Wer sich mit Business Intelligence beschäftigt, der weiß, dass dieser Markt von den etablierten, kommerziellen Software Hersteller (IBM, SAP, Oracle, MS) beherrscht wird. Und doch finden sich auch hier OpenSource Anbieter, die fast den kompletten BI-Stack an Lösungen anbieten. Zu nennen wären da vor allem Talend, Pentaho, Jaspersoft und Jedox. In diesem Fachbuch geht es um diese - im Vergleich zu den etablierten Anbietern - "kleinen" und kostengünstigen Lösungen und ihre Leistungsfähigkeit. Man bekommt einen Überblick über die Leistungsfähigkeiten, Chancen und Risiken von Open Source Lösungen.
Das Buch ist so aufgebaut, dass nicht jedes Kapitel aufeinander aufbaut und man so gleich zu den interessanten Stellen springen kann. Man kann alternativ aber auch das Buch von vorne durchlesen. Nach einem Einführungskapitel mit Grundlagen zu Business Intelligence und Open Source folgt ein Kapitel über die Architektur und darauf dann Praxisbeispiele der verschiedenen Lösungen. Vorgestellt werden Talend Open Studio (ETL), die BI-Suiten von Jaspersoft, Pentaho und Palo Suite von Jedox und Data Mining mit dem RapidMiner. Das Buch schließt ein Kapitel zum Thema Markt und Trends.
Das Buch gibt einen guten Überblick über die vorhandenen Technologien und Architektur, Stärken und Schwächen der Anbieter, sowie die kommenden(?) Trends (massive Parallalelität durch GPUs) und natürlich die Geschäftsmodelle der Open Source Anbieter, denn offener Quellcode heißt nicht automatisch kostenlos. Das stimmt vor allem dann, wenn man weitergehende Funktionalitäten benötigt oder Beratungs- bzw. Wartungsverträge abschließt.
Dabei wird das Thema eher von der praktischen Seite von verschiedenen Autoren behandelt, was leider zu teilweisen Überschneidungen führt. Dennoch kann das Buch einen guten Einblick in das Thema vermitteln. Durch die umfangreichen Quellenangaben findet man auch leicht weiterführende Literatur. Das umfangreiche Thema sorgt leider dafür, dass nicht alle Aspekte der Business Intelligence betrachtet werden können (natürlich), das Thema Datenbanken und auch Berechtigungs- und Sicherheitsaspekte kommen mir etwas arg kurz angeschnitten vor und auch die Beschreibungen der Tools sind natürlich auf bestimmte Versionen beschränkt, die mittlerweile schon wieder veraltet sein könnten. Nachdem ich nun einen Einblick in Open Source Business Intelligence habe, fehlt mir persönlich jetzt nur noch der Vergleich zu den kommerziellen Anbietern. Wo liegen da Stärken, was sind Schwächen?
Entries tagged as rezension
Related tags
Tuesday, 8. February 2011
"Open Source Business Intelligence (OSBI): Möglichkeiten, Chancen und Risiken quelloffener BI-Lösungen"
Thursday, 30. July 2009
Stéphane Bruchfeld, Paul A. Levine: "Erzählt es euren Kindern"
Dieses Buch behandelt ein tragisches Kapitel deutscher und europäischer Geschichte. Es behandelt den Holocaust.
Wir alle kennen dieses grausige Kapitel wahrscheinlich aus dem Geschichtsunterricht, sowie diversen gesellschaftlichen Diskussionen, TV Sendungen (Guido Knopp…), Literatur ("Das Tagebuch der Anne Frank") und anderen Gebieten.
Dennoch kann ich dieses Buch sehr empfehlen. Das Buch befindet sich schon länger in unserem Besitz, doch ich habe lange gezögert es zu lesen, weil ich erstens selber das Gefühl hatte zum Thema sei alles gesagt, und vor allem — wie mir jetzt erst klar wird — aus Angst vor den dort veröffentlichten Grausamkeiten. Denn was — zumindest ging es mir so — was der Geschichtsunterricht und all die Debatten nicht geschafft haben, hat dieses Buch geschafft, nämlich den Opfern ein Gesicht zu geben. Man sagt, der Holocaust hätte 6 Millionen Menschen das Leben gekostet. Aber dass hinter dieser Zahl die Schicksale von 6 Millionen Menschen stecken, das vergißt man allzu leicht, ja das kann man gar nicht begreifen. 6 Millionen Menschen, d.h. Behinderte, Alte, Junge, Frauen, Männer, Kinder, Kleinkinder, Babys, Schwangere, Landstreicher, Zigeuner, Kriegsgefangene, Homosexuelle, Christen, Juden, Widerständler, Demokraten, Kommunisten, Gewerkschaftler, Sozialdemokraten, Russen, Polen, Deutsche, Kriegsgefangene und "Asoziale".
Tatsächlich ist das Buch unerträglich schwer zu lesen, aufgrund der vielen Aussagen, Fotos und Dokumente von Zeitzeugen. Da werden einerseits in einfachen Worten die unglaublichsten Fakten über den Holocaust erwähnt und gleichzeitig werden zum Thema gehörende Geschichten von Menschen erzählt und Fotos gezeigt. Genau diese Aussagen der Zeitzeugen, von denen ein Großteil dieses finstere Kapitel nicht überlebt hat, sind es, die dieses Buch so lesenswert und doch unerträglich machen. Als ganz besonders gruselig empfinde ich die Schilderungen und Bilder von Kindern. Das sind sehr emotionale Momente.
