Pete Dexters God's Pocket ist ein Roman noir. Das Original entstand bereits 1983, aber erst jetzt wurde eine deutsche Ausgabe aufgelegt.
Die Geschichte spielt in Philadelphia in den 80er Jahren in einem der übelsten Vierteln, dem God's Pocket. Dort lebt auch Leon Hubbard, zusammen mit seiner Mutter und ihrem neuen Mann Mickey Scarpato. Leon Hubbard ist ein Dreckskerl, egoistisch, unberechenbar und gewalttätig. Er hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser und so landet er auch bei einer Bauarbeitertruppe, wo er als Maurer aushilft. Nachdem er wiederholt einen Arbeitskollegen bedroht und verspottet hat, wird er jedoch plötzlich vor den Augen der Anderen erschlagen. Jedoch, niemand interessiert sich für die genauen Todesumstände und so wird sein Tod von der Polizei als Unfall zu den Akten gelegt. Nur ein Reporter und die Mutter wollen die genaueren Umstände herausfinden.Und so erlebt man, wie sich eine Spirale der Gewalt entwickelt, in deren Folge mehrere Personen zu Tode kommen.
Pete Dexter - früher selber Journalist - verarbeitet in diesem Roman auch seine eigenen Erfahrungen. Nachdem er infolge eines Zeitungsartikels in eine Schlägerei verwickelt und schwer verletzt wurde, gab er diesen Beruf auf und wurde freier Schriftsteller.
Offensichtlich hat Dexter aber keine gute Meinung über seinen alten Berufsstand, so werden die Journalisten in diesem Roman als heruntergekommene, versoffene Gestalten beschrieben, die keine Lust mehr zu arbeiten haben. Auch ansonsten beschreibt der Roman die Umwelt als düster, unwirklich, gleichgültig, lethargisch und unberechenbar. In der Welt, in der die Bewohner des God's Pocket leben, besteht für diese Leute keine Hoffnung mehr, aus dem Elend herauszukommen.
Diese Stimmung wird sehr lebendig beschrieben und durch die vielen unerwarteten Wendungen, war es sehr spannend zu lesen. Empfehlenswert.
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Thursday, 28. October 2010
Pete Dexter: God's Pocket
Thursday, 8. October 2009
Adrian Hyland: "Outback Bastard"
Outback Bastard ist das erste Buch des australischen Autors Adrian Hyland. Hyland bekam für sein Werk 2007 den Ned-Kelly Award mit dem in Australien Krimi-Autoren ausgezeichnet werden. Der Krimi spielt im australischen Outback und benutzt wohl auch teilweise den typischen Sprachstil der Aborigines. Ziemlich detailliert wird das Leben der Aborigines beschrieben, inklusive dem überall auftretenden Vorurteilen und Mißverständnissen.
Die Story fängt zunächst nicht sonderlich spannend an und erzählt die Geschichte von Emily, einer Mitte 20-jährigen Halb-Aborigine. Sie kommt, nachdem Sie lange in der Welt umher gereist ist wieder zurück in den Outback. Doch dort hat sich in der Zeit viel verändert: wenige Aborigine sind im Outback übrig geblieben, andere Siedler wollen das Land und seine Ressourcen ausbeuten und innerhalb der Aborigines gibt es Konflikte. Als kurze Zeit später ihr alter Freund ermordet, begibt sich Emily auf der Suche und möchte den Fall aufklären. Dabei beschwört sie natürlich ziemlich viel Ärger herauf und legt sich mit einer Menge Leute an.
Zur Mitte hin wird das Buch deutlich spannender und zum Schluß gibt es noch einmal eine überraschende Wendung. Während der ganzen Zeit wird das Leben im Busch beschrieben und man bekommt einen Einblick in die Welt der Aborigines, die sich vor allem um Träume und Magie dreht, völlig anders als das Leben der modernen Menschen.
Fazit: Nicht überragend, aber zum Schluß ganz spannend.
Die Story fängt zunächst nicht sonderlich spannend an und erzählt die Geschichte von Emily, einer Mitte 20-jährigen Halb-Aborigine. Sie kommt, nachdem Sie lange in der Welt umher gereist ist wieder zurück in den Outback. Doch dort hat sich in der Zeit viel verändert: wenige Aborigine sind im Outback übrig geblieben, andere Siedler wollen das Land und seine Ressourcen ausbeuten und innerhalb der Aborigines gibt es Konflikte. Als kurze Zeit später ihr alter Freund ermordet, begibt sich Emily auf der Suche und möchte den Fall aufklären. Dabei beschwört sie natürlich ziemlich viel Ärger herauf und legt sich mit einer Menge Leute an.
Zur Mitte hin wird das Buch deutlich spannender und zum Schluß gibt es noch einmal eine überraschende Wendung. Während der ganzen Zeit wird das Leben im Busch beschrieben und man bekommt einen Einblick in die Welt der Aborigines, die sich vor allem um Träume und Magie dreht, völlig anders als das Leben der modernen Menschen.
Fazit: Nicht überragend, aber zum Schluß ganz spannend.
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