch) kann ich noch Max Herres Max Herre empfehlen.
Hervorzuheben sind hier:
Melancholischer Reggae in Jerusalem, seinem Beitrag über den Nahost-Konflikt, das Blues-Stück Du weißt über eine alte Beziehung sowie seiner Liebeserklärung an Stuttgart in 1ste Liebe, ein Stück, dass mich immer an meiner Zeit in einer der großartigsten Städte Deutschlands erinnert und mir aus dem Herzen spricht.
Experimentierfreudig und abwechslungsreich. Persönlich gefallen mir King vom Prenzlauer Berg - inspiriert von Citys "King vom Prenzlauer Berg" und der Refrain von City - Sänger Toni Krahl gesungen - musikalisch nicht ganz so gut, aber der Text ist sehr treffend. Und auch von Anna '04 hatte ich mir mehr versprochen. Da war die Erwartungshaltung nach dem Hit A-N-N-A wohl zu groß.
Hm, beim nächsten Mal bespreche ich wieder Hip-Hop Album. Oder was Rockiges. Bestimmt.