Da ist die Geschichte von den 20 Kindern erzählt, an denen grausame medizinische Versuche durchgeführt wurden und die im April 1945 noch schnell getötet werden, da wird ein Foto gezeigt von einem kleinen Jungen, vielleicht 4 Jahre alt, das auf dem Boden im Warschauer Ghetto liegt und stirbt und die Menschen gehen daran vorbei, denn sie haben zu viele dieser Menschen gesehen. Da werden die Geschichten der Deportationen erzeählt und über das Leid der Menschen in den Ghettos berichte und besonders erschütternd sind die Fakten über die Menschen in den KZs und Tötungslagern. Aber auch über die vereinzelten Widerständler und die Lage der Menschen in den verschiedenen besetzten Gebieten, sowie die Reaktionen im Ausland und noch so viele andere wichtige Aspekte, die zu nennen, den Rahmen hier sprengen würde.
Das Buch will eine Ergänzung zum Geschichtsunterricht sein und dafür ist es sehr gut geeignet, aber die Wahrheit ist doch teilweise so schlimm, dass ich es nicht ohne Weiteres als Kinderbuch bezeichnen würde (Einordnung bei Amazon: Bücher > Religion & Esoterik > Judentum > Geschichte > Literatur für Kinder).
Es ist schwierig, die passenden Worte zu finden. Und angesichts dieses Leid überdenkt man viele Dinge, die einem heute doch so wichtig erscheinen. Zitieren möchte ich eine Stelle den Schriftsteller, Zeitzeugen und Überlebenden von Auschwitz:
Aus genau diesem Grund muß man sich mit diesem düsteren Kapitel beschäftigen, damit diese grausame Lektion in Sachen Unmenschlichkeit eine Ausnahme bleibt. Also: Erzählt es Euren Kindern!
Wir alle kennen dieses grausige Kapitel wahrscheinlich aus dem Geschichtsunterricht, sowie diversen gesellschaftlichen Diskussionen, TV Sendungen (Guido Knopp…), Literatur ("Das Tagebuch der Anne Frank") und anderen Gebieten.
Dennoch kann ich dieses Buch sehr empfehlen. Das Buch befindet sich schon länger in unserem Besitz, doch ich habe lange gezögert es zu lesen, weil ich erstens selber das Gefühl hatte zum Thema sei alles gesagt, und vor allem — wie mir jetzt erst klar wird — aus Angst vor den dort veröffentlichten Grausamkeiten. Denn was — zumindest ging es mir so — was der Geschichtsunterricht und all die Debatten nicht geschafft haben, hat dieses Buch geschafft, nämlich den Opfern ein Gesicht zu geben. Man sagt, der Holocaust hätte 6 Millionen Menschen das Leben gekostet. Aber dass hinter dieser Zahl die Schicksale von 6 Millionen Menschen stecken, das vergißt man allzu leicht, ja das kann man gar nicht begreifen. 6 Millionen Menschen, d.h. Behinderte, Alte, Junge, Frauen, Männer, Kinder, Kleinkinder, Babys, Schwangere, Landstreicher, Zigeuner, Kriegsgefangene, Homosexuelle, Christen, Juden, Widerständler, Demokraten, Kommunisten, Gewerkschaftler, Sozialdemokraten, Russen, Polen, Deutsche, Kriegsgefangene und "Asoziale".
Tatsächlich ist das Buch unerträglich schwer zu lesen, aufgrund der vielen Aussagen, Fotos und Dokumente von Zeitzeugen. Da werden einerseits in einfachen Worten die unglaublichsten Fakten über den Holocaust erwähnt und gleichzeitig werden zum Thema gehörende Geschichten von Menschen erzählt und Fotos gezeigt. Genau diese Aussagen der Zeitzeugen, von denen ein Großteil dieses finstere Kapitel nicht überlebt hat, sind es, die dieses Buch so lesenswert und doch unerträglich machen. Als ganz besonders gruselig empfinde ich die Schilderungen und Bilder von Kindern. Das sind sehr emotionale Momente.
Da ist die Geschichte von den 20 Kindern erzählt, an denen grausame medizinische Versuche durchgeführt wurden und die im April 1945 noch schnell getötet werden, da wird ein Foto gezeigt von einem kleinen Jungen, vielleicht 4 Jahre alt, das auf dem Boden im Warschauer Ghetto liegt und stirbt und die Menschen gehen daran vorbei, denn sie haben zu viele dieser Menschen gesehen. Da werden die Geschichten der Deportationen erzeählt und über das Leid der Menschen in den Ghettos berichte und besonders erschütternd sind die Fakten über die Menschen in den KZs und Tötungslagern. Aber auch über die vereinzelten Widerständler und die Lage der Menschen in den verschiedenen besetzten Gebieten, sowie die Reaktionen im Ausland und noch so viele andere wichtige Aspekte, die zu nennen, den Rahmen hier sprengen würde.
Das Buch will eine Ergänzung zum Geschichtsunterricht sein und dafür ist es sehr gut geeignet, aber die Wahrheit ist doch teilweise so schlimm, dass ich es nicht ohne Weiteres als Kinderbuch bezeichnen würde (Einordnung bei Amazon: Bücher > Religion & Esoterik > Judentum > Geschichte > Literatur für Kinder).
Es ist schwierig, die passenden Worte zu finden. Und angesichts dieses Leid überdenkt man viele Dinge, die einem heute doch so wichtig erscheinen. Zitieren möchte ich eine Stelle den Schriftsteller, Zeitzeugen und Überlebenden von Auschwitz:
»Es ist nicht leicht oder angenehm, in diesem Abgrund des Bösen zu graben. […] Man ist versucht, sich erschaudert abzuwenden und sich zu weigern, zu sehen und zu hören: Das ist eine Versuchung, der man widerstehen muss.«
Aus genau diesem Grund muß man sich mit diesem düsteren Kapitel beschäftigen, damit diese grausame Lektion in Sachen Unmenschlichkeit eine Ausnahme bleibt. Also: Erzählt es Euren Kindern!
Thursday, 9. July 2009
Stephen Hawking: "Das Universum in der Nußschale"
Stephen Hawkings "Das Universum in der Nußschale" besitze ich schon ziemlich genau seit das Buch 2001 erstmals erschien. Die Arbeit von Stephen Hawking - der Koryphäe auf diesem Gebiet - hat mich damals fasziniert, Quantentheorie und die Suche nach der alles verbindenden Theorie verbreitete damals eine Faszination, der ich mich nicht entziehen konnte.
Damals, da habe ich gerade mein Abi gemacht und im Physik-Leistungskurs haben wir Quanten- und Relativitätstheorie detailliert besprochen. So kam ich irgendwann zu Stephen Hawkings "Eine kurze Geschichte der Zeit" und hab es mit großem Vergnügen gelesen. Und deshalb mußte ich damals unbedingt diese Neuerscheinung haben, die ich damals von meinen Eltern geschenkt bekam. Leider verschwand dieses Buch dann bald 8 Jahre in meinem Bücherschrank und erst vor kurzem fiel es mir wieder in die Hand. Das war der Grund, dass ich das Buch jetzt endlich gelesen habe.
Das Buch ist einfacher aufgebaut und nicht ganz so komplex wie der Vorgänger (wenn mich meine Erinnerung, an den Vorgänger nicht trügt). Die vielen Illustrationen helfen dabei, die Konzepte zu verstehen, die tatsächlich aufregend sind: So interessante Theorien wie Stringtheorie, Große Vereinheitlichte Theorie, Quantengravitation, M-Theorie oder Wurmlöcher und andere mehr werden angesprochen.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist natürlich ein populärwissenschaftliches Buch und daher nicht sehr theoretisch. Ich fand das gut, denn ansonsten wäre das Buch mir wohl zu trocken gewesen.
Wednesday, 18. March 2009
Wolfgang Münchau "Kernschmelze im Finanzsystem"
Der Titel klingt reißerisch, das Buch ist es aber ganz und gar nicht. Es ist eine interessante Analyse, wie es zu der aktuellen Finanz- und Bankenkrise kommen konnte und erzählt auch die Geschichte vom Anfang der Blase bis zu seinem vorläufigen Höhepunkt im Herbst letzten Jahres der Pleite von Lehmann.
Wolfgang Münchau ist Gründungsmitglied und war Chefredakteur der Financial Times Deutschland, arbeitete vorher bereits als Korrespondent für die Financial Times und der Times und betreibt den Wirtschaftinformationsdienst http://www.eurointelligence.com/. Er kennt sich daher in diesem Gebiet hervorangend aus.
Es ist sehr interessant zu sehen, wie unser Finanzmarkt funktioniert, welche Ursachen die Krise hat, wie irrwitzig eigentlich gehandelt wurde und auf welche verrückte Art und Weise man aus den Hypotheken amerikanischer Bürger wieder Geld gemacht hat. Das Buch beschreibt, welche Rolle die Finanzpolitik (Basel II), die Ratingagenturen, die Zentralbanken, Hedgefonds und Investmentbanken in diesem Drama gespielt haben und wie sie alle ursächlich zu dieser Krise beigetragen haben.
Man erfährt zum Beispiel, dass AIG gerettet werden muß, weil es so aggresiv als Versicherer von verbrieften Schuldverschreibungen auftrat. Denn wenn der Versicherer die Ausfälle nicht mehr zahlen kann, würden diese Ausfälle wohl noch viele andere Banken an den Rand des Ruins treiben. Vernünftigerweise muß ja ein Unternehmen, welches sich verspekuliert hat und aufgrund falscher Geschäftspolitik in den Ruin getrieben wird auch untergehen, aber AIG wird für seine waghalsigen und riskanten Geschäfte auch noch von der Regierung mit Milliarden unterstüzt.
Wer sich für diese Krise interessiert oder wer verstehen will, was eigentlich eine Verbriefung ist oder wie ein Credit Default Swap (CDS) funktioniert oder warum AIG gerettet werden muß, der sollte sich dieses Buch unbedingt näher anschauen. Es ist sehr gut geschrieben und nebenbei erfährt man noch, wie eigentlich unser Finanzsystem funktioniert.
Wolfgang Münchau ist Gründungsmitglied und war Chefredakteur der Financial Times Deutschland, arbeitete vorher bereits als Korrespondent für die Financial Times und der Times und betreibt den Wirtschaftinformationsdienst http://www.eurointelligence.com/. Er kennt sich daher in diesem Gebiet hervorangend aus.
Es ist sehr interessant zu sehen, wie unser Finanzmarkt funktioniert, welche Ursachen die Krise hat, wie irrwitzig eigentlich gehandelt wurde und auf welche verrückte Art und Weise man aus den Hypotheken amerikanischer Bürger wieder Geld gemacht hat. Das Buch beschreibt, welche Rolle die Finanzpolitik (Basel II), die Ratingagenturen, die Zentralbanken, Hedgefonds und Investmentbanken in diesem Drama gespielt haben und wie sie alle ursächlich zu dieser Krise beigetragen haben.
Man erfährt zum Beispiel, dass AIG gerettet werden muß, weil es so aggresiv als Versicherer von verbrieften Schuldverschreibungen auftrat. Denn wenn der Versicherer die Ausfälle nicht mehr zahlen kann, würden diese Ausfälle wohl noch viele andere Banken an den Rand des Ruins treiben. Vernünftigerweise muß ja ein Unternehmen, welches sich verspekuliert hat und aufgrund falscher Geschäftspolitik in den Ruin getrieben wird auch untergehen, aber AIG wird für seine waghalsigen und riskanten Geschäfte auch noch von der Regierung mit Milliarden unterstüzt.
Wer sich für diese Krise interessiert oder wer verstehen will, was eigentlich eine Verbriefung ist oder wie ein Credit Default Swap (CDS) funktioniert oder warum AIG gerettet werden muß, der sollte sich dieses Buch unbedingt näher anschauen. Es ist sehr gut geschrieben und nebenbei erfährt man noch, wie eigentlich unser Finanzsystem funktioniert.
Thursday, 19. February 2009
Bauer, Günzel: "Data-Warehouse Systeme"
Dieses Buch behandelt die Theorie und Praxis von Data-Warehouse Systemen. Themen sind Definition, Architektur, Phasen (ETL, DataMining, OLAP), Datenmodellierung (relational und multidimensional), Optimierung, Metadaten und Betrieb. Trotzdem hat man das Gefühl, das die gut 500 Seiten nicht ausreichen, alles genau zu erklären und so wimmelt es in diesem Buch - das gleichzeitig Nachschlagewerk und Grundlagenlektüre ist - von Referenzen auf andere fachspezifischere Literatur. Es eignet sich somit sowohl für Studenten der Informationstechnik, als auch für interessierte Themeneinsteiger. Ein so großes Themenspektrum wird daher in diesem Buch von einer ganzen Autorengruppe bearbeitet.
Ich fand es interessant zu lesen, denn obwohl ich in dem Bereich beruflich tätig bin, lernt man doch viel Neues; auch wenn ich etwas Zeit brauchte, um mir die 500 Seiten vor zu nehmen. Es ist auch keine leichte Lektüre, die man so nebenbei mal lesen kann. Aber dennoch vermittelt es eine guten Einblick rund um das komplexe Thema Data-Warehousing. Ich habe hier die 2. überarbeitete Auflage von 2004 gelesen, sehe aber gerade, dass im Dezember bereits die 3. Auflage herauskam. In 4 Jahren ändert sich einiges in dem Bereich (das hab ich auch beruflich bemerkt. So wurden im letzten Jahr fast alle größeren Softwareunternehmen von Business-Intelligence Software von den Großen im Markt gekauft.) und so kann ich nur die neue aktualisierte Auflage empfehlen.
Interessantes Detail am Rande, sowohl mit dem Herausgeber Holger Günzel als auch mit dem Co-Autor Volker Markl hab ich mal beruflich einige Zeit zusammengearbeitet. Weblink zum Buch
Ich fand es interessant zu lesen, denn obwohl ich in dem Bereich beruflich tätig bin, lernt man doch viel Neues; auch wenn ich etwas Zeit brauchte, um mir die 500 Seiten vor zu nehmen. Es ist auch keine leichte Lektüre, die man so nebenbei mal lesen kann. Aber dennoch vermittelt es eine guten Einblick rund um das komplexe Thema Data-Warehousing. Ich habe hier die 2. überarbeitete Auflage von 2004 gelesen, sehe aber gerade, dass im Dezember bereits die 3. Auflage herauskam. In 4 Jahren ändert sich einiges in dem Bereich (das hab ich auch beruflich bemerkt. So wurden im letzten Jahr fast alle größeren Softwareunternehmen von Business-Intelligence Software von den Großen im Markt gekauft.) und so kann ich nur die neue aktualisierte Auflage empfehlen.
Interessantes Detail am Rande, sowohl mit dem Herausgeber Holger Günzel als auch mit dem Co-Autor Volker Markl hab ich mal beruflich einige Zeit zusammengearbeitet. Weblink zum Buch
Thursday, 27. November 2008
Stefan Bonner, Anne Weiss: "Generation Doof"
Generation Doof hält unserer Generation (geboren zwischen 1975 und 2000) humoristisch den Spiegel vor. Wer kennt nicht selber Geschichten wo man sich am liebsten an den Kopf fasst? (Bundestag ist ein deutscher Feiertag?!?)
In diesem Buch sammeln die Autoren, die sich selber zur Generation Doof zählen, unzählige Beispiele dieser Generation, die scheinbar ständig von einem Fettnäpfchen ins nächste stolpert. Und in jedem Bereich von Bildung, Erziehung, Freizeit, Beruf, Liebe und Unterhaltung zeigen sie die Unfähigkeit unserer Generation auf.
Gute Unterhaltung für zwischendurch, die Autoren erzählen kurzweilig und selbstironisch und man fragt sich, ob man selber tatsächlich genauso blöde ist ;)
Thursday, 16. October 2008
Andreas Eschbach: "Das Jesus Video"
Das Jesus Video ist das aktuell letzte Buch, dass ich von Andreas Eschbach gelesen habe. Es gehört in die Kategorie Thriller/Science-Fiction und die Storyline faszinierte mich.
Da wird in Isreal in einem 2000 Jahre alten Grab die Gebrauchsanleitung einer Kamera gefunden, die erst in 3 Jahren der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Daraufhin entwickelt sich eine Suche nach der Kamera und dem Rätsel des Zeitreisens.
Anfangs fand ich den Roman relativ gut, jeder Charakter wird gut beschrieben und sein Wesen sehr bildlich dargestellt. Diese Darstellung verflacht aber leider im Laufe des Romans und die Handlung wird mehr oder weniger vorhersehbar.
Der Schluß ist leider ziemlich enttäuschend, da wird eine konstante Spannung über 500 Seiten aufgebaut, doch das ganze Rätsel bereits 50 Seiten vor dem Ende gelöst. Danach ist die Spannung hin und ich mußte mich geradezu dazu quälen, die restlichen 50 Seiten zu lesen.
Fazit: Als Roman zwischendurch relativ spannend, aber nicht überragend.
In letzter Zeit ärger ich mich immer mehr über diese Thriller, deren Handlung letztendlich doch immer wieder vorhersehbar ist. In nächster Zeit werde ich solche Bücher nicht mehr lesen.
Monday, 29. September 2008
Donna Woolfolk Cross: "Die Päpstin"
Es gibt die Legende einer weiblichen Päpstin. Dieses Buch erzählt die Geschichte der Päpstin Johanna, die zwischen 853 und 855 das Oberhaupt der Kirche war.
In beeindruckender Weise wird ein düsteres Bild des Frühmittelalters gezeichnet. Frauen, die keinerlei Rechte haben, Gewalt und Brutalität bestimmen den Alltag und durch Intrigen versucht jedermann seinen eigenen Vorteil zu sichern.
Die kleine Johanna hat einen unbegrenzten Wissensdurst. Getrieben von ihrer Neugier schafft sie es schließlich Lesen und Schreiben zu lernen. Das Schicksal spielt ihr dabei immer wieder übel mit (so wird sie von ihrem Vater, einem fanatischen Priester fast zu Tode geprügelt), doch sie findet auch Förderer, die sie schützen. Dennoch entscheidet sich Johanna nach einem brutalen Überfall Normannen auf ihre Gemeinde, als Mann fortan weiterzuleben, denn nur so kann sie Zugang zu weiterem Wissen (in Form von Büchern der Klosterbibliotheken) erhalten. Und auch hier warten Intrigen, die sie bis nach Rom und schließlich auf den heiligen Stuhl führt.
Dabei wird eine so spannende Geschichte erzählt, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte und man ahnt, dass es ein böses Ende geben wird.
Im Anhang findet sich eine populärwissenschaftliche Betrachtung über die Päpstin, inklusive diverser Indizien, die für diese These sprechen. Dabei erfährt man auch, dass sich viele der Vorfälle tatsächlich zugetragen haben (wie der Angriff auf Rom oder der Überfall der Normannen, wenn dieser sich auch erst historisch später ereignete), was zumindest mich, ob der Detailfülle erstaunte (auch wenn diese Ereignisse sicherlich ausgeschmückt worden sind).
Prädikat: sehr lesenswert!
Tuesday, 2. September 2008
Andreas Eschbach: Die Haarteppichknüpfer
Nun also die Haarteppichknüpfer. Das Werk, mit dem Andreas Eschbach seinen Durchbruch als Schriftsteller hatte.
Es handelt sich hierbei wieder um einen Science-Fiction Roman, der wieder in die Welt von Quest führt. Nur diesmal spielt der Roman ca: 100 000 Jahre später. Dinge, die man während Quest nebenbei erfahren hat, werden in diesem Roman noch erkärt (u.a. auch der Grund für die seltsam zurückgeblienen Welten der Haarteppichknüpfer).
Interessant ist der Roman vor allem deshalb, weil Eschbach es schafft, die eigentliche Geschichte durch viele kleine Kurzgeschichten (die Kapitel) zu erzählen. So gibt es keinen eigentlichen Hauptcharakter und doch trifft man in vielen Kapiteln Personen aus vorherigen Kapiteln wieder. Während man zunächst sich über die vielen aufgeworfenen Fragen in jedem Kapitel wundert (oder sich auch ärgert, weil Handlungsstränge nicht zuende erzählt werden), werden diese doch nach und nach in späteren Kapiteln beantwortet. Bis schließlich im letzten Kapitel die ganzen Hintergründe um die Haarteppichknüpfer erzählt werden.
Mein Fazit, gutes unterhaltenes Buch.
Wednesday, 27. August 2008
Joe Simpson: "Sturz ins Leere"
Dies ist die wahre Geschichte der beiden Bergsteiger Joe Simpson und Simon Yates, die allein in den Anden einen Gipfel über die bisher unbezwungene Westwand besteigen möchten.
Bereits der Aufstieg gestaltet sich schwieriger als erwartet, das eigentliche Drama jedoch ereignet sich während des Abstiegs. Schlechtes Wetter, ein unerwartet schwieriger Abstiegsweg und nachlassende Konzentration bzw. Kräfte führen dazu, dass Joe kurz unter dem Gipfel abstürzt und sich sein Knie zerschmettert.
Beide wissen, dass damit der erfolgreiche Abstieg für Joe eigentlich unmöglich ist und für ihn den sicheren Tod bedeutet. Auch für Simon, der unter Erfrierungen leidet, verschlechtert die Rettung seines Freundes seine eigenen Überlebenschancen. Dennoch beginnt er, seinen Freund abzuseilen. Trotz der Schwierigkeiten vorher beim Abstieg schaffen beide es in kürzester Zeit ein großes Stück herunter.
Der Abstieg ist fast geschafft, da stürzt Joe am Seil hängend in eine Gletscherspalte. Dies bedeutet für beide eigentlich den sicheren Tod, denn durch das Gewicht am Seil zieht Joe Simon unwiderruflich mit hinab. Im Glauben, dass Joe bereits tot ist und um sich selbst zu retten, schneidet Simon schließlich das Seil durch. Völlig entkräftet und mit Erfrierungen an den Händen steigt er schließlich den Berg runter, im Glauben, seinen Freund verloren zu haben.
Joe hat jedoch den Sturz überlebt und trotz der Verzweifelung, allein und verletzt in der Gletscherspalte zu liegen, kämpft er sich den Berg herunter. Er beschreibt ausführlich, wie er eine Stimme hört, die im befiehlt, immer weiter zu machen. Trotz seiner schweren Verletzung schafft er schließlich den Abstieg und dann noch die Strecke zum Basislager.
Ausführlich wird die Apathie, Verzweifelung und das Drama aus der Sicht beider Bergsteiger erzählt. Man leidet richtig mit, wie Joe die Zähne zusammenbeißt und seinen Überlebenskamp auf 6000 Meter Höhe beschreibt. Es dürfte an ein Wunder grenzen, dass er das überlebt hat und im Basislager seine beiden Freunde Simon und Richard noch antrifft, die ihn schließlich noch bis nach Lima in ein Krankenhaus bringen können.
Trotz dieses Erlebnisses, kletterte Joe Simpson später weiter.
Ein klasse Buch!
Bereits der Aufstieg gestaltet sich schwieriger als erwartet, das eigentliche Drama jedoch ereignet sich während des Abstiegs. Schlechtes Wetter, ein unerwartet schwieriger Abstiegsweg und nachlassende Konzentration bzw. Kräfte führen dazu, dass Joe kurz unter dem Gipfel abstürzt und sich sein Knie zerschmettert.
Beide wissen, dass damit der erfolgreiche Abstieg für Joe eigentlich unmöglich ist und für ihn den sicheren Tod bedeutet. Auch für Simon, der unter Erfrierungen leidet, verschlechtert die Rettung seines Freundes seine eigenen Überlebenschancen. Dennoch beginnt er, seinen Freund abzuseilen. Trotz der Schwierigkeiten vorher beim Abstieg schaffen beide es in kürzester Zeit ein großes Stück herunter.
Der Abstieg ist fast geschafft, da stürzt Joe am Seil hängend in eine Gletscherspalte. Dies bedeutet für beide eigentlich den sicheren Tod, denn durch das Gewicht am Seil zieht Joe Simon unwiderruflich mit hinab. Im Glauben, dass Joe bereits tot ist und um sich selbst zu retten, schneidet Simon schließlich das Seil durch. Völlig entkräftet und mit Erfrierungen an den Händen steigt er schließlich den Berg runter, im Glauben, seinen Freund verloren zu haben.
Joe hat jedoch den Sturz überlebt und trotz der Verzweifelung, allein und verletzt in der Gletscherspalte zu liegen, kämpft er sich den Berg herunter. Er beschreibt ausführlich, wie er eine Stimme hört, die im befiehlt, immer weiter zu machen. Trotz seiner schweren Verletzung schafft er schließlich den Abstieg und dann noch die Strecke zum Basislager.
Ausführlich wird die Apathie, Verzweifelung und das Drama aus der Sicht beider Bergsteiger erzählt. Man leidet richtig mit, wie Joe die Zähne zusammenbeißt und seinen Überlebenskamp auf 6000 Meter Höhe beschreibt. Es dürfte an ein Wunder grenzen, dass er das überlebt hat und im Basislager seine beiden Freunde Simon und Richard noch antrifft, die ihn schließlich noch bis nach Lima in ein Krankenhaus bringen können.
Trotz dieses Erlebnisses, kletterte Joe Simpson später weiter.
Ein klasse Buch!
Thursday, 21. August 2008
Andreas Eschbach: Quest
Andreas Eschborn kannte ich bisher nicht als Autor von Science Fiction Romanen. Dennoch oder trotzdem ist Quest ein sehr unterhaltsam geschriebener Roman, der die Geschichte erzählt, wie eine Raumschiffbesatzung auf die Suche nach dem Ursprung allen Lebens geht.
Dabei versteht es Eschbach sehr gut, verschiedene Handlungsstränge zu bilden, teilweise auch nur andeutungsweise. Das macht es sehr interessant und man freut sich auf das Ende von dem man erwartet, dass sich damit alles klärt. Das Ende bleibt jedoch offen und es gibt erfreulicherweise kein Hollywood Happy End, wie man es erwarten würde, dennoch hat es Schwächen.
Der Roman spielt in einer sehr fernen Zukunft und wenn man erwartet, dass die Menschheit alle Probleme geklärt hat dann wird man enttäuscht. Die Menschheit hat sich eigentlich gar nicht geändert, es werden Kriege geführt und alle Menschen sind in gesellschaftliche Schichte eingeteilt und die oberste Schicht.
Man könnte selbst Gesellschaftskritik herauslesen, denn trotz ihrer unglaublich fortgeschrittenen Technologie hat es die Menschheit nicht geschafft, Egoismus, Ressentiments und Rassismus auszurotten. Unser demokratisches System erscheint dagegen als ein erstrebenswertes Ideal.
Im großen und ganzen eine interessante und unterhaltene Ferienlektüre.
Dabei versteht es Eschbach sehr gut, verschiedene Handlungsstränge zu bilden, teilweise auch nur andeutungsweise. Das macht es sehr interessant und man freut sich auf das Ende von dem man erwartet, dass sich damit alles klärt. Das Ende bleibt jedoch offen und es gibt erfreulicherweise kein Hollywood Happy End, wie man es erwarten würde, dennoch hat es Schwächen.
Der Roman spielt in einer sehr fernen Zukunft und wenn man erwartet, dass die Menschheit alle Probleme geklärt hat dann wird man enttäuscht. Die Menschheit hat sich eigentlich gar nicht geändert, es werden Kriege geführt und alle Menschen sind in gesellschaftliche Schichte eingeteilt und die oberste Schicht.
Man könnte selbst Gesellschaftskritik herauslesen, denn trotz ihrer unglaublich fortgeschrittenen Technologie hat es die Menschheit nicht geschafft, Egoismus, Ressentiments und Rassismus auszurotten. Unser demokratisches System erscheint dagegen als ein erstrebenswertes Ideal.
Im großen und ganzen eine interessante und unterhaltene Ferienlektüre.
Thursday, 31. July 2008
Uzondinma Iweala: "Du sollst Bestie sein!"
Uzondinma Iweala: "Du sollst Bestie sein!" ist ein schockierendes Buch über die Kindersoldaten. Es beschreibt darin fiktiv die Geschichte des kleinen Jungen Abu und wie er - in der Absicht vor dem plötzlich hereinbrechenden Krieg zu fliehen - selber zu einem Kindersoldaten gemacht wird. Man erlebt mit, wie er das erste Mal selber einen Menschen tötet (dabei muß ihm noch der Kommandant die Hand führen); wie er später vom Blutrausch beseelt Männer, Frauen und selbst Kinder hinmetzelt; wie er von seinem Kommandanten mißbraucht wird und wie er hin- und hergerissen von seinen Gefühlen nicht weiß, wie er handeln soll.
Der Autor verliert sich nicht in brutalen blutigen Einzelheiten, jedoch erzählt aus der Geschichte des 9 jährigen Jungen in einer kindlichen Sprache, verbreitet sich das Gefühlt der Hilflosigkeit und des Entsetzens ob der Taten, die der kleine Junge so früh schon erleben muß. Man fühlt mit ihm mit, wenn er wünscht, der Krieg wäre vorüber oder er einfach aufhören könnte. Dennoch gehorcht er den skrupellosen Befehlen seines Kommandanten sieht Tote, erleidet Hunger und erlebt auch sonst allerlei furchtbare Ereignisse.
Man fühlt mit diesem Jungen mit, wie er in seiner Hilflosigkeit die grausamen Taten zu beschreiben auf comikhafte Ausdrücke zurückgreift. Da macht es Kawudd und Katschakk und man ahnt dabei, dass etwas schlimmes passiert sein muß, was der Junge nicht anders beschreiben kann. Unfassbar wie aus einem kleinen, intelligenten und gottesfürchtigen Jungen solch ein Teufel werden kann, der dennoch geplagt von seinem Gewissen nicht in der Lage ist, sich aus seiner Lage zu befreien.
Mann kann es kaum glauben, dass der Autor selber nie die Leiden des Kriegs erfahren hat und trotzdem in der Lage ist, solch ein schockierend verstörendes Bild der Kindersoldaten zeichnen kann.
Das Thema - welches wir zu oft nicht wahrnehmen - wird mich sicherlich noch länger beschäftigen.
Tuesday, 29. July 2008
Don DeLillo's Unterwelt
Don Delillo's Unterwelt ist ein Bestseller und eines der besten Werke zeitgenössischer Literatur (zumindest in den USA). Nebenbei bemerkt, war dieses Werk 1998 für den Pulitzer-Preis nominiert. Außerdem ist es ein Wälzer von knapp 1000 Seiten Ausmaß.
Das Werk behandelt grob gesagt den amerikanischen Way of Life zwischen den 50ern und den 90ern. Dabei zieht es lose Handlungsstränge der verschiedenen Charaktere, die alle irgendwie miteinander in Verbindung stehen. Dabei wird die Storyline auch um prominente Personen wie u.a. J. Edgar Hoover, Frank Sinatra, Lenny Bruce und Jackie Gleason gesponnen.
Als Rahmen und Aufhänger der ganzen Handlung dient das legendäre Baseballspiel der New Yorker (Brooklyn) Dodgers (mittlerweile L.A. Dodgers) und den New Yorker Giants (mittlerweile San Francisco), das mit dem Shot heard 'round the World endete und den Giants im letzten Playoff Spiel doch noch die Meisterschaft in der National League sicherte.
Ausschweifend wird im Prolog diese Episode erzählt und man sollte schon ein gewisses Interesse an Baseball mitbringen, denn sonst gerät der Anfang schon etwas träge. Im weiteren Verlauf des Romans wird noch 3 Mal zu diesem Handlungsstrang gesprungen, der insgesamt ca: 24 Stunden umfasst und davon handelt, wie dieser Baseball des letzten und siegbringenden HomeRuns von einem Jungen als Trophäe erobert wird und wie er im weiteren Verlauf diesen Ball wieder verliert.
Dieser Ball zieht sich von nun als als eine Art Roter Faden durch die Geschichte. Interessanterweise werden alle anderen Episoden - chronologisch betrachtet - rückwärts erzählt. D.h. das Buch beginnt in den Neunziger, danach folgt ein Kapitel über die 80er Jahre, danach ein Kapitel über die 70er Jahre und zwischendrin immer mal wieder ein Sprung zur Storyline vom Baseballspiel 1951.
Die ganze Zeit erwartet man, dass sich eine Verbindung zwischen diesem Baseballspiel und den restlichen Episoden ergibt. Diese Verbindung wird aber nicht hergestellt (und in Form des Charakters Marvin Lundy, der ein verrückter Baseball Fan ist dargestellt. Denn dieser versucht vergeblich, die Geschichte des Balls zurückzuverfolgen und eine Verbindung zu dem Spiel herzustellen).
In weiteren Episoden wird dem Leser das Alltagsleben während der unterschiedlichen Zeiten dargestellt. Dabei werden u.a. die Zeit des Kalten Krieges, die Kuba-Krise, die Kennedy Ermordung oder die Alltagssituationen verschiedener Gesellschaftsteile skizziert.
Geprägt sind die Episoden von den wiederkehrenden Motiven des Mülls und der Vater-Sohn Beziehung. Diese ziehen sich ebenso wie der Baseball in weiten Bögen durch das gesamte Werk.
Letztendlich ist dieser Roman mir leider etwas zu ausschweifend. Auf dem Buchrücken steht:
QUOTE:
In großen Bögen erzählt Don DeLillo 50 Jahre amerikanischer Nachkriegsgeschichte ....
Und diese großen Bögen sind durchaus wörtlich zu nehmen. Ich mußte mich teilweise durch einige Episoden durchkämpfen (zumindest im Mittelteil). Dennoch ist der Stil dieses Werks sicherlich bemerkenswert, die Handlung erstaunlich (sowohl was die Erzählweise angeht, als auch die eigentliche Handlung) und der Sprachstil sehr interessant.
Thursday, 5. June 2008
Der Pate

Auch ein sehr cooles Buch: "Der Pate" von Mario Puzo.
Ein Einblick in den Werdegang der Familie Corleone zwischen den 1920er und 1950er Jahren. In idealisierter Weise wird das Leben des Mafia Oberhaupts dargestellt und auch die Gewalt recht detailliert geschildert. Das alles ist so gut in die spannende Geschichte eingebettet, dass man sich mit der Zeit mit dem Hauptcharakter Michael relativ gut identifiziert und seine Taten durchaus versteht.
Tuesday, 27. May 2008
Drachenläufer
Wer mal einen wirklich guten Roman lesen möchte, dem kann ich unbedingt Drachenläufer von Khaled Hosseini empfehlen.
Eine sehr einfühlsame Geschichte über die Freundschaft 2er unterschiedlicher Menschen, die in den 70er Jahren in Afghanistan aufwachsen und nebenbei wird auch die Geschichte von Afghanistan erzählt.
Sehr sehr emotional.
Ich hab das Buch gestern gekauft und heute durchgelesen.
Eine sehr einfühlsame Geschichte über die Freundschaft 2er unterschiedlicher Menschen, die in den 70er Jahren in Afghanistan aufwachsen und nebenbei wird auch die Geschichte von Afghanistan erzählt.
Sehr sehr emotional.
Ich hab das Buch gestern gekauft und heute durchgelesen.
(Page 1 of 2, totaling 17 entries)
next page »







